Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kaum zu halten: Lara Prasnikar (links) nach ihrem Siegtor, Sjoeke Nüsken versucht’s dennoch.
+
Kaum zu halten: Lara Prasnikar (links) nach ihrem Siegtor, Sjoeke Nüsken versucht’s dennoch.

SGE

Eintracht-Frauen: Erfolgreicher Kraftakt in Freiburg

  • VonKatja Sturm
    schließen

Frankfurter Fußballerinnen gewinnen auch ihr zweites Saisonspiel. Lara Prasnikar erlöst die Eintracht in Freiburg.

Es war eine kecke Aktion, die Laura Freigang da wagte. Womöglich von Verzweiflung getrieben. In der 78. Minute der Fußball-Bundesligapartie beim SC Freiburg wusste die Stürmerin der Frankfurter Eintracht mit dem Ball, den Mitspielerin Sjoeke Nüsken ihr überlassen hatte, irgendwann nichts mehr anzufangen. Im Bemühen, das Spielgerät nicht mehr aus den eigenen Reihen zu geben, war die Torjägerin beim Versuch, den Gegnerinnen zu entkommen, seitlich weg vom Tor abgedriftet. Eine passende Anspielstation war nicht zu sehen, und so kickte die 23 Jahre alte Nationalspielerin den Ball einfach mit der Hacke blind nach hinten. War’s Instinkt oder Fortune? Auf jeden Fall die spielentscheidende Szene. Denn Lara Prasnikar rauschte heran und nutzte das scheinbar ziellose Zuspiel fürs Siegtor. Der 1:0 (0:0) Erfolg im ersten Auswärtsspiel war der zweite für die Hessinnen in dieser Saison. Bislang noch ohne Punktverlust haben sie sich auf dem vierten Tabellenplatz gehalten, mit nur einem Treffer Unterschied zu den Königsklassen-Plätzen.

„An die Grenzen gegangen“

Freigang, sonst gerne offenherzig, wollte später nicht zugeben, ob sie bei ihrem Rück-Tritt perfekte Übersicht bewiesen hatte. „Ich lasse mal unbeantwortet, ob ich Lara bei meiner Vorlage für ihr Tor wirklich gesehen habe“, sagte sie nur vergnügt. Bei der Empfängerin hörte sich das mehr nach Zufall an: „Ich bin sehr glücklich, dass ich letztlich genau da stand, wo Laura hingespielt hat, und so der Mannschaft helfen konnte, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen“, erklärte Prasnikar.

Dem Spielverlauf nach wäre auch ein ganz anderes Ergebnis möglich gewesen. Ein stetes Hin und Her ohne herausragende Angriffsleistungen prägte das Duell vor 700 Fans im Möslestadion. Lange agierten die Gäste zu harmlos, doch die Abstimmungen passten auf beiden Seiten nicht. Erst nach der Pause kam mehr Tempo in die Vorstellung. Die Eintracht suchte die Offensive, die Breisgauerinnen lauerten auf Konterchancen. Die Möglichkeiten begannen sich zu häufen, zwingende blieben allerdings aus, und mit Ablauf der Uhr wurde es zusehends hektischer auf dem Rasen. Beide Torfrauen waren gefragt. Kurz vor der Entscheidung prallte ein Kopfball der eingewechselten Isländerin Alexandra Johannsdottir an der Freiburger Keeperin Lena Nuding ab. „Wir haben ein sehr hart umkämpftes Spiel gesehen“, sollte Eintracht-Trainer Niko Arnautis später sagen: „Beide Teams sind an ihre Grenzen gegangen.“ Die hohe Temperatur setzte den Spielerinnen zu. „Das war ein Kraftakt“, sagte der 41-Jährige.

Was ihn dabei am meisten freute, war die Tatsache, dass sein Team etwas geschafft hatte, woran es in der vergangenen Spielzeit oft gescheitert war: ein Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe, ein Duell auf Messers Schneide für sich zu entscheiden. Daran hatte sich der Vorjahressechste im vergangenen Winter allzu oft die Zähne ausgebissen. Dass es vielleicht nur das Glück war, das das Urteil zugunsten der Eintracht fällte, spielte dabei eine untergeordnete Rolle: Auch das muss man haben, und Arnautis hatte bei engen Auseinandersetzungen in der jüngeren Vergangenheit öfter damit gehadert, dass dieses seiner Ansicht nach trotz überzeugender Auftritte zu oft bei den Kontrahentinnen zu finden war.

Am Samstag reist der 1. FC Köln am Main an, der nach einem Remis gegen Essen am Sonntag mit 1:2 bei Champions-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim unterlag. Die Eintracht-Spielerinnen gieren danach, ihr erstes Etappenziel dann abzuschließen: mit neun Punkten in die Saison zu starten. „Zwei Drittel haben wir jetzt schon geschafft“, sagte Prasnikar. Für den Rest werde man während der Woche hart arbeiten. Damit Erfolge nicht nur vom Glück abhängen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare