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Silvan Widmer.
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Silvan Widmer.

Bundesliga

Eintracht Frankfurt: Schwere Aufgabe gegen selbstbewusste Mainzer

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Der Schweizer Neuzugang Widmer und der Spanier Aaron spielen Schlüsselrollen im Mainzer System.

Frankfurt/Mainz - Der Vergleich zwischen Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 mag ungefähr so hilfreich sein wie jener zwischen Äpfeln und Birnen, dennoch fällt dieser Tage auf, dass sich die beiden Bundesliga-Repräsentanten aus dem Rhein-Main-Gebiet in ihrer Spielweise ziemlich angenähert haben: Dominanz über hohe Intensität und Körperlichkeit herstellen. Und auch die Grundformation ist sich ja sehr ähnlich: eine eingespielte Dreierkette wird flankiert von zwei Außen, die defensiv wie offensiv alle Facetten abdecken. In Frankfurt verkörpert Filip Kostic seit Jahren den Prototypen des Dampfmachers, doch auch Mainz kommt mit zwei wirkungsvollen Protagonisten in den Stadtwald.

Was Silvan Widmer (rechts) und Aaron Martin (links) zuletzt beim Heimsieg gegen Hertha BSC (4:0) leisteten, war sogar Trainer Bo Svensson ein Sonderlob wert. „Das waren Schlüsselpositionen, um Räume zu finden. Eine Topleistung von beiden“, stellte der Däne fest und schrieb ihnen ein „sehr gut“ ins Spielerzeugnis. Widmer köpfte überdies sein zweites Bundesligator, Aaron sammelte seinen ersten Scorerpunkt. Wenn sich die Nullfünfer gegenüber der Vorsaison entscheidend verstärkt haben, dann auf diesen Positionen. Der Schweizer Nationalspieler Widmer, für zwei Millionen Euro vom FC Basel gekommen, hat trotz der kurzen Eingewöhnungszeit wegen der Europameisterschaft sofort überzeugt.

Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05: Mit Basel erfolgreich

Der frühere spanische U-21-Nationalspieler Aaron, 2018 unter Sportchef Rouven Schröder von Espanyol Barcelona für immerhin neun Millionen Euro Ablöse gelockt, war ein halbes Jahr an Celta Vigo verliehen, ehe sich Svensson ab Sommer dessen Problemstellen annahm. Über die Qualitäten mit dem Ball, sagte der Fußballlehrer jetzt, brauche man nicht zu reden („Das hat er alles drauf“), sondern es gehe um die „nötige Ernsthaftigkeit gegen den Ball“. Offenbar ist der Groschen beim 24-Jährigen gefallen, der sehr verlässlich seinen Dienst verrichtet. Gegen die Berliner glänzte er mit viel Vorwärtsdrang.

Aaron Martin.

Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05: Erinnerungen an Widmer

Wie ein Nussknacker brachen die beiden die brüchige Berliner Deckung über außen auf. Svensson ist von Widmers Abgeklärtheit beeindruckt: „Er ist sieht intelligent, bringt als gestandener Spieler eine gewisse Erfahrung mit und hat Ruhe.“ Dazu kommen Überraschungsmomente beim 28-Jährigen, die sich in der Bundesliga in drei Torvorlagen – und zwei spektakulären Treffern widerspiegeln. Den einen erzielt er gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) Anfang November, den anderen im WM-Qualifikationsspiel gegen Italien (1:1) für die Schweiz. Jeweils aus vollem Lauf unter die Latte.

Auch Eintracht Frankfurt hat keine guten Erinnerungen an Widmers Sturmläufe. Im Frühjahr 2019, als gerade das Coronavirus begann, alle Lebensbereiche infizieren, stand der Rechtsverteidiger beim 3:0-Erfolg des FC Basel im kurzerhand zum Geisterspiel deklarierten Europa-League-Achtelfinalhinspiel in der Frankfurter Arena ebenso auf dem Rasen wie fünf Monate später beim Rückspiel im St. Jakob-Park. Das späte Siegtor von Fabian Frei bereite er damals nach einer starken Darbietung vor. Seinen Wechsel nach Deutschland hat Widmer als die Mainzer Nummer 30 – Aaron trägt übrigens die 3 – nicht bereut: „Ich habe einen super Zusammenhalt vorgefunden, eine Mannschaft, die richtig Bock hat, auf dem Platz zu stehen. Wir sind definitiv auf dem richtigen Weg.“ (Frank Hellmann)

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