1. Startseite
  2. Eintracht

Eintracht Frankfurt holt dank Trapp einen Punkt in Leipzig: die Einzelkritik

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

Kommentare

Behielt auch im Rauch den Durchblick: Kevin Trapp.
Behielt auch im Rauch den Durchblick: Kevin Trapp. © dpa

Weil Torwart Kevin Trapp mal wieder einen Sahnetag erwischt, holt Eintracht Frankfurt einen Zähler bei RB Leipzig. Die Gästespieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kevin Trapp: Hielt ganz allein den Punkt fest. Was Leipzig auch versuchte, der Tausendsassa war schon da, vereitelte es. Chapeau. Siehe nebenstehende Lobhudelei.

Ganz okay

Tuta: Seit Wochen in klasse Form, zeigte das wieder in Leipzig. Kompromisslos im Zweikampf, abgebrüht in brenzligen Lagen. Allerdings: Streute ein paar Wackler ein, eine zu kurze Kopfballrückgabe hätte Nkunku fast zum Siegtor genutzt (78.).

Evan Ndicka: Unaufgeregt, solide, sehr stabil. Machte seine Seite dicht, ließ wenig zu. Ein Garant des zu Null. Einer der wenigen, der sich kaum Fehlpässe leistete.

Martin Hinteregger: Erneut bärenstark im Duell Mann gegen Mann, räumte fast alles weg. Gewann acht Zweikämpfe. Der eine oder andere Leichtsinnsfehler schmälerte das Lob, etwa gegen Nkunku (26.). Blieb aber ohne Folgen. Sah seine fünfte Gelbe Karte, muss gegen Fürth passen.

So lala

Filip Kostic : Vermochte sich nicht so, wie gewohnt, vorne durchsetzen, wurde auch defensiv sehr beansprucht. Das machte er erstaunlich gut. Seine Flanken kamen kaum durch, nur einmal, da aber verpasste Borré.

Jesper Lindström: Schnell ist er (33,60 km/h), das ist bekannt. Aber er ist ein Zauderer vor dem Herrn. Hatte zweimal (13., 37.) freie Bahn zum Torschuss, da rutschte ihm das Herz in die Hose, er spielte zweimal schlecht ab. Warum suchte er nicht den Abschluss? Brachte mit einem miserablen Rückpass die eigene Mannschaft in die Bredouille. Zweikampfquote laut Opta-Statistik: null Prozent.

Ansgar Knauff : Ein prima Pass auf Lindström (13.), ansonsten viel Leerlauf. War aber bemüht, half hinten und vorne aus. Für einen, der vor drei Monaten noch Dritte Liga kickte, ist das okay.

Kristijan Jakic: Eifrig, wie gewohnt, lief 12,35 Kilometer, er macht und tut, aber oft überhastet. Gewann nur 27 Prozent seiner Zweikämpfe, das ist nicht gut für einen Abräumer. Fußballerisch? Schwamm drüber.

Sebastian Rode: Hielt nur eine Halbzeit durch. Bemüht, aber unglücklich. Noch nicht richtig da, kaum ins Spiel eingebunden.

Schwächelnd

Ajdin Hrustic: Kam für den Kapitän, war nicht besser. Elf seiner 28 Pässe landeten beim Gegner, das ist zu viel. Traute sich nichts zu, verfügt eigentlich über einen klasse Schuss. Schießt nur nicht.

Daichi Kamada: Das Spiel lief weitgehend an ihm vorbei. Konnte kaum Impulse setzen,

Rafael Borré: Kein Torschuss, keine Torschussvorlage, harmlos wie ein Kuschelbärchen, und einmal, bei einem Querpass von Lindström, hatte er gedanklich abgeschaltet. Nicht gut, wenn man der einzige Stürmer ist. Attackiert die gegnerische Abwehrreihe, okay. Aber ist das nicht ein bisschen wenig?

Jens Petter Hauge : Wirrer Auftritt. Brachte nicht den erhofften Elan. Verlor ebenfalls viel zu leicht die Bälle, einmal brannte es nach seinem Bolzen lichterloh.

Zu spät gekommen

Christopher Lenz, Stefan Ilsanker, Sam Lammers. kil/dur

Auch interessant

Kommentare