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Eintracht-Coach Adi Hütter.

Eintracht Frankfurt

Eintracht-Coach Hütter: Müssen besser spielen

Erst der Rückschlag in der Europa League und nun auch noch die erste Ligapleite in diesem Jahr: Das abrupte Ende ihres Höhenflugs kommt für Eintracht Frankfurt höchst ungelegen.

Die bittere Liga-Pleite gegen den FC Augsburg war bei Eintracht Frankfurt schnell abgehakt. Schon wenige Minuten nach dem Abpfiff richtete sich der Blick nach vorn auf den Showdown mit Benfica Lissabon, bei dem die Hessen den Einzug ins Halbfinale der Europa League doch noch perfekt machen wollen. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir so schnell wie möglich die Köpfe frei bekommen und bessere Leistungen zeigen“, sagte Trainer Adi Hütter vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den portugiesischen Rekordmeister am Donnerstag.

Nach 15 ungeschlagenen Spielen im Europapokal und in der Bundesliga ist die Erfolgsserie der Frankfurter mit zuletzt zwei Niederlagen gerissen. Wie schon bei der 2:4-Pleite in Lissabon hatte sich die Eintracht das 1:3 gegen Augsburg selbst zuzuschreiben. „Wir sind selber Schuld“, sagte Hütter nach dem Spiel. Sein Team habe zu viele Fehler gemacht, die man sonst nicht gewohnt sei, monierte der Coach.

Dabei hatte die Eintracht fast unbeeindruckt von der Europa-League-Pleite begonnen. Goncalo Paciencia brachte die Hessen sogar früh in Führung – doch die Beine wurden zusehends schwerer. „Da waren viele Aktionen, wo wir einen Schritt zu spät waren, wo wir die Fifty-Fifty-Bälle verloren haben, auch kein Spielglück hatten“, sagte Sebastian Rode.

Durch einen Doppelpack von Augsburgs Stürmer Marco Richter gerieten die Hessen noch vor der Pause ins Hintertreffen. Als Schiedsrichter Bastian Dankert dann noch Eintracht-Kapitän Gelson Fernandes kurz nach Wiederanpfiff wegen wiederholten Foulspiels vom Platz stellte, wurden die Kräfte der Frankfurter zusätzlich strapaziert.

Der Kommentar: Geht der Eintracht die Luft aus?

Wie schon in Lissabon liefen die Gastgeber in Unterzahl vergeblich einem Rückstand hinterher und gingen durch den Treffer von Michael Gregoritsch endgültig K.o. „Dann fehlen am Ende auch ein paar Körner, um dann so ein Ding zu drehen“, sagte Rode. Als „sehr, sehr unnötig“ bezeichnete Hütter den erneuten Platzverweis. „Wir müssen einfach aufpassen, dass wir in Zukunft zu elft fertig spielen“, mahnte er.

Neben dem zunehmenden Kräfteverschleiß plagen den Eintracht-Coach vor dem Rückspiel gegen Lissabon auch Verletzungssorgen. Abwehrstratege Martin Hinteregger zog sich gegen Augsburg eine Blessur am Oberschenkel zu. Ob der 25 Jahre alte Österreicher rechtzeitig bis Donnerstag wieder fit sein wird, ist fraqlich. „Ich hoffe, es ist nur eine Verhärtung“, sagte Hütter. Evan Ndicka muss auf jeden Fall zuschauen. Er fehlt wegen seiner Rotsperre aus dem Hinspiel.

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Auch auf Stürmer Sebastien Haller muss die Eintracht wohl weiterhin verzichten. Es sei sehr schwer eine Prognose zu ihm abzugeben, sagte der Trainer. Dafür könnte der kopfballstarke Paciencia, der in den letzten beiden Eintracht-Spielen traf, erneut gefordert sein.

Auch am Matchplan wollen die Hessen noch ein bisschen schrauben. „Donnerstag müssen wir natürlich mindestens zwei Tore schießen, deswegen müssen wir mit ein bisschen mehr Risiko spielen“, forderte Makoto Hasebe. Auch Rode versprach ein „anderes Gesicht“ zu zeigen und gab sich kämpferisch: „Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen, so dass es auch zum Weiterkommen reichen wird.“ (dpa)

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