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Mal wieder eine starke Leistung: Makoto Hasebe.

Einzelkritik 

Eintracht auf Schalke: Das Klassenbuch

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    Ingo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt gewinnt erneut. Die Bewertung der Eintracht-Akteure im FR-Klassenbuch.

Gut dabei

Makoto Hasebe: Nie war er so wertvoll wie heute, führt die Mannschaft an, absoluter Chef im Ring. Trieb das Team zum Schluss nach vorne, initiierte die Angriffe von hinten. Mit den meisten Ballkontakten (83), 65 seiner 67 Pässe kamen an. Tadellos.

Gelson Fernandes: Stiebitzte vielleicht noch mal ein paar Bälle mehr als sonst, Stabilisator und Abräumer. Das fiel umso mehr auf, weil sein kongenialer Partner Rode fehlte. Lief am meisten aller Spieler auf dem Feld, 12,18 Kilometer, gewann die meisten Zweikämpfe, 22. Unverzichtbar.

Ganz okay

Filip Kostic: An beiden Toren direkt beteiligt, beim ersten mit einem schönen Pass auf Rebic, beim zweiten mit seinem Schuss, den Caligiuri mit der Hand blockte. 73 Ballkontakte, mehr als jeder Schalker, mit sechs Flanken, mehr als jeder andere. Marschiert einfach immer weiter. Aber über weite Strecken auch gut aus dem Spiel genommen.

Martin Hinteregger: Mit einem frechen Versuch von der Mittellinie, den Nübel gerade so parieren konnte. Anfangs sehr sicher und abgeklärt, dann checkte ihn Serdar überhart (25.). Anschließend mit Schwindelanfällen, musste nach 38 Minuten raus. Vielleicht unterlief ihm deshalb das unnötige Foul an Embolo, das zum Freistoß und zum 1:1 führte.

Ante Rebic: Mit einem Zaubertor zum 1:0, technisch erstklassig. War sehr aktiv, wollte etwas reißen, permanent unterwegs, leider gelang ihm nicht so viel. Hätte trotzdem noch einen Elfer bekommen müssen, weshalb Schiri Stegemann ihn nicht gab, wird er nicht mal selbst wissen.

Luka Jovic: Ganz am Anfang präsent, da scheiterte er nach 140 Sekunden am stark parierenden Torwart Nübel. Und ganz zum Schluss: Nagelte nach 99 Minuten den Ball aus elf Metern unter die Latte. Kalt wie eine Hundeschnauze, ohne Nerven. Ein astreiner Torjäger.

Evan Ndicka: Abgeklärt ohne Ende, aufmerksam und umsichtig. Von den Schalkern aber nicht gefordert.

So lala

Goncalo Paciencia: Mit ihm kam erst mal neuer Schwung, technisch stark, wie er die Bälle verarbeitete und sich Freiräume schaffte. Aber dann oft zu unpräzise – und eigensinnig. Drei völlig sinnfreie Schüsse aus der Distanz, die nicht den Hauch von Gefahr heraufbeschworen. Wurde dafür gar von dem einen oder anderen Mitspieler gerüffelt.

David Abraham: Mit Anpassungsschwierigkeiten, und viel zu vielen langen Schlägen. Die sollte er sich abgewöhnen. Fand im zweiten Abschnitt besser in die Partie, spielte da sogar ab und an flach nach vorne.

Kevin Trapp: Wirkte nicht so sicher wie sonst, sah beim 1:1 zumindest unglücklich aus, ließ später noch einen Schuss von Serdar abprallen. Kann mal passieren.

Danny da Costa: Nicht so dominant, nicht so durchschlagend, obwohl Oczipka sicher keiner Widerpart zum Fürchten ist. Bereitete die frühe Chance von Jovic mustergültig vor.

Schwächelnd

Jetro Willems: Viele Fehlpässe, sinnfreie Dribblings in zwei Gegner hinein. Insgesamt zu unrund, verschnörkelt und fehlerhaft. So reicht das nicht.

Jonathan de Guzman: Physisch und gedanklich viel zu langsam, vertändelte so manchen Ball, ließ sich die Kugel förmlich abluchsen. Ohne Bindung, ohne Power – zu Recht ausgetauscht.

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