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Auch mit bald 37 noch immer eine Klasse für sich: Makoto Hasebe (links).

Makoto Hasebe

Die Konstanz in Person

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt freut sich auf seine vielleicht letzte Profisaison - und einen Rat für Landsmann Daichi Kamada hat er auch parat.

Für seinen sportlichen Ziehsohn hatte der Altmeister natürlich auch einen Rat übrig. Er solle doch lieber noch lange in Frankfurt bleiben, sagte Makoto Hasebe am Dienstag auf einer Pressekonferenz und meinte damit seinen japanischen Landsmann Daichi Kamada. Der Spielmacher von Eintracht Frankfurt zögert zurzeit ja noch ein wenig mit seiner Vertragsverlängerung beim hessischen Bundesligisten, kommenden Sommer könnte er den Klub ablösefrei verlassen. So ganz kann Hasebe das nicht verstehen. Denn in seinen Auge habe Kamada auch in der vergangenen Saison „nicht konstant genug gespielt“, erst wenn er seine guten Leistungen über ein Jahr bestätigen könne, solle er sich Gedanken über eine Zukunft bei einem größeren Verein machen. „Wenn er hier bleibt, wäre es die beste Entscheidung für ihn. Ich denke, dass er bald unterschreibt.“

Makoto Hasebe selbst ist ja scheinbar in einen Jungbrunnen gefallen, er altert irgendwie nicht, ist nun mit 36 Jahren und fast acht Monaten der älteste aktuelle Bundesligaprofi. „Das macht mich sehr stolz“, sagt der Altmeister, die Konstanz in Person, die fürs Eintracht-Spiel noch immer unersetzlich ist. Er könne sich vorstellen, dass diese Saison seine letzte in der Bundesliga ist, auch wenn er noch immer „hungrig“ sei. „Wenn du zufrieden bist, solltest du aufhören.“

Frankfurt als zweite Heimat für Makoto Hasebe

Er beschäftigt sich schon jetzt mit der Zeit nach seiner Karriere, seit Juli arbeitet er als Markenbotschafter für die Eintracht, ab Oktober hat er sich für einen Online-Trainerlehrgang eingeschrieben. Nach der Laufbahn will er in Deutschland, wahrscheinlich in Frankfurt, bleiben, „das ist meine zweite Heimat, hier ist mein Standort“.

Aber diese, vielleicht letzte Saison will er in vollen Zügen genießen, und aufs Altenteil möchte er sich nicht begeben. „Ich muss mich beweisen und um meinen Platz kämpfen“, sagt er, und auch wenn er heute mehr Zeit zur Regeneration benötige als vor ein paar Jahren, so will er nicht freiwillig zurückstehen: „Ich bin frisch und will immer spielen.“ Natürlich traut es sich der alte Hase zu, denn: „Ich habe in meinem Leben immer alles für den Fußball gegeben.“ Das wird sich jetzt, da er auf die Zielgerade einbiegt, nicht ändern.

Unterdessen meldete sich nun auch der potenzielle Eintracht-Neuzugang Ajdan Hrustic in einem Interview zu Wort, er will sich zwischen den Frankfurtern und dem 1. FC Köln entscheiden. Simon Falette soll, und das ist bekannt, dagegen die Eintracht verlassen. Er wird nun bei Zweitligist Hannover 96 gehandelt.

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