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Zwei der Besten: Torschütze Luka Jovic (re.) und Makoto Hasebe.

Klassenbuch Inter-Eintracht

Inter-Eintracht: Das Klassenbuch

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Eintracht Frankfurt liefert gegen Inter Mailand eine tadellosen Auftritt ab. 

Europa League, Inter Mailand gegen Eintracht Frankfurt. Die Wertung der Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Luka Jovic: Erste Chance, erstes Tor (6.). Ungeheuerlich, wie abgezockt dieser Bursche ist. Vor drei Wochen in Hannover ist er für einen misslungenen Lupfer noch gescholten worden, jetzt lupft er in der Europa League zum so wichtigen 1:0. Oft am Ball, immer anspielbar, beweglich. Und sucht jede Möglichkeit zum Abschluss. Chapeau.

Filip Kostic: Hatte früh die erste Chance (3.), seine Schuss wehrte Inter-Torwart Handanovic gerade noch ab, der Nachschuss von Haller ging an die Latte. Enorm viel unterwegs, seine Sprints an der Linie sind sehenswert.

Sebastian Rode: Großes Laufpensum, rieb sich auf in ständigen Zweikämpfen, bekam ganz schön viel ab. Klagte zwischenzeitlich über Magenprobleme, die merkte man ihm aber kaum an. Immer obenauf. Er ist derjenige, der im Mittelfeld die Fäden zieht.

Makoto Hasebe: Die Superlative gehen einem aus. Was soll man noch zu seiner Leistung sagen? Überragend. Ein Fels in der Brandung. Routiniert, eiskalt bis unter die Haarspitzen, mit klugem Spielaufbau. Wenn es nicht so abgedroschen klingen würde: Nie war er wertvoller als heute.

Martin Hinteregger: Noch so ein eiskalter Hund. Stoppte Perisic auf seiner Seite, ließ nichts anbrennen, spielte gute Bälle nach vorne. Und schlug im Notfall die Kugel halt mal auf die Tribüne. So muss ein Verteidiger sein.

Kevin Trapp: Mit einer sehr ansteckenden Ruhe im Tor. Hielt alles, was es zu halten gab. Sehr sicher, sehr souverän. Ließ sich auch durch tückische Flanken nicht beeindrucken, sicher bei Faustabwehren.

Ganz okay

Evan Ndicka: 19 Jahre alt und dann wieder so eine souveräne Partie. Im Hinspiel war er in der ersten Hälfte nervös gegen die großen Namen, in diesem Rückspiel hatte er allen Respekt abgelegt.

Sebastien Haller: Hätte schon nach drei Minute treffen können, doch da prallte sein Versuch an die Latte. Sehr bemüht, half hinten aus, stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Hatte Pech mit einem Abseitstor (22.). Scheiterte in der 55. Minute an Torwart Handanovic.

Danny da Costa: Rackerte am rechten Flügel, aber er kommt zurzeit nicht mehr ganz so oft durch. Er versucht alles, steht auf seiner Seite stabil, hält defensiv ordentlich dagegen.

So lala

Mijat Gacinovic: Hätte der Mann des Abends werden können, hätte mit zwei Toren die Eintracht fast allein ins Viertelfinale schießen könne. Aber er machte es nicht: Lief mal allein aufs Tor (39.), es kam nur ein Schüsslein heraus, dann entschloss er sich zu spät zum Schuss (57.). Musste dann leicht angeschlagen vom Platz.

Jetro Willems: Überraschend in der Startelf, das war nicht zu erwarten. Zog sich ganz ordentlich aus der Affäre, ohne zu glänzen. Traute sich was, schoss aufs Tor, aber mit großer Streuung. Wirkt oft phlegmatisch.

Jonathan de Guzman: Kam nach einer Stunde, hatte hauptsächlich Defensivarbeit zu verrichten und machte das solide.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

M. Stendera, G. Paciencia

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