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Auf dem Weg zur Tribüne: Adi Hütter im Spiel gegen Mailand.

Eintracht-Trainer Adi Hütter

Hütter für Mailand gesperrt

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    Ingo Durstewitz
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Beim Spiel gegen Inter Mailand wurde Eintracht-Trainer Adi Hütter vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt - das hat Folgen.

Um die Mittagszeit hatte Adi Hütter noch die Hoffnung, glimpflich davon zu kommen. „Ich hoffe, es gibt keine Sperre, mein Verhalten war nicht entschuldbar, aber ich habe niemanden verletzt und niemanden beleidigt“, sagte der Frankfurter Trainer am Freitag auf der obligatorischen Spieltagspressekonferenz. Doch Pustekuchen. Die Uefa-Regularien sind unnachgiebig und lassen keinen Interpretationsspielraum zu. Der 49-Jährige wird für seine Verbannung auf die Tribüne im Achtelfinalhinspiel gegen Inter Mailand (0:0) bestraft werden: Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in San Siro wird Hütter seine Mannschaft nicht von der Bank aus betreuen dürfen, er ist für diese Partie als aktiver Coach gesperrt.

Das ist natürlich keine gute Nachricht für Eintracht Frankfurt. Ausgerechnet im wichtigsten Spiel des Jahres ohne den Chef am Spielfeldrand antreten zu müssen, ist suboptimal. Aber nicht zu ändern. Bei der Uefa zieht ein Verweis des Trainers auf die Tribüne automatisch eine Sperre für ein Spiel nach sich. Die Eintracht und Adi Hütter waren davon vom Verband allerdings nicht in Kenntnis gesetzt worden, weshalb der Fußballlehrer um die Mittagszeit auch noch auf Milde hoffte.

Das letzte Mal ist Adi Hütter vor acht Jahren als Coach des SCR Altach auf die Tribüne geschickt worden. Danach hatte er sich vorgenommen, seine Außendarstellung zu überprüfen und zu ändern. „In meinen Anfangstagen war ich sicher zu emotional, das war mir in der Retrospektive selbst unangenehm“, sagte er der FR. Und weiter: „Ich würde niemals wie ein Hampelmann an der Seitenauslinie rumturnen. Was soll das bringen? Das macht die Spieler nur nervös. Ich habe es als Spieler selbst nicht gemocht, wenn da mein Trainer wie ein Rumpelstilzchen abgegangen ist.“

Am Donnerstag sind mit ihm die Gäule durchgegangen, nach einem nicht geahndeten Foul an Sebastien Haller und dem damit ausgebliebenen Elfmeterpfiff trat er mit voller Wucht gegen eine Plastikflasche, die zerbrach. Hinterher entschuldigte sich der Trainer. „Diese Bilder haben mir nicht gefallen, das macht man nicht, das gehört sich nicht.“ Genutzt hat ihm die aufrichtige Entschuldigung letztlich nichts.

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