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Alles im Blick: Axel Hellmann (re.) und Wolfgang Steubing.
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Alles im Blick: Axel Hellmann (re.) und Wolfgang Steubing.

Eintracht Frankfurt

Eintracht auf der Jagd

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Vorstand Axel Hellmann über die TV-Tabelle und Internationalität. Die wirtschaftlichen Parameter der Frankfurter Eintracht schätzt der Finanzexperte vielversprechend ein.

Axel Hellmann, der Finanzchef der Eintracht, überkommt ein gutes Gefühl, wenn er der Frankfurter Fußballmannschaft beim Training in Österreich zuschaut. Die gelöste Stimmung, die konzentrierte Arbeit, die fußballerische Qualität – all das überzeugt den Hobbykicker mit der starken linken Klebe: „Das lässt sich ziemlich gut an.“

Natürlich ist der Sport nicht sein primäres Thema, die Aufgabe des Finanzvorstandes ist es, den Boden zu bereiten, auf dem die Sportliche Leitung sich austoben kann. Und die wirtschaftlichen Parameter schätzt Hellmann vielversprechend ein. „Wir haben eine positive Perspektive für diese Saison und die nächste“, sagt er. Den Lizenzspieleretat beziffert er auf 38 Millionen Euro, wahrscheinlich wird er aber noch etwas steigen und erstmals die 40-Millionen-Marke knacken.

Denn bekannt ist ja, dass mindestens noch zwei Spieler zur Eintracht stoßen werden. Ein Torwart, der womöglich noch ins Trainingslager reisen soll, und ein Linksaußen. Das wird wohl kein gestandener Profi sein, eher ein junger Mann mit Potenzial, das es auszuschöpfen gilt.

Eigenkapital soll steigen

Die Frankfurter wollen seriös wirtschaften, so soll ein Teil der fast zehn Millionen Euro Einnahmen für den nach Paris verkauften Torwart Kevin Trapp zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet werden. „Die Erlöse sollen eine gesunde Reserve bilden“, bekundet der 43-Jährige. Der Klub strebt zukünftig eine Eigenkapital-Größe von acht bis zehn Millionen an, um Rücklagen zu haben, falls man mal eine Dürreperiode überbrücken müsste.

Im Hinblick auf die neue Saison ist Hellmann auch deshalb frohgemut, weil die Eintracht in der TV-Tabelle Boden gut gemacht und die Möglichkeit hat, noch mehr Terrain zu gewinnen. Die Frankfurter starten laut Hellmann auf Platz zehneinhalb – liegen punktgleich mit Hannover 96. Die Niedersachsen sind daher der schärfste Konkurrent auf diesem Segment, zudem könne die Eintracht, die in Reichweite vor ihr liegenden Kontrahenten aus Mainz und Hoffenheim, abfangen.

Jeder Tabellenplatz im TV-Klassement bringt bares Geld, pro Rang 1,25 Millionen Euro. „Die Steigchancen sind höher als die Fallrisiken“, sagt Hellmann. Diese Aussicht hat die Verantwortlichen dazu bewogen, sich bei der Budgetierung der Mannschaft „bis an die maximalen Möglichkeiten zu bewegen“.

Neue Trikots sind der Renner

Auch aus dem internationalen Fernsehtopf schöpft der Verein durch die Teilnahme an der Europa-League 2013/2014 ordentliche Einnahmen. Zu dem Sockelbetrag von 2,5 Millionen erhält die Eintracht für den Zeitraum von fünf Jahren noch mal etwa 2,8 Millionen Euro per annum. „Deshalb“, sagt Hellmann, „wäre es wichtig, innerhalb der nächsten drei Jahren noch mal international zu spielen.“

Der Internationalität komme ohnehin große Bedeutung zu. Dort lasse sich „die größte Wertsteigerung für den deutschen Fußball“ erzielen. Man müsse an der „Sichtbarkeit der Klubs“ im Ausland arbeiten, „da müssen wir mitspielen, das ist nicht nur eine Angelegenheit der Bayern“.

Die Eintracht orientiert sich zurzeit klar nach Japan, weshalb auch der „exotische Gegner“ (Hellmann) FC Tokyo zum Saisoneröffnungsfest nach Frankfurt kommen wird. Für die Partie sind schon jetzt 40 000 Tickets abgesetzt, Hellmann rechnet mit einem ausverkauften Haus am 2. August. Für die Eintracht sei Japan „ein Primärmarkt“, was auch an den beiden Nippon-Spielern Takashi Inui und vor allem Makoto Hasebe, „unserem Botschafter“, liegt.

Und schließlich freut sich der Vorstand noch diebisch über die Resonanz auf das neue Trikot, das nicht nur optisch ein Renner ist, sondern zu einem wahren Verkaufsschlager avanciert. „Das ist ein richtiger Boom, es wird uns aus den Händen gerissen.“ Hellmann geht davon aus, dass das neue Jersey im Frühjahr des kommenden Jahres erstmals ausverkauft sein wird. Macht aber nichts. Nächste Saison gibt es schon wieder ein neues Dress.

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