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Tanja Pawollek, Sophia Kleinherne und Laura Freigang.

Trainingsauftakt

Eintracht-Luft atmen

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Die Frankfurter Fußballerinnen bestreiten ihren Trainingsauftakt. Siegfried Dietrich wird Generalbevollmächtigter der Eintracht AG.

Es wird eine völlig neue Umgebung sein, wenn sich Tanja Pawollek, Sophia Kleinherne oder Laura Freigang am heutigen Samstagnachmittag zum Trainingsauftakt versammeln. Die Stützen vom 1. FFC Frankfurt sollen auch die Säulen sein, seit das gesamte Konstrukt am 1. Juli unter das Dach von Eintracht Frankfurt geführt worden ist. Die erste Einheit unter Cheftrainer Niko Arnautis wird nun an jenem Ort an der Frankfurter Arena abgehalten, der bis dato immer den Eintracht-Männern vorbehalten war.

„Wir wollen tief die Eintracht-Luft atmen“, sagt Manager Siegfried Dietrich zum ersten Termin, der Bilder mit entsprechender Symbolik liefern soll: In neuen Trainingskleidern mit Adler-Logo im Schatten der Arena zu trainieren, zeigt ja auch, dass die Frauen nun fester Bestandteil des Profibetriebs sind. Passend dazu, ist Dietrich offiziell zum Generalbevollmächtigten der Eintracht Frankfurt Fußball AG ernannt worden. Er soll sich gemeinsam mit Sportvorstand Fredi Bobic um die „strategische Ausrichtung und Entwicklung des Frauenfußballs in der AG“ kümmern, teilte die Eintracht mit. Zu seinen Aufgaben zähle „neben dem Synergien-Austausch in die Eintracht-Welten auch das Schnittstellenmanagement zu den Verbänden und Sponsoren“. Gleichzeitig nennt sich der 63-Jährige auch Sportdirektor Frauen. Zusammen mit seiner Funktion als Vorsitzender des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen sollen seine Verbindungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Medien der Eintracht nutzen.

Selbstredend möchte er die Eintracht zu einem Vorreiter für andere Klubs entwickeln, wenn es darum geht, Frauen- wie Männerfußball auf Spitzenniveau zu fördern. Doch die Zeiten sind vorbei, dass ein bisschen Geld aus der Portokasse reicht, um in der Frauen-Bundesliga vorne mitzuspielen. Beim VfL Wolfsburg und FC Bayern wird davon ausgegangen, dass deren Frauen-Abteilungen zwischen vier und fünf Millionen Euro jährlich kosten. Eine Summe, die für Eintracht Frankfurt noch utopisch erscheint. Wichtiges Signal daher, dass der Trikotsponsor der ersten Stunde (Lotto Hessen) für drei Jahre verlängert hat. Zudem wird der entwicklungsfähige Kader ordentlich verstärkt. Mit Nationaltorhüterin Merle Frohms (SC Freiburg) und Torjägerin Lara Prasnikar (Turbine Potsdam) kommen zwei Topkräfte, dazu haben die österreichische Nationalspielerin Virgina Kirchberger (SC Freiburg) und das Bayern-Talent Leonie Köster Arbeitsverträge unterschrieben.

Die Personalplanungen sind damit nicht abgeschlossen. „Wir schauen uns weiter auf dem Markt um“, sagt Dietrich. Womöglich ist die Verpflichtung einer US-amerikanischen Nationalspielerin wie einst Ali Krieger eingedenk der Internationalisierungsbestrebungen der Eintracht interessant (die FR berichtete). Visionär Dietrich ist es allerdings wichtig, „dass wir uns bodenständig weiterentwickeln.“ Großspurige Kampfansagen werden daher zum Trainingsauftakt eher nicht ertönen.

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