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Möchte Tore sehen: Eintracht-Coach Adi Hütter.

Europa League

Eintracht will sich in Lissabon nicht verstecken

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Im Europacup-Viertelfinale gegen Benfica Lissabon muss Eintracht Frankfurt auf Sebastien Haller verzichten.

Der Frankfurter Trainer Adi Hütter ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, wie einem Spitzenteam wie Benfica Lissabon beizukommen ist, noch dazu in deren eigenen Stadion des Lichts. In der Theorie ist das nicht allzu schwer. „Ein, zwei Tore erzielen“, sagt Hütter, „das muss unser Plan sein.“ Mit einem oder zwei Törchen hätte sich Eintracht Frankfurt durchaus eine gute, wenn nicht gar erstklassige Ausgangsposition geschaffen, das wäre ohne jeden Zweifel das Wunschergebnis der Hessen. „Aber wenn es schlecht läuft, muss man vielleicht mit einem Unentschieden zufrieden sein“, gibt der Frankfurter Fußballlehrer zu bedenken. Auf allen Fälle seien drei Dinge entscheidend: „Wir müssen ein sehr gutes Spiel machen, wir dürfen uns nicht zu passiv verhalten und wir müssen in der Defensive aufpassen.“

Eintracht Frankfurt voller Zuversicht

Denn Benfica, „ein großes Team“, forciere, ähnliche wie die Hessen, das offensive Spiel. „Benfica ist eine torgefährliche Mannschaft“ und verfüge nicht nur wegen „des Jahrhunderttalents Joao Felix“ über viel Qualität im Angriff. Genau das sagt man auch von Eintracht Frankfurt, insofern könnte das heute Abend eine außerordentlich interessante Partie geben. Die Teams begegneten sich „auf Augenhöhe“ (Hütter).

Eintracht Frankfurt jedenfalls geht voller Zuversicht in dieses Viertelfinale, das erste seit bald einer Generation. Die Erfolgsserie der letzten Monate mit 15 Spielen ohne Niederlage hat das Selbstvertrauen der Frankfurter natürlich anwachsen lassen, man traut sich was, denn diese Erfolge wurden ja nicht gegen Laufkundschaft errungen, sondern gegen „richtige dicke Brocken“, wie Hütter sagte. „Und das ist nicht normal.“ Zudem haben die sechs Begegnungen ohne Gegentor in den vergangenen acht Spielen die Gewissheit reifen lassen, dass die Eintracht nicht nur nach vorne eine Macht ist, sondern auch hinten nichts anbrennen lässt.

Martin Hinteregger kann wohl spielen

Martin Hinteregger, der sich gegen Schalke Verletzungen im Brustbereich zugezogen und zudem die Mittelhand gebrochen hatte, dürfte zum Einsatz kommen. Gestern trainierte er mit einer speziellen Manschette problemlos. Allerdings liegt die letzte Entscheidung beim englischen Schiedsrichter Anthony Taylor, ob er die Schiene akzeptiert oder nicht. Taylor hatte die Hessen übrigens auch im Sechzehntelfinale bei Schachtjor Donezk gepfiffen.

Dessen ungeachtet geht es natürlich darum, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche im Stadtwald zu erkämpfen. Personell immerhin gab es die eine oder andere Entwarnung, Mijat Gacinovic und Sebastian Rode absolvierten am Mittwochabend das Abschlusstraining. Sebastien Haller, obzwar mit an den Atlantik gereist, konnte wegen seiner Bauchmuskelproblemen beim finalen Üben nicht mitmachen, Er steht also für diese Begegnung nicht zur Verfügung.

Eintracht in Lissabon: Alle zum Spiel im Ticker

Ob das die Chance für den einzigen Portugiesen im Team ist, für Goncalo Paciencia? Dazu müsste sich Hütter zu einer Formation mit drei Angreifern durchringen, was für ein Hinspiel im Viertelfinale durchaus gewagt erscheint. Ohnehin hat Paciencia keine besonders guten Erinnerung an das Estadio da Luz, zuletzt hat er mit Vitoria Setubal gegen Benfica Lissabon gespielt und ist mit 0:6 nach Hause geschickt worden. Ende November 2017 war das, und der bullige Stürmer war seinerzeit vom FC Porto an Setubal ausgeliehen worden.

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