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Eintrachts Teenager: Wenig will mehr

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Von: Ingo Durstewitz

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Erstes Jahr im Profifußball: Neuzugang Marcel Wenig (Mitte).
Erstes Jahr im Profifußball: Neuzugang Marcel Wenig (Mitte). © Imago

Der junge Mittelfeldspieler Marcel Wenig stellt sich bei Eintracht Frankfurt mit Manieren und Ambitionen vor.

Frankfurt ‒ Der Bursche hat Manieren, legt einen bemerkenswert souveränen Auftritt hin. Marcel Wenig, gerade erst 18 geworden, eröffnet die Presserunde im Stadtwald erst einmal mit einem herzlichen Grußwort: „Danke, dass ich hier sein darf“, sagt der neue Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt. Wohlerzogen ist er schon mal, der Youngster, in Nürnberg geboren, in München gereift. Vor zwei Monaten hat er sein Abitur gebaut, Notenschnitt 3,5. „Ich bin froh, es geschafft zu haben.“ Die Eltern legten Wert auf eine gute schulische Bildung.

Nun geht der 1,88-Meter-Mann seine ersten Schritte im Profifußball, nachdem er bei den Bayern in der A-Jugend spielte und der U23 und in zwei Testspielen auch bei den Profis. Die Gespräche mit den Eintracht-Verantwortlichen hätten ihn überzeugt, erzählt Wenig, er nennt seine Vorgesetzten „Herr Krösche“ und „Herr Glasner“, Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Oliver Glasner eben. Sie hätten ihm Perspektiven aufgezeigt.

Eintracht Frankfurt: Wenigs Fokus liegt auf dem Profiteam

Ob er ausschließlich für die Profis eingeplant ist, vermochte er nicht zu beantworten. Sehr wahrscheinlich ist, dass er sich seine Sporen zu Saisonbeginn in der neugeschaffenen U21 verdienen wird. Er nimmt es, wie es kommt. „Mein Fokus liegt erst mal voll auf der Vorbereitung mit den Profis. Ich will mich da anbieten, und dann werden wir sehen, was passiert. Ich will mich im Training beweisen, um Einsatzminuten zu bekommen.“

Er habe nicht das Gefühl, nicht mithalten zu können. „Ich finde, ich habe mich schnell integriert und mich auch an das Tempo und die Intensität gewöhnt.“ Am Dienstag wird er es beweisen können, dann bestreitet die Eintracht ein Testspiel beim Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg, Anstoß 18.30 Uhr.

Eintracht Frankfurt: Wenig sieht sich als ähnlichen Spielertypen wie Goretzka

In München hat er ja auch schon mit vielen Stars und Sternchen trainiert, von Bayern-Anführer Joshua Kimmich habe er sich etwa „den Siegeswillen“ abschauen können, von Leon Goretzka eher den sportlichen Teil. „Er ist eher mein Spielertyp, ein Box-to-Box-Spieler, ein Verbindungsspieler.“ So sieht er sich auch, Marcel Wenig, der am liebsten zentral spielt, am allerliebsten „auf der Acht“, da könne er seine Qualitäten einbringen, „den letzten Pass in die Tiefe spielen“.

Auch in Frankfurt hat er lebende Lehrbeispiele, Mario Götze, dem er als Zehnjähriger zugejubelt hatte, als dieser Deutschland zum WM-Titel schoss. Oder Makoto Hasebe, den Großmeister, 38, aber immer noch so fit wie ein 25-Jähriger ist: „Ich habe schon in der einen Woche gesehen, wie viel Makoto für sich selbst macht und wie sehr er auf seinen Körper achtet.“ Da hat einer ehrlichen Respekt. (Ingo Durstewitz)

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