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Eintracht Frankfurts Finanzvorstand Axel Hellmann.

Eintracht Frankfurt

Eintracht plant mit sechs Millionen Verlust

SGE-Finanzvorstand Axel Hellmann hat die Bilanz der Eintracht für die am Sonntag startende Saison vorgestellt. Die Frankfurter rechnen mit mit einem Verlust von sechs Millionen Euro. Demgegenüber steht die wirtschaftlich erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt rechnet in der kommenden Saison mit Verlusten in Höhe von rund sechs Millionen Euro. Die abgelaufene Spielzeit war dank der Teilnahme der Eintracht an der UEFA Europa League die wirtschaftlich erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte. Im Vergleich dazu fallen im Finanzplan der Hessen rund 14 Millionen Euro aus der Europa League weg. Außerdem kalkuliert die Eintracht zudem ohne jegliche Einnahmen aus dem DFB-Pokal. Im Ticketing und Marketing sind die Wachstumsgrenzen erreicht.

„Eintracht Frankfurt ist wirtschaftlich gesund und schuldenfrei. Wir haben unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in den letzten beiden Jahren deutlich erhöht“, sagte Finanzvorstand Axel Hellmann am Mittwoch. Der hessische Fußball-Bundesligist verzeichnete in der Spielzeit 2013/14 mit 99 Millionen Euro einen Rekord-Umsatz und erzielte mit neun Millionen Euro den bisher größten Gewinn. Das Eigenkapital wurde dadurch zum 30. Juni 2014 von drei auf zwölf Millionen Euro angehoben. Der Umsatz im internationalen Wettbewerb belief sich auf 14 Millionen Euro, rund sieben Millionen Euro betrug der Gewinn.

Die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sei „gut“, allerdings mit der Einschränkung, dass der Wettbewerb durch Kapitalisierungsmaßnahmen durch Dritte verzerrt werde. „Ich glaube, dass diese Kapitalisierungsmaßnahmen für die Liga nicht gesund sind“, sagte Hellmann mit Blick auf die finanzkräftigen Unterstützer bei einigen Bundesligaklubs: „Das ist kein Jammern und kein Kritisieren. Persönlich halte ich das für ungesund.“

Insgesamt plant Frankfurt mit einem Personaletat in Höhe von 34 Millionen Euro (Vorjahr: 31 Millionen). Dem Gesamtumsatz in Höhe von 81 Millionen Euro (99 Millionen) solle laut Plan ein Aufwand in Höhe von 87 Millionen Euro (90 Millionen) gegenüber stehen. Mit den Personalkosten für den Lizenzspielkader, die von 31 auf 34 Millionen Euro stiegen, sei die Eintracht im „unteren Mittelfeld“ der Bundesligavereine, sagte Hellmann, der Expansionsmöglichkeiten vor allem im Ausland sieht.

„Ich glaube, dass wir hier Unternehmen haben, für die der Weltmarkt entscheidend ist“, sagte er: „Der deutsche Fußball hat ein unglaubliches Ansehen.“ Weitere Pläne werde Hellmann aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verraten. So gut wie sicher sei aber ein erneutes Winter-Trainingslager in Abu Dhabi/Vereinigten Arabischen Emirate. (sid/dpa)

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