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Fredi Bobic: „Man gewinnt den Eindruck, dass sich die internationale Fußballelite absetzen will.“

Eintracht Frankfurt

Bobic spricht sich gegen Super League aus

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic kritisiert Pläne für neue Wettbewerbe.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat die Gedankenspiele über die Einführung einer neuen Super League im Fußball kritisiert. „Man gewinnt den Eindruck, dass sich die internationale Fußballelite absetzen will. Das gefällt mir nicht, was ich da lese und höre. Das ist undurchsichtig, da geht es zu viel um Politik und Geschäft“, sagte er „Zeit online“ (Mittwoch). „Wir von den Clubs aus der zweiten Reihe werden wenig gefragt, wenn die Verbände in Hinterzimmern entscheiden“, kritisierte Bobic.

Geärgert hat Bobic sich über die Reaktion des FC Bayern auf die Pläne des Weltverbandes FIFA zur Reform der Club-WM. Zunächst hatte der Rekordmeister dagegen protestiert, später hatte Präsident Uli Hoeneß den Beschluss begrüßt: „Man muss zu einer Sache stehen. Sie erst kritisieren und am Ende doch mitmachen, wäre nicht meine Sache“, sagte Bobic.

Obwohl die Frankfurter vergangene Saison den DFB-Pokal gewonnen haben und ins Halbfinale der Europa League eingezogen sind, schätzt Bobic die Chancen auf den Titel in der Bundesliga auf absehbare Zeit als gering ein: „Der FC Bayern profitiert von einem so großen wirtschaftlichen Vorsprung, dass ihm Fehler verziehen werden. Und dem Management des FC Bayern sind ja zuletzt einige Fehler unterlaufen.“ (dpa)

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