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Hungrige Fußballer: Die Eintracht fühlt sich gut gerüstet für den Pflichtspielauftakt.
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Hungrige Fußballer: Die Eintracht fühlt sich gut gerüstet für den Pflichtspielauftakt.

DFB-Pokal

Eintracht in Mannheim gefordert: Bloß keinen Schlendrian

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Für sein Pflichtspieldebüt als Eintracht-Coach erwartet Oliver Glasner beim Pokalspiel in Mannheim ein „hartes Pflaster“. Auswärtsfans dürfen ins Stadion.

Vor zwei Jahren, am 11. August 2019, brauchte es aus Sicht von Bundesligist Eintracht Frankfurt schon eine fußballspielende Betonwalze, einen Kopf-durch-die-Wand-Mann, um das Erstrundenduell im DFB-Pokal bei Waldhof Mannheim für sich zu entscheiden. 5:3 hieß es nach einem wilden Hin und Her, bei dem der Außenseiter lange wie der Sieger aussah - bis Ante Rebic kam und die Schnauze derart voll hatte von diesem Gekicke, dass er in feinster Ante-Rebic-Manier das Spiel drehte. Dreierpack, Sieg, König Ante. Kurz darauf verließ er die Eintracht. Ein würdiger Abschluss.

Diesmal soll das sonntägliche Duell (15.30 Uhr) ein würdiger Anfang werden für einige Neue beim hessischen Erstligisten, allen voran für die Sportliche Führung um Vorstand Markus Krösche und Trainer Oliver Glasner. Ein Sieg, ganz klar, ist Pflicht beim mäßig in die Saison gestarteten Drittligisten, wenngleich vorab natürlich gewarnt wird. Ein „heißes Pflaster“, so Glasner, sei in Mannheim zu erwarten. Das 5:3 von damals spiele zwar keine Rolle in der Gegnervorbereitung mehr, es könne aber zumindest die Sinne schärfen. „In der ersten Pokalrunde gibt es fast immer zwei, drei Überraschungen“, so der 46-Jährige, „wir wollen keine dieser Überraschungen sein.“

Mögliche Aufstellungen

Mannheim : Königsmann – Gohlke, Seegert, Verlaat, Donkor – Wagner, Saghiri, Boyamba, Schnatterer – Costly, Martinovic.
Frankfurt : Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - da Costa, Hasebe, Sow, Lenz - Kamada, Younes - Borré.
Der Eintracht fehlen : Ache (muskuläre Probleme), Touré (Oberschenkelblessur), Hrustic (Corona), Kostic (Sperre).

Die bisherige Vorbereitung bezeichnete der Coach als „kompliziert“, da seine Profis zu unterschiedlichen Zeiten ins Training eingestiegen waren. Es gebe daher verschiedene Fitnesslevel aufseiten der Spieler, „und wenn wir müde werden, dann greift manchmal das eine Rad noch nicht in das andere.“ Alles in allem gebe es aber „sehr viele Phasen“, in denen es die Mannschaft schon gut mache. „Wir waren wachsam, dass kein Schlendrian einreißt. Die Einstellung ist positiv und ehrgeizig.“

Verzichten muss er auf die Verletzten Ragnar Ache und Almamy Touré, den mit Corona infizierten Ajdin Hrustic sowie den seit 17 Monaten rotgesperrten Filip Kostic. Ihn wird Christopher Lenz vertreten, ansonsten dürfte von den externen Neuzugängen lediglich Stürmer Rafael Borré einen Platz in der Startelf zugeteilt bekommen. Rückkehrer Danny da Costa kommt über rechts. Diant Ramaj nimmt als Ersatzmann von Stammtorwart Kevin Trapp auf der Bank Platz.

Matchwinner vor zwei Jahren: Ante Rebic (links) erzielte in Mannheim einen Dreierpack, kurz darauf ging er weg.

Derweil präsentierte sich Kreativkopf Amin Younes, angeblich ja wechselwillig, im Training in prächtiger Verfassung. Das hat auch sein Chef erkannt und ihn auf Nachfrage gelobt. „Wir haben am Anfang der Woche länger gesprochen, wir sind sehr eng, klar und deutlich miteinander. Er war im Training sehr engagiert und hat viele Tore geschossen. Amin ist ein Spieler von Eintracht Frankfurt. Solange es nichts anderes gibt, und es gibt nichts anderes, ist er ein voller Bestandteil unseres Kaders.“ Ohnehin hat der Trainer personell viele Optionen, auch die unlängst angeschlagenen Sebastian Rode und Jesper Lindström können spielen. Kopfzerbrechen bereite ihm die große Auswahl nicht, im Gegenteil: „Ich bin froh, dass viele Spieler in guter Verfassung sind.“

Unter den 12 000 Zuschauern im Mannheimer Carl-Benz-Stadion werden auch 1250 Eintracht-Fans sein. Glasner erwartet vor seinem Frankfurter Pflichtspieldebüt daher auch eine „gewisse Aufregung“ bei sich selbst. Besonders ausgefallene Rituale zur eigenen Beruhigung habe er aber nicht, lediglich frisch rasiert wolle er immer am Seitenrand stehen. Warum? „Weil mein Bart ziemlich grau ist.“ Diesen Anblick, so der Trainer lachend, wolle er nun wirklich niemandem zumuten.

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