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Daichi Kamada im Zweikampf gegen den Freiburger Robin Koch (r).

Eintracht Frankfurt

Turbulente Schlussphase: Eintracht verliert zu neunt gegen SC Freiburg

Turbulente Partie mit drei Roten Karten: Die Eintracht verliert in Unterzahl gegen schwache Freiburger. 

Desaster für die Eintracht: Zwei Rote Karten und null Punkte - so lautet das Resultat gegen den SC Freiburg. Erst sah Gelson Fernandes die Gelb-Rote Karte, nach dem er kurz vor der Pause im Zweikampf gegen Jonathan Schmid viel zu spät gekommen war, dann sah Kapitän David Abraham glatt Rot, nachdem er Freiburgs Trainer Christian Streich umgecheckt hatte. Der bereits ausgewechselte Freiburger Vincenzo Grifo sah nach Videobeweis ebenfalls Rot, nachdem er Abraham an den Kiefer gefasst hatte.

Nils Petersen hatte in der 77. Minute das entscheidende Tor für die Breisgauer erzielt. Während Freiburg nach diesem Sieg auf den vierten Platz der Tabelle kletterten, rutschte Frankfurt nach dem sechsten Spiel innerhalb von 18 Tagen auf den neunten Rang ab. 

Eintracht Frankfurt hatte die größeren Chancen 

Dass die Frankfurter ihr sechstes Spiel innerhalb von 18 Tagen bestritten, war ihnen mit Blick auf die Laufleistung nicht anzumerken. Gegen die kämpferisch ebenfalls starken Gastgeber erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter im Verlauf der ersten Halbzeit sogar ein Chancenübergewicht. Der überraschend offensivfreudige Verteidiger Martin Hinteregger scheiterte jedoch zweimal mit einem Schuss aus spitzem Winkel (12./35.). Die größte Chance aber vergab Erik Durm (21.), dessen Schuss an die Latte ging.

Je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde die Eintracht - bis sie sich selbst durch den berechtigten Platzverweis für Fernandes schwächte. Auch nach einer halben Stunde hatte Schiedsrichter Felix Brych richtig entschieden, als er einen schon gepfiffenen Elfmeter für die Eintracht nach Sichtung der Videobilder zurücknahm: Paciencia war zuvor nicht gefoult worden, sondern hatte in den Boden getreten.

In Überzahl änderten die Gastgeber dann ihr Spielkonzept. Zunächst hatte es die Mannschaft von Trainer Christian Streich häufig mit langen Bällen auf Petersen versucht. Wenn der Ex-Nationalspieler mit dem Kopf ablegen konnte, wurde es kurz darauf durch Lucas Höler (8.) und Roland Sallai (28.) zweimal gefährlich. In Überzahl gegen nun tiefstehende Frankfurter versuchte es der SC dann eher mit flachen Pässen. Aber selbst der nach einer Verletzungspause in der 57. Minute eingewechselte Nationalspieler Luca Waldschmidt sorgte nicht für Gefahr. Erst spät traf Petersen dann doch noch zum 1:0. Die Eintracht machte noch einmal Druck, doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

(dpa) 

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