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Eintracht Frankfurt ist für die Zukunft gewappnet

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Von: Ingo Durstewitz

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Eintracht Frankfurt ist mit den klug ausgearbeiteten Strategien von Chefdenker Axel Hellmann gut aufgestellt.
Eintracht Frankfurt ist mit den klug ausgearbeiteten Strategien von Chefdenker Axel Hellmann gut aufgestellt. © Imago

Eintracht Frankfurt setzt mit der Vertragsverlängerung von Ante Rebic ein Zeichen an die Konkurrenz. Sehr viel wichtiger ist jedoch die Weichenstellung hinter den Kulissen.

Natürlich ist die viel beachtete Vertragsverlängerung von WM-Sternchen Ante Rebic für Eintracht Frankfurt in erster Linie auf sportlichem Sektor von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Der kroatische Bulle bringt mit seiner immensen Körperlichkeit eine andere Note ins Spiel. Er macht die Eintracht unberechenbarer. In Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit wirkt Rebics Verbleib wie eine Beruhigungspille für diejenigen, die es mit Eintracht Frankfurt halten. Bruda Ante wird’s schon richten.

Doch die weitere Zusammenarbeit mit dem Nationalspieler ist auch ein weithin sichtbares Zeichen an die Konkurrenz, die Botschaft: „Seht her, wir bluten nicht aus, wir können unsere Topspieler sehr wohl halten.“ Wenn nicht alle, dann zumindest einige. Selbst wenn Rebic nur noch ein Jahr ein Adler bleiben sollte, so ist sein Treuebekenntnis wichtig für die Außenwirkung und das Selbstverständnis.

Eintracht Frankfurt ist hervorragend aufgestellt

Sehr viel wichtiger als die Weiterbeschäftigung des verdienten Spielers ist aber die Weichenstellung hinter den Kulissen: Gleich drei hochrangige Funktionäre haben ihre Kontrakte innerhalb zweier Tages langfristig verlängert. Das ist zwar insgesamt keine Überraschung, aber kurz vor dem ersten Pflichtspiel sicherlich auch als symbolischer Akt zu sehen: Die Eintracht setzt auf Eintracht, auf Kontinuität, Seriosität und Verlässlichkeit. Das ist gut so.

Der Verein hat sich hervorragend aufgestellt, in den vergangenen zwei Jahren schossen die Hessen katapultartig nach oben – dank der akribischen Arbeit von Trainer Niko Kovac auf dem Platz, der gewagten, aber letztlich erfolgreichen Personalpolitik der Sportlichen Leitung um Vorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner sowie den klug ausgearbeiteten Strategien von Chefdenker Axel Hellmann im Hintergrund.

Die Eintracht ist gewappnet für die Zukunft, wird in dieser Saison 150 Millionen Euro umsetzen, für 30 Millionen neue Spieler kaufen, mehr als 50 Millionen in den Kader pumpen. Sie expandiert ins Ausland, investiert nicht nur in Beine, sondern auch in Steine. In den kommenden Jahren wird sie ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessern können.

Aktuell aber können noch neun Bundesligisten mehr Geld in ihre Spieler stecken, was nicht zwangsläufig sportlichen Erfolg garantiert, ihn aber wahrscheinlicher macht. Gerade deshalb darf sich die Sportliche Leitung nicht viele Fehler erlauben. Jedes Jahr stellt eine neue Herausforderung dar, jedes Jahr befindet sich die Eintracht im Umbruch, diesen Sommer noch mehr als sonst: Trainer weg, Anführer weg, Leistungsträger weg. Keiner weiß zudem, wie gut die Neuen wirklich sind, wo die Mannschaft steht, wie sie die zusätzlichen Strapazen durch die Euro-League wegsteckt. Da bleiben viele Unwägbarkeiten und Fragezeichen. Vielleicht kann Ante Rebic ein paar Antworten geben, natürlich auf dem Platz.

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