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Eintracht-Vorstand Hellmann: 2022 als „unglaublicher Dauerrush“

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Von: Niklas Kirk

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Axel Hellmann
Axel Hellmann, Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG. © Arne Dedert/dpa

Im vereinseigenen Podcast „Eintracht vom Main“ zieht Axel Hellmann Bilanz über ein „bewegendes Jahr“ und wagt Prognosen für kommende Aufgaben.

Frankfurt – Um das Jahr 2022 Revue passieren lassen zu können, müsse für Axel Hellmann erstmal der Christbaum richtig leuchten, denn seit Mai befinde ich sich Eintracht Frankfurt in einem „unglaublichen Dauerrush“. Im vereinseigenen Podcast „Eintracht vom Main“ blickt Hellmann unter anderem auf die sportlichen Erfolge und die im Frühjahr noch spürbaren Herausforderungen der Corona-Pandemie zurück. Aber auch über die vielfältigen Aufgaben für 2023 vom Duell mit Napoli bis zum Thema Nachhaltigkeit.

So lagen die Herausforderungen für die Eintracht im Frühjahr – wie auch überall anders im Zuschauersport – in der Umstellung der Spieltagsorganisation auf Vollauslastung der Stadien. Musste man sich bis März noch mit Einschränkungen begnügen, sorgte die Aufhebung aller Maßnahmen dafür, dass die Abläufe von der Kartenkontrolle bis zum Bierstand, die zunächst „eingerostet“ waren, erstmal wieder „heißlaufen“ mussten.

Eintracht-Vorstandschef Hellmann: „Erfolg nicht zulasten der Basis“

Da Hellmann jemand ist, der die Entwicklung der Eintracht über einen langen Zeitraum selbst erfahren hatte, konnte der sportliche Zenit im Mai mit dem Gewinn der Europa-League in Kontrast zur Eintracht in Zeiten maroder Infrastruktur und leerer Kassen gesetzt werden. Trotz des Erfolgs und der damit zwangsläufigen Ausrichtung des Tagesgeschäfts auf monetäre Gewinne betonte Hellmann, dass es seiner Ansicht nach gelungen sei, die Besinnung auf die Wurzeln nicht zu verlieren. Generell würde ihm die Vergangenheit der Klubs hier und da zu schlecht dargestellt. Auch in Zukunft soll die Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit, für den gewünschten Erfolg „nie zulasten der Basis“ erfolgen, oder dem Verlust der Authentizität geopfert werden. 

Thematisch daran anknüpfend ging es auch um das geplante Trainingslager der Eintracht in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dieses verteidigt Hellmann, auch wenn die Kritik für ihn verständlich sei. Laut ihm ginge es „darum, die Mannschaft auf die Rückrunde vorzubereiten, unter den für den Sport besten Voraussetzungen.“ Er könne nachvollziehen, wenn dies – ähnlich wie die Trainingsreisen des FC Bayern nach Katar – kritisch gesehen wird.

Eintracht Frankfurt: Hellmann will Neapel 90 Minuten Druck von den Rängen machen

Sportlich gut vorbereitet wird Eintracht Frankfurt auch für das Viertelfinale des Champions-League sein müssen. Dort wartet der SSC Neapel, in der heimischen Serie A nach 15 Partien zur Winterpause immer noch ungeschlagen, der Gegner, den Hellmann selbst nicht wollte. Hierzu schätzt er ein: „Wenn wir eine Chance haben wollen, Neapel zu schlagen, geht das nur, wenn sie 90 Minuten Druck von den Rängen bekommen. Dass sie gestresst sind und wir sie so zu Fehlern zwingen und unsere eigene Mannschaft damit stärker machen.“ Letztlich sei er überzeugt, dass die Mannschaft von Oliver Glasner weiterkommen wird.

Auch für Hellmann persönlich geht es nach diesem ereignisreichen Jahr turbulent weiter. Angesprochen auf seine neue Interimsrolle bei der DFL, hält sich die Arbeitsbelastung für die Tätigkeit bisher scheinbar noch in Grenzen: „Ich bin seit August im Präsidium, habe seitdem ein Tag pro Woche mit DFL-Themen zugebracht. Jetzt kommt noch ein weiterer dazu. Das macht den Kohl langfristig nicht fett, auch wenn es schon eine Belastung ist.“ Generell seien Interimslösungen aus Frankfurt prädestiniert, sie sitzen lediglich auf der anderen Seite des Mains, die DFL Zentrale ist gut erreichbar.

Eintracht Frankfurt: 2023 mit Blick auf Nachhaltigkeitsthemen

Neben der sportlichen Entwicklung sieht Hellmann für seine Eintracht im Jahr 2023 auch die Nachhaltigkeit als eine der Kernthemen für den Klub. Wie in Privathaushalten, kann sich auch ein Klub mit großem Stadion nicht den Gedanken um Energie-Effizienz und Mobilität entziehen, so Hellmann. Zwar könne die Mannschaft „mit dem Zug zu einem Champions-League-Spiel fahren“, aber dennoch soll es „Anpassungen der Geschäftspolitik“ geben. (nki)

Unterdessen blickt das FR-Zwischenzeugnis auf die Hinrunde von Ansgar Knauff und die Frage, ob dieser durch seine Leistungen im Main zu halten sein wird.

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