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Eintracht Frankfurt weitet Corona-Tests aus

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Von: Katja Sturm

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Neun Spielerinnen infiziert: Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt.
Neun Spielerinnen infiziert: Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt. © imago images/Beautiful Sports

Maßnahmen werden im Team des Frauen-Bundesligisten verschärft. Bei den meisten Spielerinnen nur leichte Symptome.

In sportlicher Hinsicht war das Jahr 2021 sehr positiv für die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt zu Ende gegangen. Nach einem 2:0-Erfolg beim Tabellenvorletzten SC Sand zum Rückrundenauftakt verabschiedeten sich die Hessinnen als Vierte in die Winterpause und befinden sich mit nur drei Punkten Abstand zum Spitzenreiter Bayern München weiter auf Tuchfühlung zu den drei Champions-League-Plätzen. Im Rest der Spielzeit sollen laut Trainer Niko Arnautis die guten Leistungen der ersten Hälfte bestätigt werden. „Wir haben richtig Bock, den nächsten Schritt zu gehen“, sagt der 41-Jährige.

Doch kurz vor dem Start in die gemeinsame Vorbereitung durfte sich der Coach noch nicht sicher sein, wie viele Spielerinnen an diesem Freitag die geplante Leistungsdiagnostik am Riederwald und am Samstag die erste Übungseinheit auf dem Rebstockgelände absolvieren können. Vor den Weihnachtsfeiertagen waren neun Adlerträgerinnen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten davon haben die vorgeschriebene Isolation mit einem negativen PCR-Resultat wieder verlassen. Eine medizinische Untersuchung sollte kurzfristig Aufschluss darüber geben, ob sie schon bereit sind für eine sportliche Belastung. Zudem war am Donnerstagnachmittag eine extra angesetzte Testreihe für den Rest der Mannschaft noch nicht abgeschlossen.

Die Namen der infizierten Spielerinnen, die entweder keine Symptome oder einen milden Krankheitsverlauf hatten, wollten die Verantwortlichen nicht nennen und auch sonst keine näheren Stellungnahmen zu dem Thema abgeben. Als Folge des Vorfalls sollen nach Angaben von Pressesprecher Paul Schönwetter in Zukunft wieder regelmäßige Tests im Kader und beim Betreuerteam durchgeführt werden. Der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga hatten dies in ihrem Ende 2021 geltenden Hygienekonzept nicht gefordert. Von einem zusätzlichen Aufwand sah man bei der Eintracht bislang ab. Sämtliche Teammitglieder waren bereits geimpft oder sind teilweise schon geboostert.

Auch Potsdam betroffen

Der Covid-19-Erreger wurde bei den Betroffenen bei privaten Tests nachgewiesen, denen sich die einzelnen Spielerinnen vor der Reise in ihre Heimatländer oder aufgrund leichter Symptome unterzogen. Da der Spielbetrieb ruhte, sah man beim Verein davon ab, die Nachricht frühzeitig bekannt zu machen. Bei der Konkurrenz in Potsdam hatte es noch vor dem letzten Auftritt des Jahres mehrere positive Corona-Fälle im Kader gegeben, weshalb das Duell des Fünften gegen Pokalsieger VfL Wolfsburg auf den 29. Januar verschoben wurde.

Für die SGE steht eine Woche später, am 6. Februar (13 Uhr), das erste Pflichtspiel gegen den SC Freiburg an. Testduelle sind am 12. Januar bei den U16-Junioren des 1. FC Königstein, am 15. gegen den Zweitligisten SV Elversberg und am 20. gegen den Ligakonkurrenten SC Sand vorgesehen. Für ein Trainingslager im Anschluss wurde pandemiebedingt noch kein Ort festgelegt. Kapitänin Tanja Pawollek und Géraldine Reuteler könnten bei dem geplanten Trip dabei sein, denn die beiden Langzeitverletzten sollen während der Vorbereitung wieder ans Team herangeführt werden.

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