Eintracht-Gegner Vitoria Guimaraes

Die Ausbilder

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Eintracht-Gegner Vitoria Guimaraes aus Portugal ist populärer als gedacht.

Auch in Portugal führen die Statistiker eine Ewige Tabelle, die den Wert eines Vereins für den heimischen Fußball-Betrieb abbildet. Klar, dass Benfica Lissabon, FC Porto und Sporting Lissabon mit Abstand führen. Vierter ist Belenenses und dann folgt schon Vitoria Guimaraes, wobei sich die Fans auf Vitoria beschränken. Klingt liebevoller. Und ein bisschen nach Provinz.

Guimaraes, eine 160 000-Einwohner-Stadt im Norden, war aber auch Spielort bei der EM 2004. Das nach dem ersten König benannte Estadio Dom Afonso Henriques bietet Platz für fast 30 000 Zuschauer und kann sich - gerade bei den Derbys gegen Braga - in einen Hexenkessel verwandeln. Der Verein hat viele namhafte Spieler aus- oder weitergebildet. Der unverwüstliche Paulo Bento, portugiesischer Nationalspieler und -trainer, der elegante Fernando Meira, der beim VfB Stuttgart eine gute Rolle spielte, oder der nimmermüde Bruno Alves, der fast 100 Länderspiele machte, haben für den Klub gekickt, der in Portugal populärer ist als viele denken.

Das aktuelle Erfolgsprinzip geht vorrangig so, einheimische, brasilianische und neuerdings vermehrt afrikanische Spieler besser zu machen. In den letzten zwei Jahrzehnten gelang es dem Ausbildungsverein regelmäßig, um die Europapokalplätze mitzuspielen. Die Gruppenphase der Europa League, 2013/2014 und 2017/2018 erreicht, war allerdings das Höchste der Gefühle. In dieser Saison ging der Verein einen ähnlichen Weg wie die Eintracht: Jeunesse Esch aus Luxemburg (1:0, 4:0) war ebenso wenig auf Augenhöhe wie FC Ventspils aus Lettland (3:0, 6:0). Die Playoffs gegen Steaua Bukarest (0:0, 1:0) sollten aber zum zähen Ringen werden. Erst als Edmond Tapsoba, ein 20-jähriger Verteidiger aus Burkina Faso, im Rückspiel einen Elfmeter verwandelte, war das Weiterkommen perfekt.

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