Martin Hinteregger (Mitte) brachte die Eintracht mit seinen zwei Toren kurzzeitig zurück ins Spiel.
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Martin Hinteregger (Mitte) brachte die Eintracht mit seinen zwei Toren kurzzeitig zurück ins Spiel.

Klassenbuch

SGE gegen Bayern München: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Hinteregger trifft doppelt, Rode flankt präzise und Kostic enttäuscht komplett. Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelbewertung nach der Niederlage beim FC Bayern München.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Martin Hinteregger: Rekordtorschütze des Spieltags, machte gleich drei Treffer, einmal aber traf er auf der falschen Seite, bugsierte die Kugel mit einer wahren Slapstickeinlage ins eigene Netz. Hat sich dabei zum Glück nicht verletzt. Brachte sein Team mit seinen zwei Toren nach Ecken, eines mit dem Fuß, eines per Kopf, kurzzeitig zurück ins Spiel. Bemerkenswert: Schon acht Saisontreffer, bester Eintracht-Schütze. Vielleicht sollte Trainer Hütter ihn mal in den Sturm stellen.

Sebastian Rode: Vieles war wie immer: Lief enorm viel, fegte dazwischen, rieb sich auf, und dann wieder mit überhasteten Aktionen, zu unstrukturiert. Aber, und das ist neu, er durfte Eckstöße treten, erfolgreich sogar, zweimal verwertete Hinteregger seine Hereingaben. Weiter so.

So lala

Kevin Trapp: Erneut eine undankbare Partie für den Keeper, hielt, was er konnte, etwa gegen Coman (63.), musste dennoch fünfmal hinter sich greifen. Gibt bessere Abende.

Mijat Gacinovic: Deutlich agiler und aggressiver als Kamada, den er auf die Bank verdrängte. Insgesamt eine Belebung, nicht fußballerisch, aber er nervte die Bayern zumindest mal. Einmal zog er klugerweise gegen Neuer zurück, da hatte er sicher Nübels Kung-Fu-Tritt im Kopf. Hatte gar das 3:3 auf dem Fuß (68.), doch da scheiterte er, wie fast immer, einigermaßen kläglich im Abschluss.

Stefan Ilsanker: Wackerer Kämpfer, dieses Mal in der Innenverteidigung für den unpässlichen Kapitän Abraham, warf sich rein, zerrte und zupfte, am Ende aber verlor auch er zu oft die Orientierung.

Schwächelnd

Danny da Costa: Durfte seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder mittun, daher mit einigen Abstimmungsproblemen, zu Beginn sehr nervös. Mit dem einen oder anderen gelungenen Seitenwechsel. Muss sich erst wieder einfinden – wenn der Trainer ihn lässt.

Evan Ndicka: Nicht immer auf der Höhe, vieles ging ihm zu schnell. Die große Bolzen unterliefen ihm nicht, aber auch keine große Hilfe.

Timothy Chandler: Kam für Ndicka rein, gab auf der ungewohnten Position hinten links sein Bestes, auch wenn es nicht immer zum Besten gereichte. Versuchte einiges, wenig gelang.

André Silva: Sehr viel undankbarer geht es kaum, alleine auf weiter Flur, und dann noch auswärts bei den übermächtigen Bayern. Ließ sich zumindest nicht hängen, auch wenn er wenig Bälle hatte und wenig Produktives herauskam.

Gelson Fernandes: Nach langer Verletzungspause zurück, gleich als Kapitän aufgeboten. Lange Zeit quasi unsichtbar, dann mit der perfekten Vorlage zu Davies 2:4. Dumm gelaufen.

Almamy Touré: Man würde ihm mal ein beherzteres Einsteigen wünschen, beim 0:1 wieder mit Sicherheitsabstand, zu schläfrig und ungenau. Wackelte wie schon in den Wochen zuvor.

Filip Kostic: Völlig von der Rolle, nahm im Grunde nicht am Spiel teil, verhungerte am linken Flügel. Mit einer guten Einzelaktion: Sein fulminanter Schuss hätte ein Tor verdient gehabt – doch der Innenpfosten stand im Weg (83.). Symptomatisch irgendwie.

Zu spät gekommen

Djibril Sow, Daichi Kamada, Bas Dost, Erik Durm 

Von Ingo Durstewitz 

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