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Eintracht-Klassenbuch: Trapp patzt, Borré unsichtbar

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Da greifst du dir an den Kopf: Selbst Kevin Trapp, sonst immer einer der Besten, patzt gegen Wolfsburg.
Da greifst du dir an den Kopf: Selbst Kevin Trapp, sonst immer einer der Besten, patzt gegen Wolfsburg. © dpa

Eintracht Frankfurt enttäuscht beim 0:1 gegen den VfL Wolfsburg auf ganzer Linie: Die FR-Einzelkritik der Spieler.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Kristijan Jakic: Endlich wieder defensiv im Mittelfeld unterwegs, da blühte der Wadenbeißer förmlich auf. Was er tat, war klug, sogar seine Pässe kamen oft an. Und er war es, der den einzigen gefährlichen Schuss aufs Wolfsburger Tor abgab. Der hätte einen Treffer verdient, sein Kracher klatschte vom Innenpfosten zurück ins Feld (39.). Schade.

Evan Ndicka: Hielt seine Abwehr weitgehend zusammen. War auch nicht schwer angesichts kompletter Wolfsburger Harmlosigkeit. Zum bitteren Ende ganz vorne, wartete vergebens auf Flanken. Aber auch er im Querpass-Wahn.

So lala

Ansgar Knauff: Spielte rechter Verteidiger in der Viererabwehrreihe, das war überraschend. Aber der Junge, zuletzt außer Form, schlug sich gegen Brekalo achtbar, machte seine Seite zu, ließ nichts anbrennen. Und wollte was bewegen, bot sich immer wieder an. Zumindest in Halbzeit eins. Danach dann deutlich fahriger und hektischer.

Mario Götze: Zwei, drei hübsche Aktionen, er kann ja kicken. Aber er bekam das Spiel nicht in den Griff, konnte ihm keinen Stempel aufdrücken. Genau das wäre aber wichtig gewesen, weil sein Partner Kamada auch nicht zündete.

Randal Kolo Muani: Der Einzige, der wenigstens einen Hauch von Torgefahr versprühte, machte, tat und ackerte. Marschierte einmal in der ersten Halbzeit durch halb Wolfsburg, konnte nur durch ein Foul gebremst werden. War auf dem rechten Flügel falsch aufgehoben, da ist er zu weit weg vom Tor. Fällt zu leicht und wälzt sich. Sollte er lassen.

Djibril Sow: Na ja, musste Räume zulaufen, absichern, dazwischen gehen, das tat er. Darunter litt sein Spiel nach vorne. Auch er mit zu vielen Sicherheitsbällen. Bekam immerhin als Einziger ein kleines Lob von Trainer Glasner. Auch hinterher ein Freund klarer Worte.

Tuta: Spielte gefühlt 120 Bälle auf seinen zehn Meter neben ihm postierten Nebenmann Ndicka. Verschleppte dadurch das Spiel, nahm viel zu häufig das Tempo aus dem Spiel. War das seine taktische Vorgabe? Defensiv kaum gefordert, das hatte er im Griff.

Schwächelnd

Luca Pellegrini: Schoss einen Freistoß hinters Tor, warf falsch ein, ließ einen leichten Ball unter die Sohle durchrutschen. Spielte zudem arg affektiert und aufgesetzt, viel Show ist immer dabei. Brauchte unendlich lange, um die Ecken auszuführen. Freilich gelang ihm auch das eine oder andere. Und: Er hielt 90 Minuten durch. Immerhin.

Rafael Borré: Eine einzige halbwegs gelungene Aktion, sein Schuss aus spitzem Winkel (36.) zischte über die Latte, ansonsten ein Schwachpunkt. Kaum Impulse, keine Torgefahr. Wird so schnell wohl nicht mehr spielen.

Kevin Trapp: Sehr selten taucht der Torwart in dieser Kategorie auf, dieses Mal schon: Das Gegentor (60.) geht auf seine Kappe, er wollte sich die Ecke von Brekalo schnappen, kam im Pulk nicht an den Ball, Lacroix köpfte ein. Ärgerlich. Zumal der Keeper bis dahin zweimal klasse auf dem Posten war. Einmal noch im Glück, da sah er noch mal schlecht aus – der VfL-Treffer zählte aber nicht.

Daichi Kamada: Bemüht, aber kaum etwas gelang dem Japaner. Verdaddelte manchen Ball, brachte kaum Ideen ein. Schoss einmal aus unmöglichem Winkel aufs Tor statt quer zu spielen. Ein schwaches Spiel ist ihm aber auch mal nachzusehen.

Jesper Lindström: Kam, als das Spiel komplett zerfahren war. Eine halbe Stunde drin, ohne eine Aktion zu haben. Zu wenig.

Lucas Alario: Ohne Bindung, ohne Ballkontakt, und doch versuchte er sich kurz vor Schluss an einem Fallrückzieher. Ging natürlich schief. Kein Wunder, dass er nur auf der Bank sitzt.

Zu spät gekommen

Faride Alidou. kil/dur

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