Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

SGE

Eintracht Frankfurt: Für den Erfolg benötigt die SGE aktuell gar keine Fans

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
    schließen

So wie Eintracht Frankfurt derzeit auftritt, benötigt sie zusätzliche Unterstützung von den Rängen gar nicht unbedingt. Ein Kommentar.

  • Eintracht Frankfurt begeistert gegen den FC Bayern München.
  • Adi Hütter ist begeistert von seiner Mannschaft.
  • Für ihren Erfolg benötigt die SGE momentan gar keine Unterstützung von den Rängen.

Frankfurt - Wahrscheinlich hat Adi Hütter Recht, wahrscheinlich wäre tatsächlich „das Dach weggeflogen“ am Samstag nach dem fast schon epochalen Sieg der Eintracht über die Sixpack-Bayern, wenn das Stadion da überhaupt noch gestanden hätte. Das hätte der sogenannte zwölfte Mann vermutlich schon abgebaut, als vor einigen Wochen Kapitän David Abraham tränenreich verabschiedet wurde und Luka Jovic zurückgekehrt war. Mit zwei Toren vor dem berühmt-berüchtigten einstigen G-Block. Es wär ein Festtag gewesen im Waldstadion, Spektakel mit schöner Choreo inklusive.

Eintracht Frankfurt: Gespenstische Stille im Stadion

Es ist tatsächlich ein Trauerspiel. Da spielt Eintracht Frankfurt gerade die Sterne vom Himmel, schwingt sich aktuell zur besten Mannschaft der Liga auf, verzückt die Massen (an den Bildschirmen), bekommt regelmäßig wahre Füllhörner an Lob und Preis ausgeschüttet - und in den Stadien herrscht gespenstische Stille. Das ist schade, sehr schade. Einerseits.

Andererseits muss man - ein wenig provokativ - konstatieren: So wie Eintracht Frankfurt derzeit auftritt, mit diesem hohen spieltechnischen Niveau, mit dieser Selbstverständlichkeit, ja Leichtigkeit, auch mit diesem Selbstvertrauen, benötigt sie zusätzliche Unterstützung von den Rängen gar nicht unbedingt. Diese Eintracht, die momentan so stark an die glorreichen Zeiten der Yeboahs, Beins, Okochas, Möllers und an Fußball 2000 erinnert, diese Eintracht spielt aus sich heraus, entwickelt aus eigener Qualität diese Dominanz und Überlegenheit.

Kein Mensch da im Stadion (außer Manuel Neuer) - doch die Eintracht-Spieler stört es nicht.

Das ist ein bisschen der Unterschied zu den früheren Saisons, als Eintracht Frankfurt, vornehmlich mit der Büffelherde, über Wucht und Power kam. Da war die Macht der Tribüne, gerade in den Europa-League-Partien, eine zusätzliche, dringend erforderliche Schubkraft - selbst wenn sie zuweilen zu übermütigen Offensivaktionen verführen konnte.

Eintracht Frankfurt: Der mentale Druck von der Tribüne ist weg

Dem Fußball fehlt derzeit die Emotionalität, die Passion, die Tränen, es fehlt Erregung und Hingabe - leidenschaftliche Gefühle sind einer neuen Nüchternheit und Rationalität gewichen. Mit dem Ergebnis: Der Bessere gewinnt noch häufiger, Partien ohne Publikum sind ein Nachteil für die Kleinen, die lautstarken Input von außen brauchen, und ein weiterer Vorteil für die Großen. Der mentale Druck von der Tribüne ist weg.

Wenn nicht alles täuscht, kommen die Geisterspiele den Frankfurtern mehr zupass als dass sie sich negativ auswirken. Das ist vordergründig überraschend, war anfangs anders vermutet worden. Gerade, weil sich die Eintracht wie nur wenige andere Klubs über ihre Fans definiert.

Schön ist das bei aller Nüchternheit nicht - und in der Champions League müssten die Hessen allemal auf die Tribüne zurückgreifen. Da sind die anderen nämlich meistens besser.

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare