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Mac Kruse wechselt zu Fenerbahce Istanbul.

Eintracht Frankfurt

Wechsel von Max Kruse fix! Das ist sein neuer Verein

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Eintracht Frankfurt war an Max Kruse interessiert, doch nun hat der Stürmer bei einem anderen Verein unterschrieben.

Update, 28. Juni, 19.03 Uhr: Max Kruse hat sich entschieden. Er wechselt ablösefrei zu Fenerbahce Istanbul. Sein Vertrag am Bosporus läuft über drei Jahre.

Erstmeldung, 25. Juni, 8.45 Uhr: Frankfurt - Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, hat im Fußball-Podcast „Der Sechszehner“ ausführlich zur Transferpolitik der Eintracht Stellung bezogen – und dabei verraten, dass eine Verpflichtung von Max Kruse für die Hessen nicht realistisch ist.

Bevor es zum Thema Neuzugänge kam, hat Bobic in der Sendung noch einmal den Transfer von Luka Jovic Revue passieren lassen. Bobic sagte, dass man natürlich Jovic gerne länger gehalten hätte. Aber es ist nicht möglich, mit den „ganz, ganz großen“ mitzuhalten. Dennoch sieht Bobic solcheTransfers auch als Bestätigung, dass die Eintracht „richtig gute Arbeit“ leistet. Er sieht die Eintracht als „Ausbildungsklub auf höherem Niveau“, das sei die Realität. Es sei einfach so, dass wenn Vereine aus der Kategorie Champions League mit Angeboten kämen, man als Eintracht Frankfurt nicht die Möglichkeit hätte, „mit denen mitzuhalten“.

Bobic betonte, dass die Reputation der Eintracht in der Branche sich in den letzten Jahren stark verbessert hat. „Wir können Spieler auf die nächste Stufe bringen“, das hätten auch die Berater und Spieleragenturen gemerkt. Auch so sei es Eintracht Frankfurt gelungen, einen Nachwuchsmann wie Dejan Joveljic gegen die starke Konkurrenz für die Eintracht zu verpflichten. Durch die Entwicklung, die Spieler wie Jovic, Mascarell oder auch Vallejo in der Vergangenheit bei der Eintracht genommen hätten, bekäme man jetzt Profis angeboten, an die früher kein Thema gewesen wären.

Trotzdem sei man sich bei der Eintracht bewusst, so Bobic, dass es in der Entwicklung auch einmal Rückschläge geben könne. Es könne immer sein, dass man nach einer guten Saison im darauf folgenden Jahr nicht die erhofften Erfolge vorweisen könne - aber das müsse man „in Kauf nehmen“. Trotzdem sei man bei der Eintracht auf einem guten Weg, „es ist zwar noch etwas hin“, aber irgendwann ist man dann eine gute Adresse und nicht mehr ganz so abhängig von den Schwankungen im „brutalen Verdrängungswettbewerb“. Unabhängig davon werde man natürlich versuchen, auch in der kommenden Saison erneut „ein gutes Jahr zu spielen“.

Den Neuzugängen will Bobic wie auch in der Vergangenheit Zeit geben. Ich gehe nicht davon aus, dass Joveljic „im ersten Jahr die Bundesliga zusammenschießt“, betonte der Eintracht-Sportvorstand. Man habe aber dem Spieler gegenüber betont, dass man sei Potential sehe, und dass man das voll ausschöpfen wolle. Zeit werde man ihm auf jeden Fall geben.

Wer kommt, wer bleibt?

Einen wirklich großen Transfer – Bobic sprach von einem hohen zweistelligen Millionenbereich – kann und will man aber bei Eintracht Frankfurt nicht angehen. Auch wenn jetzt etwas Geld in der Kasse sei, müsse man auch die Investitionen in die Infrastruktur sehen, die bei der Eintracht anstehen. Trotzdem werde man natürlich in die Mannschaft investieren, allerdings in „einem normalen Verhältnis für uns, wenn auch in einem höheren, als wir vor drei Jahren waren“. Damals hätte man knapp drei Millionen zur Verfügung gehabt, jetzt wären es schon zwischen 20 und 30 Millionen Euro.

Auf die Frage, ob man denn dieses Geld auch dazu benutzen werde, einen Spieler wie Sebastien Haller gegen die Abwerbversuche großer Vereine zu halten, sagte Bobic: „Das kann man alles machen. Die Frage ist, ob das sinnvoll ist. Aktuell ist es so, dass Sebastien happy ist. Aber natürlich – wenn was ganz Großes um die Ecke kommt, dann kann immer eine neue Situation entstehen. Und dann bin ich so realistisch, dass man ihn dann abgibt. Obwohl wir im Moment nicht einmal ansatzweise daran denken.“ Es könne aber durchaus sein, dass Beträge geboten werden, für Verein und Spieler, die ein Umdenken unumgänglich machen.

Max Kruse war Thema

Natürlich habe man sich mit Max Kruse beschäftigt, sagte Bobic, als es um potentielle Neuzugänge für Eintracht Frankfurt ging. „Aber es ist so, dass Max im Moment sehr beliebt auf dem Markt ist. Und er sicher auch Angebote hat, wo für ihn die Möglichkeit besteht, das wirtschaftlich und auch sportlich gut zu nutzen. Ich sehe aber aktuell keine reelle Chance, dass wir ihn bekommen. Ich finde das auch nicht so schlimm, es ist wie es ist.“

Bestätigt ist das Interesse an Martin Hinteregger, Kevin Trapp und Sebastian Rode. Mit den Spielern sei man klar, die wollen wohl bei der Eintracht bleiben, aber mit den abgebenden Vereinen sei „es nicht so einfach“. Bei Paris sei die Situation im Moment nicht so eindeutig, da gäbe es Probleme in der Führungsriege, Trapp selbst wolle auf jeden Fall bleiben. Bei Martin Hinteregger müsse man sehen, wie sich Augsburg positioniert und mit Dortmund werde man wegen Rode noch ins Gespräch kommen. Man wolle aber alle drei Spieler definitiv fest verpflichten. „Vielleicht gelingt es uns bei allen drei, vielleicht nur bei zwei oder einem Spieler.“ Fünf bis sechs weitere Zugänge schloss Bobic nicht aus, genau wie „den ein oder anderen Abgang“.

Die Entscheidungen, so betonte Bobic, können sich aber noch ziehen. Alles ganz normal also in dieser Phase der spielfreien Zeit – auch oder gerade weil die Transfer ja offiziell sowieso erst nächste Woche startet. 

(Stefan Krieger)

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