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Strenger Überwacher: Eintracht-Trainer Armin Veh (links) lässt seine Spieler spurten.
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Strenger Überwacher: Eintracht-Trainer Armin Veh (links) lässt seine Spieler spurten.

Eintracht Frankfurt

Eintracht will nicht anders spielen

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt rätseln manche auch über die Spielweise – der Trainer allerdings nicht: Armin Veh wird seine Leitlinie beibehalten.

In Zeiten, da es nicht so läuft wie geplant, kommt vieles auf den Prüfstand. Das liegt in der Natur des Sports, des Profisports sowieso, und deshalb wird auch beim etwas in Schieflage geratenen Bundesligisten Eintracht Frankfurt so einiges hinterfragt: die Fitness, die Form, die Aufstellung, die Ausrichtung, die Taktik und das System. Und überhaupt alles eigentlich.

Die Diskussionen werden zumeist mit einiger Hartnäckigkeit außerhalb des geschlossenen Eintracht-Kreises geführt, und das ist auch gut. Schließlich dürfen sich die Verantwortlichen nicht von Stimmungen, Meinungen oder Launenhaftigkeit leiten lassen. Sie müssen an ihre Kernkompetenz glauben, an ihre Analysen und Schlussfolgerungen überdies. Die müssen nicht immer richtig sein, aber diese Herangehensweise ist der einzig gangbare Weg für einen Bundesligisten und seine Entscheider, um einen klaren Kopf zu bewahren.

„Alternativlos ist nichts“

Trainer Armin Veh hat sich in den zurückliegenden Tagen schon eine ganze Menge Gedanken gemacht, was da schiefgelaufen ist in den zurückliegenden 135 Minuten gegen Berlin (in der zweiten Halbzeit) und in Ingolstadt (in beiden Durchgängen). So wirklich hat er es nicht begründen können. Man habe zu viele Spieler durchschleppen müssen, ja es waren gar einige Totalausfälle auf dem Platz, und dann wird es selbst bei einem Aufsteiger schwer, zu bestehen. Und die rechte Einstellung hat Veh bei seinen Spielern ebenfalls vermisst.

Und jetzt ist der 54-Jährige auch noch gefragt worden, ob denn die Spielweise der Eintracht für ihn alternativlos sei. Das mag vordergründig eine etwas platte und den Ergebnissen geschuldete Einlassung sein, doch man muss ja auch sehen: Wenn die Spielweise auf Ballkontrolle und Passsicherheit fußt, die Mannschaft zurzeit aber – aus welchen Gründen auch immer – weder die Hoheit über den Ball noch über ihre Zuspiele besitzt, dann stellt sich ja schon die Sinnfrage.

„Alternativlos ist nichts“, antwortete Veh. „Ich muss Dinge machen, die Sinn machen. Ich kenne die Mannschaft, die wir beisammen haben. Und deshalb wird es weiter so gemacht, wie es in meinen Augen Sinn macht. Anders spielen, das wollen wir nicht.“

Natürlich sei es einfacher, keine eigene Philosophie oder eine Identität entwickeln zu wollen. Es ist sicherlich nicht so schwierig, auf zweite Bälle zu gehen oder auf wildes Gegenpressing zu setzen, womöglich, weil vorher schon ein absichtlicher Fehlpass gespielt wurde. Vielleicht ist das sogar ein gangbarer, erfolgversprechender Stil, ein schöner bestimmt nicht. Und es ist nicht der Weg, den Armin Veh einschlagen will. Dafür ist ihm seine Mannschaft zu spielstark, selbst wenn man das jetzt nicht immer sieht, was aber auch daran liegen könnte, dass Marc Stendera, Makoto Hasebe und Stefan Aigner viel zu unstet in ihren Leistungen sind.

Veh wird seine Leitlinie beibehalten. „Umstellen auf Verteidigung ist nicht schwer“, sagt er. „Nur Verteidigen, das können wir auch.“ Und vielleicht komme man auch mal wieder in so eine Situation, so wie in seinem letzten halben Jahr in Frankfurt, als er sich selbst untreu wurde und von seiner Spielidee abwich, um die Mannschaft in der Klasse zu halten. „So spielen wie Ingolstadt, das würden wir hinkriegen“, sagt Veh. Aber seine Mannschaft sei eine, die Fußball spielen will und kann – sie sollte es vielleicht mal wieder zeigen.

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