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Könnte sich verändern, vielleicht zurück in die mexikanische Heimat? Marco Fabian.
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Könnte sich verändern, vielleicht zurück in die mexikanische Heimat? Marco Fabian.

Eintracht-Kader

Auf dem Eintracht-Karussell

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die FR nimmt den Frankfurter Kader unter die Lupe: Wer sollte gehen, wer bleiben und wer noch kommen?

Am kommenden Mittwoch bittet der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter seine Spieler erstmals auf den Trainingsplatz am Stadion. Die Mannschaft wird bis dahin noch nicht komplett sein, sie wird ihr Gesicht noch verändern. Fünf, sechs Akteure sollen den Frankfurter Bundesligisten verlassen, genauso viele neue noch anheuern. Die FR beleuchtet die einzelnen Mannschaftsteile und zeigt an, wo es Veränderungen geben sollte. 

Das Tor: Im dänischen Nationaltorwart Frederik Rönnow hat die Eintracht einen Nachfolger für Lukas Hradecky geholt, 2,5 Millionen Euro überwiesen die Hessen an Bröndby Kopenhagen. Der 25-Jährige tritt in große Fußstapfen, doch Experten sind sich sicher, dass Rönnow sie wird ausfüllen können. Als Ersatz hat der Klub Felix Wiedwald aus Leeds zurückgeholt, der 28-Jährige hatte sich schon damals als Vertreter von Kevin Trapp einen guten Namen gemacht. Als Nummer zwei ein zuverlässiger Keeper, sein Problem: Ihm fehlt die Konstanz. Jan Zimmermann wird ins dritte Glied rücken, doch der kluge 33-Jährige ist ein guter Typ, wichtig fürs Binnenklima. 

Die Abwehr: Die Außenverteidigerpositionen sind ordentlich bis gut besetzt, rechts hinten duellieren sich Danny da Costa und Timothy Chandler, der auch auf der anderen Seite aushelfen kann, zuletzt unter Niko Kovac aber etwas ins Hintertreffen geraten war. Links ist Jetro Willems gesetzt, der 24-Jährige hatte sich im Saisonendspurt unverzichtbar gemacht. Das Kraftpaket könnte aufgrund seiner technischen Fähigkeiten und seiner guten Übersicht übrigens auch problemlos im Mittelfeld spielen.

Taleb Tawatha sollte sich dringend verändern, der Israeli konnte sich auch in zwei Jahren nicht durchsetzen, ist in Frankfurt nie angekommen. Dann müsste die Eintracht noch einen zusätzlichen Linksfuß holen – außer die Sportliche Leitung traut Deji Beyreuther den Sprung zu. Der 18-Jährige, bis 2021 gebunden, ist der Einzige der jungen Spieler, der überhaupt eine kleine Chance hat, häufiger mal reinzuschnuppern. Sein großer Pluspunkt: Er ist pfeilschnell. Der neue Trainer Adi Hütter mag flinke Spieler.

In der Innenverteidigung muss noch ein neuer Spieler kommen, um eine verlässliche Deckung aufbieten zu können. Zurzeit wäre das Duo David Abraham und Carlos Salcedo gesetzt. Der Mexikaner könnte aber vielleicht sogar noch wechseln, wenn ein unmoralisches Angebot reinflattern würde. Simon Falette indes darf gehen, aber wohin? Ob sich für den fußballerisch minderbemittelten Franzosen ein Abnehmer findet, scheint eher zweifelhaft. Marco Russ, der alte Haudegen, ist ein verlässlicher Backup. Insgesamt noch ausbaufähig, die zentrale Abwehrkette.  

Das Mittelfeld: Die Eintracht braucht einen gute Ersatz für Omar Mascarell, der sich erwartungsgemäß Schalke 04 anschlossen hat. Die Ablöse liegt bei etwas mehr als zehn Millionen Euro, die S04 an Real Madrid überweisen wird, das den Spieler für vier Millionen Euro von der Eintracht zurückgekauft hat. Der Abgang ist keine Überraschung, der Revierklub war sich mit dem Spanier schon länger einig, nach FR-Informationen wird der 25-Jährige auf Schalke in vier Jahren knapp 25 Millionen Euro verdienen. Für die Eintracht nicht mal ansatzweise zu stemmen.

Die Frankfurter haben ihrerseits die Fühler nach einem Hinterbänkler von Real Madrid ausgestreckt. Ansonsten konkurrieren Kevin-Prince Boateng, Makoto Hasebe, Jonathan de Guzman und auch Mijat Gacinovic um die Plätze. 

Gelson Fernandes ist höchstens als Lückenfüller eingeplant, Marijan Cavar braucht noch Zeit. Marc Stendera und Daichi Kamada sollten den Verein verlassen, notfalls auf Leihbasis. Für sie wird es auch unter Hütter schwer. 

Und Marco Fabian? Die Eintracht sollte den nur noch ein Jahr gebundenen Mexikaner abgeben und schauen, vielleicht noch vier, fünf Millionen Euro zu erzielen. So viel hatten die Frankfurter vor zweieinhalb Jahren an Deportivo Guadalajara gezahlt und das ist auch jetzt noch allemal drin. In seiner Heimat gibt es einen Markt für den fast 29-Jährigen. Die Eintracht müsste dann einen schlagkräftigen Ersatzmann holen, Geld ist vorhanden, er dürfte ruhig, sieben, acht, neun Millionen Euro kosten. Vielleicht sollte der Klub auch seine Bemühungen um einen echten Spielmacher intensivieren, manch einer im Verein träumt von einem richtigen „Zehner“. Doch ob ein klassischer Regisseur bei Adi Hütter eine Chance hätte? 

Der Angriff: Luka Jovic und Sebastien Haller werden sich einen Zweikampf um die Stelle im Sturmzentrum liefern. Der Serbe Jovic durfte beim 0:2 gegen Brasilien sogar 120 Sekunden bei der WM mitmachen, aber leider hat er keinen Ball mehr berührt. Ein bisschen mehr Spielzeit hätte Mladen Krstajic dem Rohdiamanten ruhig zugestehen können, merkwürdige Entscheidung des Nationaltrainers. Jovic müsste die Nase vorn haben, bringt sicher mehr Potenzial und Veranlagung als Haller mit, der aber in der Vorsaison auch ordentlich netzen konnte. Mindestens einen zentralen Stürmer müssen die Frankfurter nach dem Abgang von Alex Meier noch holen.  Branimir Hrgota sollte schleunigst das Weite suchen, sehr verwunderlich aber, was der „Kicker“ berichtet: Demnach wollte sich der Schwede bei Hannover 96 Einsatzgarantien zusichern lassen. Auch dies: merkwürdig. Hrgota sollte froh sein, dass sich überhaupt ein Bundesligist für seine Dienste interessiert.

Auf den Außenbahnen müssten für beide Seiten noch Spieler kommen, um in Konkurrenz zum linken Läufer Ante Rebic (wenn er denn bleibt) und Nicolai Müller (rechts) zu treten. Schnell sollten sie sein, denn Adi Hütter steht auf Tempo. Das hat Danny Blum zwar, leider bringt er sonst zu wenig mit, um sich in der Bundesliga durchzusetzen. Klarer Fall von: besser abgehen.

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