Zwei Gute: Die Torschützen Andre Silva und Bas Dost.
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Zwei Gute: Die Torschützen Andre Silva und Bas Dost.

DFB-Pokal

Einzelkritik: Eintracht Frankfurt muss gegen 1860 München mächtig zittern - Das „Klassenbuch“

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt müht sich beim Drittligisten 1860 München im DFB-Pokal eine Runde weiter. Die Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt ist eine Erstrunden-Blamage im DFB-Pokal erspart geblieben. Beim Drittligisten 1860 München aber mussten die Hessen mächtig zittern, von einer Überlegenheit war der Cup-Champion von 2018 weit entfernt. Die Bewertung der Spieler im „Klassenbuch“

Gut dabei

André Silva: Zweifelsfrei der Spieler mit dem größten Potenzial und der höchsten Güteklasse. Demonstrierte, beflügelt durch die Vertragsverlängerung, seine Stärke, war schon im matten ersten Durchgang der beste Frankfurter, ließ sich fallen, fintierte, legte ab. Machte das 1:0 per Kopf (51.), bereitete das 2:0 von Dost vor (56.), an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Gut so.

Martin Hinteregger: Mit packenden, zerrenden, rustikalen Duellen gegen Kleiderschrank Mölders. Löste das zumeist gut, und als er mal ein Luftloch schlug, da bügelte er seinen Fehler gleich wieder aus (14.). In der Spieleröffnung weiterhin steigerungsfähig.

Bas Dost: Wenig zu sehen, nicht so wirklich im Spiel. War dann aber zur Stelle, als er gebraucht wurde. Mit der Ablage zum 1:0 und dem Kopfballtreffer zum 2:0. Viel mehr kann man als Stürmer nicht erwarten, auch wenn sonst noch viel Luft nach oben ist.

Ganz okay

Sebastian Rode: Umtriebig wie eh und je, holt die Bälle ab, verteilt sie, klaut auch welche. Ab und an mit Abspielfehlern, bleibt bei dem Pensum wohl nicht aus.

Dominik Kohr: Hat sich ganz offenbar zum Ziel gesetzt, häufiger aufs Tor zu schießen, im ersten Abschnitt gleich mit vier Versuchen aus der Distanz, einer endete immerhin am Aluminium (18.). Mit dem vorletzten Pass vor der Führung, aber insgesamt auch mit einigem Leerlauf.

Evan Ndicka: Im Großen und Ganzen recht souverän, lief die Bälle manchmal lässig ab. Müsste das Spiel aber klarer und vor allem mutiger aufbauen, sollte sich mal ein paar flache, vertikale Pässe trauen.

So lala

Danny da Costa: Viel unterwegs, spielte fast Rechtsaußen, was bei der Dreierkette und Hütters Ausrichtung fast zwangsläufig und nicht neu ist. Aber: In seinen Aktionen zu überhastet und ungenau, gerade, wenn es ins letzte Drittel geht. Da müsste er mehr Ruhe und Präzision ins Spiel bringen.

Kevin Trapp: Irgendwie nicht auf voller Betriebstemperatur, mit ungewohnten Wacklern bei der Fußarbeit, sein Fehlpass hätte fast zum 0:1 geführt, doch Mölders traf nur den Pfosten (23.). Verschuldete den Elfer zum 1:2. Kann passieren. Mit guter Parade bei Abrahams seltsamen Kopfball aufs eigene Gehäuse (86.).

David Abraham: Fast mit einem Eigentor (siehe Trapp-Bewertung), das hätte er besser lösen müssen. Nicht so ganz auf der Höhe, in der Defensive nicht immer der große Souverän aus der letzten Phase der abgelaufenen Saison. Aber, klar, immer noch gut genug.

Djibril Sow: Brachte sich in den 25 Minuten, die er mittun durfte, ganz manierlich ein, ohne aber Akzente zu setzen. Lief, wie immer, viel, holte einen Freistoß gekonnt raus. Das war es dann schon.

Timothy Chandler: Nach seiner Einwechslung mit einem Rechtsschuss, der zwar schön im Bogen flog, aber viel zu lasch war (86.). Ansonsten konnte er am linken Flügel kaum mehr etwas bewegen, selten eingebunden.

Schwächelnd

Steven Zuber: Durchwachsenes Debüt für den Neuzugang, konnte sich am linken Flügel selten in Szene setzen. Ist ein guter Kicker, das sieht man, hat den Kopf oben, aber viel zu zögerlich, müsste mutiger sein. Kann Kostic nicht im Ansatz ersetzen, das war aber auch nicht zu erwarten.

Daichi Kamada: Wirkte nicht unbedingt gehemmt, aber auch nicht voller Esprit und Spielfreude. Sein Spiel war zu fehlerbehaftet, einige Ballverluste. Muss sich steigern, sollte drin sein.

Zu spät gekommen

A. Barkok, St. Ilsanker  (dur)

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