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Luka Jovic: Noch in Frankfurt.

Luka Jovic

Luka Jovics Rückkehr nach Lissabon

Auch in Lissabon ist Luka Jovic der Hoffnungsträger der Eintracht. Er will beweisen, dass es ein großer Fehler von Benfica war, ihn abzugeben.

Für die Annehmlichkeiten in der alten Heimat wird Luka Jovic diesmal keine Zeit haben. Zwar würde der Angreifer, den angeblich halb Europa jagt, ganz bestimmt auch seinen Teamkollegen von Eintracht Frankfurt gerne die schönsten Flecken Lissabons zeigen. Die Dienstreise an den Atlantik ist für die Hessen aber zu wichtig, um die Ortskenntnisse ihres Hoffnungsträgers auszunutzen.

Der hatte Ende März bei seinem letzten Ausflug nach Portugal noch mit dem serbischen Nationalteam den Zoo besucht, Delfine gestreichelt, die Zeit genossen. Nun gilt die volle Konzentration dem Duell mit dem Ex – Benfica Lissabon. „Als Luka den Gegner erfahren hat“, sagte Trainer Adi Hütter, „konnte man gleich seine Freude sehen. Dort zu spielen, wo man es nicht geschafft hat, ist eine zusätzliche Motivation.“

Am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und DAZN) kommt es im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League nun zu diesem kuriosen Wiedersehen. Denn Jovic, der in der Fußball-Bundesliga mit 17 Treffern den zweiten Rang der Torjägerliste belegt, ist vertraglich eigentlich noch an den portugiesischen Rekordmeister gebunden. Die Eintracht wird die vereinbarte Kaufoption allerdings ziehen – und den 21-Jährigen direkt wieder verkaufen?

Bayern München soll Interesse an einer Verpflichtung gezeigt haben, noch größer aber ist dieses angeblich beim FC Barcelona und Real Madrid. „Ich bin nicht sein Manager, aber meiner Meinung nach hat er auf jeden Fall das Potenzial, bei einem solchen Klub zu spielen“, äußerte unlängst Serbiens Nationaltrainer Mladen Krstajic.

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Vor allem, weil Jovic in den vergangenen Monaten noch einmal einen gewaltigen Leistungsschub erfahren hat und sein Selbstbewusstsein mit jedem weiteren Treffer anzuwachsen scheint.

Als er am vergangenen Samstag das Punktspiel bei Schalke 04 mit einem verwandelten Handelfmeter in der neunten Minute der Nachspielzeit entschied, „habe ich gehört, dass er das Netz fast kaputtgeschossen hat“, sagte Torhüter Kevin Trapp. Er konnte vor Aufregung schlichtweg nicht hinschauen.

Dabei war die Angst völlig unbegründet gewesen, denn „ich vertraue meinen Schüssen. Egal ob in der fünften oder der 95. Minute“, sagte Jovic. Tatsächlich gehört die Abgezockheit zu seinen größten Qualitäten, für Trainer Adi Hütter ist er „ein Goalgetter mit Punch“.

Das hatte sich Jovic „mit sehr viel Arbeit“ in der Heimat bei Roter Stern Belgrad angeeignet. 2016 folgte dann der Wechsel zu Benfica, wo der geplante Aufbau zum Weltstar gründlich misslang – nach zwei Jahren standen nur zwei Spiele ohne Treffer zu Buche. Ein Wechsel war die logische Konsequenz und entpuppte sich für die Eintracht als Glücksgriff.

Seit seiner Ankunft am Main trifft Jovic in der Bundesliga statistisch gesehen alle 108 Minuten. Noch effektiver war in der Historie bislang lediglich ein gewisser Gerd Müller (105 Minuten). „Wenn Luka den Ball hat“, sagte Teamkollege Martin Hinteregger treffend, „dann passiert zu 99 Prozent etwas Exzellentes“. (sid)

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