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Spaß trotz Laufeinheit: Stürmer Vaclav Kadlec (li.) und Konditionstrainer Christian Kolodziej.
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Spaß trotz Laufeinheit: Stürmer Vaclav Kadlec (li.) und Konditionstrainer Christian Kolodziej.

Eintracht Frankfurt

Eintracht zieht die Zügel an

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der hessische Bundesligist arbeitet nun ganz bewusst an der Fitness und legt eine Mini-Vorbereitung ein. Für die Mannschaft von Armin Veh bleibt im Training der Ball außen vor.

Ganz zum Schluss lief Marco Russ dann ein ganzes Stück hinterher. 20, 25 Meter kam der Eintracht-Verteidiger nach Alexander Meier, Timothy Chandler und Stefan Aigner ins Ziel, viele Beobachter der intensiven Laufeinheit beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt fühlten sich gar an die legendären Laktattests des Brasilianers Caio erinnert, die der Hochveranlagte nie zu einem guten Ende bringen konnte. Doch bei Russ war der Fall anders gelagert. „Er war genau in der Zeit“, beschwichtigte Konditionstrainer Christian Kolodziej. „Die anderen waren zu schnell.“

Fünf, sechs Sekunden ist das vorneweglaufende Trio unter der vorgegebenen Zeit geblieben. „Da haben wir nur ein bisschen Spaß gemacht“, bestätigte Kapitän Meier. „Wir sind viel schneller gelaufen als wir sollten.“ Russ nahm es mit Humor.

„Alles im grünen Bereich“

Wenig humoristisch war die Einheit als solche. Zehnmal mussten die Eintracht-Profis in sehr ambitioniertem Tempo eine 300 Meter lange Strecke zurücklegen, nachdem sie zuvor schon im Kraftraum geschuftet hatten. Man muss deshalb gewiss kein Mitleid haben, Hochleistungssportler sollten in der Lage sein und sind es auch, eine körperliche Belastung im hohen Drehzahlbereich wegzustecken.

Die Spieler beklagten sich nicht, im Gegenteil. Alex Meier begrüßte die erhöhte Intensität im Training ausdrücklich. „Es ist wichtig, in dieser Woche den Schwerpunkt auf die Fitness zu legen. Das bringt einen weiter.“

Die Verantwortlichen haben die Länderspielpause ganz bewusst dazu genutzt, um „athletisch nachzulegen und eine Mini-Vorbereitung einzuschieben“, wie Kolodziej befindet. „Wir wollen diese sieben Tage nutzen.“ Bis zum Winter sei das dann sehr wahrscheinlich nicht mehr möglich. „Diese Zeit jetzt bietet sich an, wir wollten auch noch mal einen Reizpunkt setzen.“ Aus diesem Grund ist in dieser Woche kein zusätzliches Freundschaftsspiel eingeschoben worden, um Reservisten zu Spielpraxis zu verhelfen. Die Auffrischung körperlicher Grundlagen war dem Trainerteam wichtiger.

Das habe allerdings nichts damit zu tun, dass die Mannschaft, wie immer mal gemunkelt wird, nicht richtig fit sei. Gerade nach dem Hertha-Spiel und dem Einbruch in der zweiten Hälfte war diese Debatte aufgeflammt. Konditionstrainer Kolodziej schüttelt da nur mit dem Kopf. „Wir können uns gar nicht erklären, wie so eine Diskussion aufkommt“, sagt er. „Das ist doch Quatsch.“

Die Umfänge in der Vorbereitung seien in etwa so gewesen wie in der Vorsaison unter Thomas Schaaf, die Ausdauerwerte seien gut. „Das ist alles im grünen Bereich und so, wie wir uns das vorstellen.“ Auch in der Partie gegen die Hertha, als die Frankfurter rein optisch gesehen abgebaut haben, spreche die Statistik eine andere Sprache. „Fast alle Spieler sind in der zweiten Hälfte mehr gelaufen als in der ersten.“ Natürlich, räumt der 46-Jährige ein, eher passiv, also den Berlinern nachlaufend als selbst aktiv offensiv werdend. Aber das spiele ja in dieser nüchternen Bewertung der Zahlen erst einmal keine Rolle. Die Begegnung gegen Berlin sei sogar diejenige „mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit“ gewesen.

Auch in Ingolstadt sei es keine Frage der Physis gewesen. „Wir haben extra darauf hingewiesen, dass das ein Mentalitätsspiel wird“, sagt Kolodziej. „Aber wenn man sich die schlechten Zweikampfwerte in der zweiten Hälfte ansieht und fußballerisch schlecht ist, hat das hat nichts mit der Fitness zu tun.“

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