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Eintracht im Finale: Rode überragend, Borré und Hauge entscheidend

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Rot für West Ham: Jens Petter Hauge (vorn) wird von Aaron Cresswell irregulär gestoppt.
Rot für West Ham: Jens Petter Hauge (vorn) wird von Aaron Cresswell irregulär gestoppt. © IMAGO/Revierfoto

Eintracht Frankfurt zieht ins Endspiel der Europa League ein. Die Spieler in der Einzelkritik.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat zum dritten Mal nach 1960 und 1980 ein Europacup-Finale erreicht. Nach dem 2:1 im Hinspiel gewann die SGE das Halbfinal-Rückspiel in der Europa League im eigenen Stadion gegen West Ham United mit 1:0 (1:0). Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Sebastian Rode: Dreh- und Angelpunkt, dauernd am Ball, immer mit Übersicht, strategisch denkend. Ein echter Kapitän, ein echter Anführer. Herausragend.

Evan Ndicka: Cleverle, der Evan. Lief beim letzten Spiel in Leverkusen im Schongang auf – nur um jetzt voll aufzudrehen. Mit gleich drei spektakulären Grätschen, die die Fans von den Sitzen rissen. Klärte einmal sogar noch auf der Linie (44.). Viel besser geht es nicht.

Rafael Borré: Wird im Europacup immer wertvoller, mit dem nächsten wichtigen Tor. Nutzte den Raum im Strafraum der dezimierten Engländer, setzte sich geschickt ab und vollstreckte eiskalt – das erlösende 1:0 (26.). Ganz vorne nicht zu ersetzen.

Ansgar Knauff: Belebend auf rechts, immer im Vorwärtsgang. Wurde aber oft übersehen, winkte seinen Mitspielern sogar voller Verzweiflung zu. Einmal aber schickte ihn Touré auf die Reise, Knauffs Hereingabe verwertete Borré zum 1:0. Perfekt gespielt.

Tuta: Musste schon früh von rechts in die Mitte rücken, weil Hinterergger raus musste. Machte seine Sache auf der ungewohnten Position gut, umsichtig, abgeklärt. Eine Rolle für die Zukunft.

Almamy Touré: Kam nach sieben Minuten rein und spielte, als sei er nie weggewesen. Total cool und klug. Leitete die Führung durch einen prima Steckpass auf Knauff ein. Auf ihn ist Verlass.

Ganz okay

Filip Kostic: Nicht so auffällig wie sonst, auch seine Flanken kamen nicht immer – aber die Rede ist von Filip-Kostic-Maßstäben. Andere wären froh, nur annähernd so eine Leistung abrufen zu können.

Daichi Kamada: Dieses Mal nicht der Euro-Daichi, aber geht ja nicht immer. Gerade zu Beginn etwas unkonzentriert, fing sich aber rasch, schüttelte die Londoner mit seinen Finten ab, fand die Räume. Nicht spektakulär, aber immer gefährlich.

Kevin Trapp: Tadellose Leistung im grellen orangefarbenen Sweater, musste aber auch nicht viel Brenzliges entschärfen. Aber man spürt: Da steht einer im Tor, auf den zu 100 Prozent Verlass ist.

Djibril Sow: Unermüdlich, ankurbelnd, dauerlaufend. Spielerisch aber bei weitem nicht so stark wie Nebenmann Rode. Man kann nicht alles haben.

Jens Petter Hauge: Spielentscheidender Mann, ging nach 17 Minuten auf und davon, West-Ham-Verteidiger Cresswell konnte ihn nur per Notbremse stoppen. Rote Karte nach Videostudium des Schiris. Die Szene, die die Partie in die Eintracht-Richtung lenkte. Ansonsten mit Luft nach oben.

So lala

Kein Eintrag

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu früh gegangen

Martin Hinteregger: Ein langer Schritt, dann rissen offenbar ein paar Fasern im Oberschenkel. Könnte verdammt eng werden mit dem Finale.

Zu spät gekommen

Kristijan Jakic, Ajdin Hrustic, Goncalo Paciencia (dur/kil)

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