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Kommen über die Rolle des Wasserträgers nicht hinaus: Andersson Ordonez und Yanni Regäsel.
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Kommen über die Rolle des Wasserträgers nicht hinaus: Andersson Ordonez und Yanni Regäsel.

Ante Rebic

Eintracht Frankfurt will variabler werden

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Wie sich das Frankfurter Spiel durch Rebic verändern und weshalb es im Winter Platz geben könnte.

Die auf den letzten Drücker vollzogene Verpflichtung von Ante Rebic hat im weiteren Kreis der Eintracht einige Fragen aufgeworfen. Viele sind der festen Meinung, dass die Rückholaktion des nicht eben pflegeleichten Kroaten der sportlichen Not geschuldet und eine Abkehr der vor der Saison ausgegebenen Philosophie ist, das Spiel nun mehr durch die Mitte vorzutragen. Nach zwei Spieltagen, wohlgemerkt. Dieser Auffassung kann man sein, muss man aber nicht.

Man könnte ebenso argumentieren, dass die abermalige Leihe des Spielers aus Florenz, die einem verkappten Kauf in einem Jahr zu etwa zwei Millionen Euro gleichkommt, einfach eine logische Folge ist, um dem Trainer noch mehr Optionen zu geben, um mehr Variationsmöglichkeiten zu haben; eine Art Feinjustierung, ein Feintuning, wenn man so will. Rebic, der bullige Linksaußen, wird die Variabilität erhöhen.

Mehr Offensive über die Außen

Coach Niko Kovac kann mit ihm auch ein Spiel über die Außen aufziehen, das er für diese Saison eigentlich nicht präferierte, das er aber eigentlich mag. Da hat der Fußballlehrer, und das war im Heimspiel gegen Wolfsburg (0:1) deutlich zu sehen, bisher zu wenige Möglichkeiten gehabt: Wer auf links Taleb Tawatha und auf rechts Danny da Costa einwechselt und hofft, so die Offensive zu befeuern, hat ein klitzekleines Problem.

Zudem: An den sportlichen Qualitäten Rebics hatte die Sportliche Leitung nie gezweifelt, es war eher die kantige Persönlichkeit des 23-Jährigen und die Höhe der Ablösesumme (fünf Millionen Euro), die sie damals zögern ließ. Nun ist der Spieler sehr, sehr viel günstiger, er wollte zudem unbedingt zur Eintracht zurück. Da wäre es fast schon fahrlässig gewesen, nicht zuzugreifen.

 Auch wenn der Klub für diese Spielzeit mittlerweile am Rande seiner finanziellen Belastbarkeit angekommen oder darüber hinausgeschossen ist, was bei Rekordausgaben von 25 Millionen Euro wenig verwunderlich ist. Eine von einer privaten Investorengruppe auf den Weg gebrachte Finanzspritze von zehn Millionen Euro gibt dem Verein aber einen beruhigenden Puffer.

Rebics Rückkehr macht auch deshalb Sinn, weil Danny Blums Mandeloperation nicht wie erhofft verlief. Der Rechtsaußen ist erneut krankgeschrieben, er wird sicher nochmals vier Wochen fehlen und Zeit brauchen, um eine echte Option zu sein.. Und die andere Flügeloption, Marius Wolf, hat bisher auch nicht zünden können. Der von Hannover 96 abermals ausgeliehene 22-Jährige hat es nicht einmal in den Kader geschafft. So richtig verstehen musste man ohnehin nicht, weshalb die Eintracht den Flügelspieler noch ein weiteres Jahr ausgeliehen hat. Und die Frage, ob man Slobodan Medojevic nach einem einzigen Spiel (dem Pokalfinale in Berlin) gleich mit einem Einjahresvertrag belohnen musste, sei gestattet. Man weiß um seine Verletzungsanfälligkeit. Bei „Medo“, dem Bärchen, kann man aber allerdings auch Argumente für ihn und die Eintracht ins Feld führen: Der Serbe spielt für sehr wenig Geld, er ist ein untadeliger Sportsmann und ein sehr reflektierter Zeitgenosse, der innerhalb des Teams Anerkennung genießt, auch wenn er zuletzt schon wieder länger unpässlich war.

Regäsel und Ordonez sind immer noch da

Genauso wenig erschloss es sich, Spieler wie Max Besuschkow (Vertrag bis 2020) und Andersson Ordonez (2020) im Winter oder auch Yanni Regäsel (2019) vor eineinhalb Jahren mit derart langfristigen Verträgen auszustatten. Keiner stand in dieser Spielzeit bislang im Kader.

Bei einigen Profis stellt sich die Frage, weshalb sie nicht versucht haben, den Verein zu wechseln. Für die Entwicklung von Rechtsverteidiger Regäsel ist es sicher nicht förderlich, fast zwei Jahre auf der Tribüne zu sitzen. Ähnliches gilt für Innenverteidiger Ordonez, der durch den Rost gefallen ist. Für Ordonez und Regäsel scheint der Zug bei der Eintracht abgefahren. Je nachdem wie seine Perspektive ist und wie viel Einsatzzeit er erhält, sollte auch Besuschkow über die Option einer Leihe nachdenken. Trainer Kovac war in der Vorbereitung mit ihm zufrieden, schloss eine Leihe in diesem Sommer aus.

Die Sportliche Leitung hält den üppigen Kader (34 Spieler) auch jetzt nicht für zu groß, weil Druck auf die arrivierten Spieler ausgeübt werden soll. Dazu müssen die Reservisten aber auch gut genug sein, um die Stammkräfte wirklich unter Druck zu setzen. Im Winter könnte es dann eher Veränderungen geben, Die Langzeitverletzten Marco Fabian, Omar Mascarell und Alexander Meier wollen wieder aufschlagen. Das ist zumindest der Plan.

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