Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Raus wegen Corona: Jesper Lindström (links) und Danny da Costa.
+
Raus wegen Corona: Jesper Lindström (links) und Danny da Costa.

Heimspiel gegen Borussia Dortmund

Eintracht Frankfurt will guten Trend fortsetzen

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
    schließen

Trainer Oliver Glasner muss nach zwei Corona-Fällen gegen den BVB improvisieren, hat seinen Scooter-Unfall aber recht gut überstanden.

Frankfurt – Natürlich ging es bei dieser virtuellen Pressekonferenz von Eintracht Frankfurt vor dem Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund in erster Linie um Sportliches, um Taktik und Spielidee, um Erling Haaland und Co., und auch um die beiden frischen Frankfurter Corona-Fälle Jesper Lindström und Danny da Costa, die sich nach Bekanntwerden der positiven Testung sogleich in häusliche Isolation zurückgezogen hatten und selbstverständlich für die Begegnung im leeren Waldstadion am Samstag (18.30 Uhr) ausfallen werden. Es ging aber auch, logisch, um den Gesundheitszustand des angeschlagenen Trainers Oliver Glasner, der sich im neuen Jahr bei einem Sturz von einem E-Scooter einen Jochbeinbruch zugezogen hatte und operiert werden musste.

Er sei „fantastisch“ versorgt worden im Krankenhaus, sagte der 47 Jahre alte Fußballlehrer, ihm gehe es gut, ein blaues Auge links und eine geschwollene Backe zeugen noch von dem Unfall, der keinen so sehr fuchste wie ihn selbst. „Ich ärgere mich sehr über meine Unachtsamkeit.“ Die Vorbereitung auf diese Begegnung habe der Vorfall nicht gehabt. „Das hat mich nicht erschüttert.“ Seit Dienstag war er wieder bei der Mannschaft, er habe nichts versäumt.

Eintracht Frankfurt: Scheinwerfer ist auf Borussia Dortmund gerichtet

Längst ist der Scheinwerfer auf Borussia Dortmund gerichtet, aktuell Tabellenzweiter, und jenes Team, das der Eintracht zum Saisonstart eine unfeine 2:5-Niederlage beschert hatte. Von Revanche freilich ist nichts zu hören aus Frankfurt, „eine große Kampfansage nach Dortmund zu schicken, liegt mir fern“, sagte Oliver Glasner, es gehe ihm viel mehr darum zu zeigen, dass „wir mittlerweile näher dran sind als beim ersten Spiel.“ Ein Duell auf Augenhöhe gar? „Diesen Beweis müssen wir am Samstag antreten.“ Allemal klar sei, dass die Zielsetzungen beider Klubs doch unterschiedlich sind - selbst wenn Eintracht Frankfurt in den letzten Wochen vor den kurzen Weihnachtsferien eine erstaunliche Leistungsexplosion offenbart hat.

Nachwehen eines bösen Sturzes: Eintracht-Trainer Oliver Glasner.

Genau darin sieht Mahner Glasner womöglich ein kleines Problem: „2021 ist vorbei. Wir dürfen uns jetzt nicht mehr in alten Erfolgen suhlen und uns jeden Tag auf die Schulter klopfen.“ Es gehe nun um Konstanz, darum, diesen erfreulicherweise „eingeleiteten Trend fortzusetzen“. Auch darauf haben Glasner und sein Team in den neun Tagen Vorbereitung Wert gelegt: „Die Stimmung aus der Zeit vor Weihnachten wieder aufzubauen, diesen Spirit zu entfachen“, als die Mannschaft „sehr hungrig, sehr dynamisch, sehr geschlossen“ agiert und sich selbst gepusht habe. Gerade mit diesen eher weichen Faktoren - geschlossene Mannschaftsleistung, einer für den anderen da zu sein, niemals aufzugeben - hatten die Hessen jüngst so manches Spiel noch drehen können. Diese Mentalität müsse man erneut an den Tag legen.

Eintracht Frankfurt braucht Lösung gegen Wucht und Tempo des BVB

Ob das für die Dortmunder Spitzenmannschaft schon reicht, steht auf einem anderen Blatt. Es wird in diesem Spiel auch darauf ankommen, eine Lösung gegen Wucht und Tempo des BVB zu finden, speziell gegen die Tormaschine Erling Haaland, der im Hinspiel an allen fünf Toren direkt beteiligt war, zwei selbst erzielte und die restlichen drei auflegte. Ihn zu stoppen oder wenigstens halbwegs in den Griff zu bekommen, sei kompliziert, sagte Glasner. Man könne allenfalls versuchen, Anspiele in die Tiefe zu verhindern. Es bedürfe auf jeden Fall einer „sehr konzentrierten Defensive“ gepaart mit hoher Aufmerksamkeit.

Ohnehin hat der Frankfurter Trainer zuletzt einiges an Trainingszeit für die Stabilisation der Abwehr aufgewendet, ihm waren die vielen Gegentore zuletzt ein Dorn im Auge. Auf der anderen Seite „werden wir uns nicht vor dem eigenen Strafraum einigeln und hoffen“, sagte Glasner, der sehr wohl weiß, dass auch der BVB gerade in der Defensive einigermaßen anfällig ist. Und die Hessen wollen im eigenen Stadion durchaus Aktionen nach vorne starten. Auch die Dortmunder sind nicht schadlos durch die Corona-Krise gekommen, am Samstag wird Trainer Marco Rose, den Glasner sehr schätzt, auf den Ex-Eintrachtler Marius Wolf und Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou wegen des Virus nicht zurückgreifen können.

Glasner wird im übrigen neben den aktuell infizierten Lindström und da Costa weiterhin auf die muskulär angeschlagenen Jens Petter Hauge und Christopher Lenz verzichten und entsprechend „improvisieren“ müssen. Unwahrscheinlich ist zudem ein Startelfeinsatz von Kristijan Jakic, der gestern erstmals nach seiner Corona-Erkrankung mit der Mannschaft trainierte. „Ich weiß nicht, ob es klug ist, ihn gleich von Anfang an zu bringen“, sagte Glasner. Sebastian Rode, der die Vorbereitung schadlos überstanden hat, dürfte beginnen. Er habe, wie alle anderen auch, „einen sehr hungrigen Eindruck“ hinterlassen. (Thomas Kilchenstein)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare