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Eintracht-Chefcoach Glasner und Sportchef Krösche im Gespräch
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Netter Plausch: Chefcoach Glasner und Sportchef Krösche.

Testspiel

Niederlage gegen Wehen Wiesbaden – Eintracht-Trainer Glasner: „Nicht das Gelbe vom Ei“

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Trainer Oliver Glasner vermeidet nach der Niederlage im Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden harte Kritik, hätte sich aber doch etwas anderes erhofft.

Frankfurt – Auf die verwegene Idee kam Filip Kostic auch noch selbst. Unter der Woche hatte der serbische Nationalspieler seinen Trainer Oliver Glasner darum gebeten, ihn mal als linkes Glied der Viererabwehrkette zu testen. „Okay, probieren wir es mal“, antwortete der Österreicher und übte das System im Training ein. Nach der verdienten 1:3 (1:0)-Niederlage von Eintracht Frankfurt gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden im ersten Testspiel der Vorbereitung bilanzierte der 46-Jährige trocken: „In dieser Formation werden wir wahrscheinlich nicht mehr so oft auflaufen.“ Oder, besser: nie mehr.

Das sollte keine Kritik an Kostic sein, der sich redlich Mühe gab, seine Seite dichtzuhalten, was auf Kosten des Drangs nach vorne ging. Nein, es war eine realistische Einschätzung, und natürlich wird Filip Kostic in diesem Leben keine Dauerlösung als reiner Linksverteidiger einer Viererkette. Dafür ist er offensiv zu stark und zu wertvoll.

Eintracht Frankfurt mit Schlappe gegen Wehen Wiesbaden

Die Erkenntnisse nach der Schlappe gegen den hessischen Nachbarn halten sich in engen Grenzen. Dazu war die Mannschaft einfach zu heterogen und bunt gemischt. Waren im ersten Abschnitt zumindest noch einige etablierte Kräfte dabei, spielte nach dem Seitenwechsel eine mit fünf Profis (Timothy Chandler, Chrstiopher Lenz, Goncalo Paciencia, Dejan Joveljic, Diant Ramaj) aufgestockte Jugendmannschaft. Fast zwangsläufig, dass der Drittligist die Eintracht-Führung durch einen Strafstoß von Aymen Barkok (33.) durch Treffer von Kevin Lankford und Amin Farouk (52./72.) noch drehte. Es war ein Spiel ohne Aussagekraft, ein Muster ohne Wert. Coach Glasner wollte daher, wie er sagte, auch nicht zu kritisch sein. „Wir hatten zehn Spieler dabei, die zum ersten Mal für die Eintracht aufliefen, und sieben, acht, die das erste Mal überhaupt Erwachsenenfußball gespielt haben.“ Zudem sei die vergangene Trainingswoche sehr intensiv und kräftezehrend gewesen.

Und doch hätte sich Glasner, der auf die angeschlagenen Sebastian Rode, Amin Younes und Erik Durm sowie den 17-jährigen Fabio Blanco (fehlende Spielerlaubnis) verzichten musste, ein bisschen mehr erhofft. „Wir haben noch deutlich Luft nach oben, das war nicht das Gelbe vom Ei.“ Auch Neuzugang Christopher Lenz mäkelte sehr vernehmlich: „Wir müssen in jeder Hinsicht zulegen.“

Eintracht Frankfurt: Standortbestimmung gegen Wiesbaden

In beachtlicher Frühform präsentierte sich mal wieder Jungspund Makoto Hasebe mit 37 Lenzen, ansonsten wusste noch Ali Akman nach verhaltenem Beginn in Ansätzen zu überzeugen. Der 19-Jährige holt auch den Elfmeter heraus. „Er hat einen guten ersten Kontakt, gutes Spielverständnis. Er ist ein Spieler mit Potenzial“, urteilte Glasner, ohne das überbewerten zu wollen. „Das war jetzt das erste Spiel.“ Beim jungen Türken wird die Zeit zeigen, ob er Chancen auf einen Platz hat oder besser ausgeliehen werden soll.

Steigern muss sich auf jeden Fall Olympia-Fahrer Ragnar Ache im Sturm, auch Barkok, Chandler, Joveljic und Paciencia sollten zulegen – selbst wenn nach der ersten Schnupperwoche klar sei, dass „nicht alles funktionieren kann“ (Glasner). Sonst würde auch irgendetwas nicht stimmen.

Für die Eintracht stehen in den nächsten Wochen noch weitere Testspiele an.

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