Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auf ihn ist stets Verlass: Makoto Hasebe, 37, tut dem Eintracht-Spiel noch immer gut. imago images
+
Auf ihn ist stets Verlass: Makoto Hasebe, 37, tut dem Eintracht-Spiel noch immer gut.

SGE

Eintracht Frankfurt: Makoto Hasebe macht die Mannschaft besser

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Trainer Glasner will mit Eintracht Frankfurt den Gruppensieg in der Europa League klarmachen - und sich damit einen Wunsch erfüllen.

Frankfurt - SGE-Trainer Oliver Glasner kann es kaum erwarten wieder ein vollwertiger Fußballlehrer zu sein, nicht mehr nur einer, der seine Mannschaft im Kinosaal des neuen Frankfurter Proficamps zusammenruft und dort auf die Talente und Anfälligkeiten gegnerischer Fußballer vorbereitet, der seinen Spielern nicht mehr nur am Bildschirm bedeutet, wie und wohin sie sich auf dem Rasen bitte tunlichst zu bewegen haben, sondern einer, der endlich auch wieder im Schatten der Haupttribüne das Ding mit dem Ball schulen kann. Ja, darauf freut sich Oliver Glasner ganz, ganz dolle. „Zu Beginn des neuen Jahres haben wir deutlich mehr gemeinsame Trainingszeit, das wird uns gut tun“, sagte der Trainer unlängst im Gespräch mit der FR.

Es ist dieser Tage und Wochen so, dass sich die Fußballmannschaft von Eintracht Frankfurt lediglich von Spiel zu Spiel hangelt, Liga, Europapokal, Liga, Bundesligapause samt Abwesenheit der halben Truppe, Liga, Europapokal, dazwischen viel Erholung und ab und an mal eine Standardeinheit, das war’s. Fußballerische Fortschritte sind somit nur schwer zu erzielen, und wenn sie denn dann doch kommen wie zuletzt beim 2:0-Erfolg in Freiburg, sind sie doch eher auf Willen, Einstellung, gutes Zuhören bei der verbalen Einweisung zurückzuführen. Dazu gesellt sich gewiss auch ein wenig das gestiegene Selbstvertrauen mit zwei (glücklichen) Siegen im Rücken.

Eintracht Frankfurt: Winterpause bis 8. Januar

Die angesprochene Trainingszeit also wird nach Glasners Hoffnung die Eintracht-Truppe auf ein spielerisch höheres Niveau heben. Die Bundesliga wird dann zwar nach einem Weihnachtspäuschen bereits wieder am 8. Januar gegen Dortmund beginnen, danach geht’s aber für die Frankfurter vorwiegend bis Mitte Februar erst mal im Wochenrhythmus weiter - oder sogar länger.

Siegen die Frankfurter am Donnerstag (21 Uhr/RTL) im Europa-League-Heimspiel gegen den Tabellenletzten Royal Antwerpen, sichern sie sich Platz eins in der Gruppe und überspringen damit die erste K.o.-Runde Mitte Februar. Sie müssten dann erst am 10. und 17. März im Achtelfinale ran, würden sich also drei weitere trainingsintensive Wochen erspielen. Übrigens: Trennen sich Piräus und Istanbul im Parallelspiel remis, ist die Eintracht sicher Erster. Er sei felsenfest davon überzeugt, sagt Glasner, „dass wir auch mit diesem Kader unser Offensivspiel deutlich verbessern können und werden.“ Einzige Voraussetzung: Oliver Glasner als vollwertiger Fußballlehrer.

Eintracht Frankfurt: 37 für Hasebe nur eine Zahl

Ein sicherer Gruppensieg hätte zudem noch die positive Wirkung, dass den Frankfurtern das abschließende Gastspiel in Istanbul am 9. Dezember ziemlich schnuppe sein könnte. Klar, man müsste hinfahren an den Bosporus, könnte aber wohl den Schongang fürs darauffolgende Bundesligaduell gegen Leverkusen einlegen. Und dann wäre da noch der finanzielle Aspekt: 1,1 Millionen Euro bringt der Gruppensieg, Rang zwei mit 550 000 nur die Hälfte. Weitere 1,2 Millionen Euro gibt’s für die Teilnahme am Achtelfinale, vorerst nur 500 000 Euro für jene in der K.o.-Runde. Da könnte sich also auch ein kleiner Puffer für personelle Verstärkungen im Winter ersiegt werden. Aber das nur nebenbei.

Es dürfte also davon auszugehen sein, dass Glasner das Antwerpen-Spiel ernst nehmen, dass er das darauffolgende Ligaspiel am Sonntag gegen Union Berlin zwar bereits selbst im Hinterkopf haben wird, den Fokus der Spieler davon aber gewiss wegrücken will. Natürlich, mit einem weiteren Dreier in der Liga könnte der durchwachsene Saisonstart schon fast vergessen gemacht werden, könnten sich die Frankfurter endgültig ins sichere Tabellenmittelfeld der Bundesliga befördern, aber in diesem Fall gilt wohl eher: Eins nach dem Anderen.

Eintracht Frankfurt: Glasner wird rotieren

Dass Glasner im bevorstehenden Spieledoppel personell rotieren wird, ist zwar wahrscheinlich, dürfte sich aber in einem eher dezenten Maße abspielen. So hat zum Beispiel der in Freiburg leicht angeschlagen fehlende Martin Hinteregger das Üben wieder aufgenommen und dürfte für die Antwerpen-Partie eine Option sein, wenngleich sein Vertreter Makoto Hasebe im Breisgau mal wieder eindrucksvoll bewies, dass die 37 auch nur eine Zahl ist. Der Altmeister spielte stark, unterstrich einmal mehr den Wert für das Team, vor allem für einen flüssigeren Spielaufbau. 64-mal war Hasebe am Ball, deutlich häufiger als die Mittelfeldleute Djibril Sow (41) und Kristijan Jakic (50). Er, dessen Vetrag am Saisonende ausläuft und der derzeit am Trainerschein werkelt (welch Wohltat für manch kommenden Lehrling Hasebes), riss das Spiel komplett an sich.

Durch Hasebe auf dem Liberoposten ändert sich die ganze Struktur im hessischen Spiel, da wird häufiger flach und steil nach vorne gespielt als ohne ihn. In diesem Metier ist Hinteregger schlicht schlechter, er hat dagegen klare Vorteile im direkten Zweikampfduell und im Kopfballspiel.

Gerade gegen Michael Frey, den Antwerpener Sturmhüne, könnte dies wiederum von Vorteil sein. Einerseits. Andererseits zeigte Hasebe nach seinem zuvor länger gefristeten Bankdasein im Hinspiel in Belgien - damals verzichtete Royal auf Frey in der Startelf - eine famose Leistung. (Daniel Schmitt)

Das Europa League-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Royal Antwerpen können Sie live im TV und im Live-Stream sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare