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Eintracht-Offensive wirbelt in Bremen: Die Einzelkritik

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Von: Thomas Kilchenstein, Daniel Schmitt

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Zufriedene Frankfurter.
Zufriedene Frankfurter. © dpa

Beim 4:3-Sieg in Bremen beeindruckt die Eintracht mit vielen gute Offensivaktionen. Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Randal Kolo Muani: Eine Augenweide, der Stürmer. Sortierte sich in einer sehr guten Frankfurter Offensive noch mal ein Regal obendrüber ein. Quasi an jeder Angriffsaktion beteiligt. Das 1:0 von Götze vorbereitet, das 2:2 nach furiosem Dribbling selbst erzielt, beim 4:2 der vorletzte Pass. Eine Wucht dieser Typ, der ja abseits des Platzes ein ruhiger Kerl ist. Sieht man ihn dann Fußball spielen, ist das kaum vorstellbar.

Mario Götze: Nach zwei Minuten mit seinem ersten Saisontor, gekonnte Ballannahme, super Schusstechnik. Kluge Pässe wie bei der Entstehung des 2:2, sogar gelungene Grätschen zwischendurch. Als Zehner hinter Kolo Muani bestens aufgehoben, da kann er sich mal fallen lassen ins Mittelfeld, dann wieder hineinschleichen in die Spitze. Oft gefoult, stand immer wieder auf.

Daichi Kamada: Stand Kolo Muani und Götze in nichts nach, war sofort drin in der Partie. Erster gefährlicher Kopfball nach 90 Sekunden. Geschmeidig wie eh und je, bereitete das 2:2 von Kolo Muani vor, auch später das 4:2 von Sow. Wunderbare Spielfreude, so macht Fußball Spaß.

Sebastian Rode: Vorne natürlich nicht so oft zugegen wie die zuvor genannten Kollegen, dennoch mit wichtigen Impulsen, mit den ersten. Leitete viele Angriffe mit Ballgewinnen oder klugen Steilpässen ein, bereitete Lindströms 3:2 direkt vor. Ein guter Auftritt des Käpt’n.

Ganz okay

Djibril Sow: Das Ende einer Traumkombination veredelte er zum 4:2. Ein tolles Tor in allerbester Alex-Meier-Manier, mit der Innenseite überlegt und stramm in den Winkel. Leistete ansonsten seinen Dienst vor der Abwehr ab, nicht immer fehlerfrei, trotzdem sehr ordentlich.

Jesper Lindström: Erst das bekannte Bild, das Lindströmsche Nervenflattern, als er allein vorm Tor den Keeper anschoss (27.). Ließ sich davon aber nicht beirren, die zweite Möglichkeit nutzte er (39.) - und wie, eiskalt über den Torhüter gelupft. Umtriebig, mutig.

Kevin Trapp: Hat die für ihn persönlich ereignisreiche Woche routiniert weggesteckt, war ihm nicht anzumerken. Bei den Gegentreffern ohne Chance, mit einer herausragenden Parade beim Schuss von Weiser (38.). Verzögerte einmal das Spiel, gab Gelb.

Luca Pellegrini: Fix und fertig nach einer knappen Stunde, deutete sich bereits im Training an. Pumpt da einfach mehr als die Kameraden. Dennoch: erneut ein ordentlicher Auftritt. Verteidigt solide, traut sich ab und an die Wege nach vorne zu.

Christopher Lenz: Kam wie gegen Köln für den ausgepowerten Pellegrini, führte sich gut ein mit einem sehenswerten Flankenwechsel. Resolut in den Zweikämpfen.

So lala

Kristijan Jakic: Deutlicher defensiver als Pellegrini auf der anderen Seite, was nicht schlecht sein muss. Sollten nicht alle nach vorne rennen. Im zweiten Spiel als Rechtsverteidiger hinten gut dabei, nach vorne mit zu vielen Fehlpässe und Fehlentscheidungen.

Tuta: Pennte vor zweiten Bremer Treffer, ließ da den 15 Zentimeter kleineren Bittencourt unbedrängt einköpfen. Schwamm mit der gesamten Frankfurter Abwehr in Hälfte eins ab und an mit. Nach dem Seitenwechsel stabiler.

Evan Ndicka: Legte dem Ex-Frankfurter Jung den Ball recht leichtfertig vor die Füße, der ließ sich nicht zweimal bitten, das zwischenzeitliche 1:1. Verursachte den späten Elfmeter zum 3:4, konnte er im Grunde nichts dafür, nun ja. Dazwischen zweikampfstark.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

T. Chandler, A. Knauff , L. Alario, R. Borré . dani/kil

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