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Tief enttäuscht: Sophia Kleinherne und die Eintracht haben einen prima Gelegenheit nicht genutzt. dpa
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Tief enttäuscht: Sophia Kleinherne und die Eintracht haben einen prima Gelegenheit nicht genutzt. dpa

DFb-Pokal

Eintracht-Fußballerinnen verlieren das Pokalfinale

  • VonKatja Sturm
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Eintracht Frankfurt verpasst es, in Überzahl die Gunst der Stunde zu nutzen und verliert folglich das Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg

Auf einem Bein, das verletzte linke in der Luft balancierend, hüpfte Tanja Pawollek auf den Rasen und ihren Mitspielerinnen entgegen, um Trost zu spenden. Doch keine Umarmung, kein gut gemeintes Wort hätte in diesem Augenblick wohl die große Enttäuschung der Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt lindern können. Tränen glänzten bei den meisten in den Augen. So nah waren sie dran gewesen in diesem DFB-Pokalfinale von Köln an einem Erfolg über den großen Favoriten und Titelverteidiger VfL Wolfsburg und damit dem Gewinn der begehrten Trophäe gleich im ersten Jahr nach der Fusion des langjährigen Erfolgsklubs 1. FFC Frankfurt mit der SGE. Doch am Ende waren es die Niedersächsinnen, die zum siebten Mal in Folge und zum achten Mal insgesamt das schwere Gefäß in die Luft stemmen und sich im Goldregen feiern lassen durften.

Mit 1:0 (0:0) durch einen Treffer von Ewa Pajor in der 118. Minute der Verlängerung und ab der 96. Minute nur zu zehnt spielend hatten sie sich gegen den verbissen kämpfenden Underdog durchgesetzt. VfL-Torhüterin Almuth Schult musste sich nach einer Roten Karte den Rest der zuvor erzwungenen Verlängerung über auf die Tribüne zurückziehen; einem Sololauf von Lara Prasnikar hatte die Keeperin ein abruptes Ende gesetzt, indem sie direkt in die Eintracht-Stürmerin hinein lief. Doch die danach in Überzahl spielenden Adlerträgerinnen konnten daraus kein Kapital schlagen, obwohl sie es trotz der Müdigkeit mit aller zur Verfügung stehenden Kraft versuchten.

Ein Fehlpass zu viel

Ein Fehlpass der Österreicherin Laura Feiersinger eröffnete dem Meister und Double-Sieger von 2020 schließlich die Tür zur Entscheidung: Die frühere Frankfurterin Svenja Huth und die Polin Pajor ließen der bis dahin stark parierenden Nationaltorhüterin Merle Frohms zwischen den Eintracht-Pfosten bei einer routiniert absolvierten Kombination keinerlei Chance. Der Schlag traf die Frankfurterinnen, denen Klub-Präsident Peter Fischer und Eintracht-Vorstand Axel Hellmann vor Ort die Daumen drückten, hart. Obwohl Trainer Niko Arnautis sie von der Seitenlinie aus noch wild antrieb, liefen die restlichen Anstrengungen ins Leere.

Zum Dämpfer, den das Ergebnis verursachte, kam ein weiterer dazu. Die gerade erst ins polnische Nationalteam berufene Pawollek zog sich bereits nach einer knappen halben Stunde der regulären Spielzeit bei einer Konfrontation mit Lena Oberdorf offenbar eine schwere Knieverletzung zu. Ein paar Minuten lang versuchte die 22-Jährige zwar noch durchzuhalten. Nach einer weiteren Verrenkung des Gelenks musste sie vom Feld getragen werden. Kurz darauf saß die Kapitänin aber mitfiebernd auf der Bank.

Frohms hob später die Leistung ihres eigenen Teams hervor. „Wir haben uns in alle Bälle reingeschmissen und verteidigt bis zum Gehtnichtmehr.“ Hintenraus habe ein bisschen die Kraft gefehlt, „das hat Wolfsburg ausgenutzt“. Ein anderes Ergebnis wäre trotzdem drin gewesen. Den Plan, hinten nichts zuzulassen, habe man erfüllt. Allerdings tat sich die Eintracht lange schwer, ihr eigenes Spiel aufzubauen, verlor häufig den Ball und überließ den Wolfsburgerinnen ein deutliches Torchancenplus. Dennoch schrieb auch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg den Unterlegenen eine mutige Performance zu.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte Arnautis. Sie habe sich so hungrig und gierig gezeigt, wie der 41-Jährige sich das von seiner Truppe erwartet hatte. „Wenn man verliert, dann mit so einer Leistung. Es ist wichtig, dass man alles gibt.“ Dass das noch nicht reicht, um ein starkes Team wie den neuen und alten Pokalsieger zu schlagen, dürfe man der jungen Formation nicht vorwerfen. „Wir haben ganz Deutschland gezeigt: Die Eintracht ist auf einem guten Weg. Bei uns hat eine Mannschaft der Zukunft gespielt.“

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