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Kevin Trapp ist voller Zuversicht.

Europa League

Kevin Trapp: „Wir glauben an uns“

Eintracht Frankfurt ist bereit für nächste Sternstunde. In Lissabon soll die Erfolgsgeschichte weiter geschrieben werden. 

Ein bisschen Respekt, viel Vorfreude und noch mehr Zuversicht: Als die Europacup-Helden von Eintracht Frankfurt am Mittwoch ins verregnete Lissabon aufbrachen, war der Traum von der nächsten Sternstunde greifbar. „Wir glauben an uns“, versicherte Torhüter Kevin Trapp mit großer Überzeugung vor der Herkulesaufgabe bei Benfica – die eigentlich nur eine Zwischenstation sein soll.

Längst ist beim letzten Fußball-Bundesligisten im internationalen Wettbewerb nämlich die Hoffnung auf den ultimativen Triumph eingekehrt. Der Weg zum Sieg in der Europa League könnte schwieriger aber kaum sein, schon das Viertelfinal-Hinspiel beim portugiesischen Rekordmeister am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und DAZN) wird der Mannschaft von Trainer Adi Hütter alles abverlangen.

„Wir müssen den unbedingten Willen zeigen, die Chancen stehen 50:50“, sagte Torjäger Luka Jovic, dessen Brust vor dem Duell mit dem Ex-Klub breiter kaum sein könnte: „Wenn wir an unsere Grenzen gehen, können wir jeden schlagen!“ Oft gesagt, im Fall der Hessen allerdings tatsächlich realistisch.

Eintracht Frankfurt mit der perfekten Vorrunde

Nach der perfekten Vorrunde mit sechs Siegen in sechs Spielen hatte Frankfurt in den K.o.-Runden schon große Vereine wie Schachtjor Donezk und Inter Mailand aus dem Wettbewerb gekickt. Das dritte Duell mit einem Absteiger aus der Champions League schüttete bei Kapitän David Abraham „bereits vor dem Flug viel Adrenalin“ aus – und ist Motivation „zu beweisen, dass wir eine europäische Top-Mannschaft sind“.

Dass dies (zumindest in dieser Saison) eigentlich schon der Fall ist, untermauern 15 Pflichtspiele in Serie ohne Niederlage. „Das kann gerne bis zum Saisonende so bleiben“, sagte Trapp vor der von Hütter als „enorm wichtig“ eingestuften Partie im Estadio da Luz.

In erster Linie besitzen die bevorstehende Begegnung und das Rückspiel in der kommenden Woche für die Eintracht große Bedeutung, 24 Jahre hatte der Verein schließlich auf ein internationales Viertelfinale warten müssen. Aber auch für den deutschen Fußball ist ein Erfolg der Hessen wichtig, die mit ihrem attraktiven Offensivdrang und der euphorischen Anhängerschaft bundesweit Sympathien erspielt hat.

„Natürlich macht es stolz, dass alle Augen auf uns gerichtet sind“, sagte Trapp: „Die Leute sprechen über uns.“ Mit Respekt und Anerkennung, mit Begeisterung und Optimismus.

Trainer-Ikone Jupp Heynckes in etwa, vor der Jahrtausendwende ein Jahr lang Coach bei Benfica und zuvor derjenige, der die Eintracht in das UEFA-Cup-Viertelfinale geführt hatte, bereiten die Auftritte der SGE „viel Spaß“. Der 73-Jährige sieht den Bundesligisten im Duell mit dem Tabellenführer der Primeira Liga „leicht favorisiert“. (sid)

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