+
Viel Kampf in der Partie Eintracht gegen Hoffenheim.

Einzelkritik

Eintracht-Hoffenheim: Die Spieler in der Einzelkritik

  • schließen
  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
    schließen

Gelungener Auftakt für die Eintracht. Die SGE gewinnt das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Gut dabei

Filip Kostic: Überragender Mann auf dem Platz, nicht umsonst Wegbereiter des einzigen Tores. Sensationell seine unwiderstehlichen Läufe, da ist er von nix und niemandem zu stoppen, nicht mal durch Fouls. Ein bisschen fehlte die Präzision. Schaufelte die meisten Flanken (sieben) in den Strafraum, schoss am häufigsten (vier) aufs Tor. Chapeau.

Makoto Hasebe: Abgezockte Partie. Steht hinten im Zentrum wie eine Eins, ließ sich von den schnellen Hoffenheimer Spitzen nicht in seiner Bierruhe stören. Man möchte immerzu den Hut ziehen vor dem ewig jungen Japaner.

Martin Hinteregger: Jetzt schießt der Kerl auch noch spielentscheidende Tore. Schon nach 36 Sekunden zappelte der Ball im Netz. Das war gut. Solide Partie, ließ hinten nichts anbrennen. Je lauter ihn die Fans feiern, desto besser spielt er, sagt er. Und weiß nun, wie sich ein Wadenkrampf anfühlt. Kannte er bis dato nicht.

Daichi Kamada: Feine Partie des filigranen Japaners, der sich auch körperlich durchsetzte. Initiierte viel gute Dinge, hat ein Auge für die Situation, hatte einmal Pech mit seinem Torschuss (48.), den Torhüter Baumann mit einem klasse Reflex parierte.

Ganz okay

Kevin Trapp: Sehr seriöser Auftritt, fehlerlos. Wurde allerdings kaum geprüft, die wenigen Hoffenheimer Versuche hielt er sicher. Klasse mit Ball am Fuß.

David Abraham: Erhebliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen. Hatte seine Stürmer unter Kontrolle, sehr aufmerksam, sehr konzentriert. Das war in Ordnung, so will man den Kapitän künftig wieder sehen.

So lala

Dominik Kohr: Viel unterwegs, musste viele, viele Kilometer laufen, um das defensive Mittelfeld halbwegs geschlossen zu bekommen. Hatte wenige gute Szenen, einmal wurde sein Kopfball (54.) auf der Linie abgewehrt. Insgesamt konnte er dem Spiel kaum Impulse verleihen, musste Rode weichen.

Sebastian Rode: War gleich drin im Spiel, musste aber zuvorderst Defensivarbeiten verrichten. Das tat der Rückkehrer mit Verve. Am Spielaufbau konnte er sich kaum beteiligen, er braucht noch ein paar Spiele, bis die alte Dynamik und Aggressivität wieder da ist.

Mijat Gacinovic: Ach Mijat, er kämpft um seinen Platz im voller werdenden Mittelfeld. Diesmal agierte er hinter den Spitzen, sein Einsatz ist sehr löblich, aber Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Licht und Schatten wechseln im Minutentakt.

Goncalo Paciencia: Half mit, den Sieg über die Zeit zu retten. Das versuchte er mit kräfteraubenden Dribblings, große Spuren konnte er nicht hinterlassen.

Schwächelnd

Danny da Costa: Tauchte seltsamerweise lange, lange Zeit unter, spielte kaum mit. Seine in der vergangenen Saison oft gezeigten Läufe fielen diesmal komplett aus, er konnte sich auf seinem Flügel kaum durchsetzen - und wenn doch, dann kamen die Flanken nicht gut. Immerhin passierte defensiv nicht viel.

Ante Rebic: Seltsame Partie. Verstolperte anfangs viele Bälle, dribbelte in den Mann hinein, tat oft falsche Dinge. Agierte in der Sturmmitte, auf dem Flügel fühlt er sich wohler. Gute Aktionen gab es kaum. Symptomatisch für sein pomadiges Auftreten die letzte Aktion: Beim Konter zwei gegen eins spielt er den Querpass auf den völlig blank vor dem Tor stehenden Kostic extrem schlampig. Und verschenkte so ein fast sicheres Tor.

Gelson Fernandes: Das letzte, was man dem Schweizer vorwerfen kann, ist mangelnder Einsatz. Er lief mehr als elf Kilometer und ackerte und machte und tat, aber ihm gelang wenig. Hatte nur 29 Ballkontakte, das ist sehr wenig für einen Mittelfeldspieler. Hinterließ hinterher bei der Spielanalyse einen besseren Eindruck.

Zu spät gekommen

Lucas Torro

(Ingo Durstewitz/Thomas Kilchenstein)

Lesen Sie auch

Sieg gegen Hoffenheim - Eintracht feiert gelungenen Auftakt
Bas Dost: Ein Mittelstürmer alter Schule für die Eintracht

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare