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Einer der Besten bei der Eintracht: Martin Hinteregger.

Eintracht-Noten

Nur ein Eintracht-Spieler überzeugt bei Schalke-Schlappe - die Einzelkritik

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    Thomas Kilchenstein
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Für Eintracht Frankfurt gibt es in der Ferne nichts zu holen. Die Mannschaft von Adi Hütter verliert gegen den FC Schalke 04. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Gut dabei

Frederik Rönnow: Absolut reife Vorstellung. Aufmerksam, als ihn Serdar mit einem Schlenzer aus der zweiten Reihe überlisten wollte (28.). Stark gegen den durchgebrochenen Raman (42.). Auch mit dem Fuß sicher, verwertete die vielen Rückgaben ganz cool, obwohl gerade Raman immer wieder Druck auf ihn ausübte.

Ganz okay

Martin Hinteregger: Bester Frankfurter Feldspieler, abgeklärte Leistung als Hasebe-Vertreter in der Abwehrkette, ließ als freier Mann hinten wenig anbrennen. Kann dann aber logischerweise nicht so oft mit nach vorne. Mit netten Diagonalbällen. Versuchte einmal, S04-Keeper Nübel mit einem langen Schlag aus der eigenen Hälfte zu überrumpeln, klappte nicht, der Ball ging drüber (42.), aber das muss man sich erst mal trauen.

Evan Ndicka: Ruhige Darbietung, behielt immer einen kühlen Kopf, ließ seinen Gegenspieler selten entwischen.

Lucas Torro: Am Offensivspiel nicht beteiligt, fegte dafür hinten ordentlich dazwischen, erkämpfte viele Bälle. Einmal im Glück, als er Anfang der zweiten Hälfte den Schalker Kennie im Strafraum hart attackierte, der Ball aber schon gespielt war – da wird eher selten auf Elfer entschieden. Am Ende verletzt, doch Hütter konnte nicht mehr wechseln. Humpelte bis zum Schluss übers Feld. Überzahl perdu. 

So lala 

Filip Kostic: Nicht so offensiv und druckvoll wie sonst, mit angezogener Handbremse irgendwie, lag vielleicht auch an der defensiveren Ausrichtung. Mit einem guten Schuss, der knapp am Tor vorbeiging (48.).

Timothy Chandler: Fleißig und bemüht bei seinem ersten Spiel seit rund eineinhalb Monaten, überhaupt erst das zweite Mal in der Startformation in der Bundesliga in dieser Saison. Es war zu spüren, er wollte sich empfehlen. Es klappte nicht alles, die Flanken waren nicht so präzise, manchmal kam er auch an seinem Gegner nicht vorbei, aber alles in allem ein Comeback, auf das man aufbauen kann. Sebastian Rode: Als offensiver Achter aufgeboten, das ist nicht seine Position, wusste zeitweise gar nicht, wohin er laufen sollte. Und doch mit weit weniger Ballverlusten als seine Mitstreiter. 

Daichi Kamada: Sollte nach seiner Einwechslung noch mal neue Impulse setzen, das klappte nicht so gut, verhaspelte sich das eine oder andere Mal.

Schwächelnd

Bas Dost: Der Mann mit der Blitzheilung, und gleich in der Startformation. Gab sich Mühe, versuchte vieles, verlängerte einige Bälle per Kopf, das war es aber auch schon. Hatte es aber auch nicht leicht, lange ohne Unterstützung im Sturm. Einmal von Kabak im Strafraum gezogen, nicht astrein, sollte man eigentlich mit einem Elfmeterpfiff bestrafen (80.).

Mijat Gacinovic: Lief viel, wuselte von rechts nach links, aber es wollte wenig gelingen, mit vielen Ballverlusten, traf oft falsche Entscheidungen. Hätte sogar einen Strafstoß zugesprochen bekommen können, Kabak hielt ihn am Trikot, doch er fiel zu theatralisch (30.). Wurde dann Opfer des üblen Kung-Fu-Tritts von Schlussmann Nübel, der ihn mit offener Sohle in Brusthöhe attackierte und niederstreckte. Kann gottfroh sein, dass er das Spielfeld auf zwei Beinen und halbwegs unversehrt verlassen konnte. 

Djibril Sow: Erneut eine enttäuschende Leistung des Schweizers, spielt die Pässe mit einer beachtlichen Beharrlichkeit in die Füße des Gegners oder ins Aus. Darf immer wieder spielen. Weshalb eigentlich? 

Almamy Touré: Mit einigen Problemen, war auch nicht so einfach mit einer komplett neuformierten rechten Seite. Vorne einmal gefährlich, aber unzulänglich: Die Freistoßflanke von Kostic hätte er verwerten müssen, doch er köpfte den Ball Nübel in die Arme (39.). Dann mit dem kapitalen Bock vor dem 0:1: Dribbelte sinnbefreit durchs Mittelfeld, verlor logischerweise den Ball, der Sekunden später im Eintracht-Netz zappelte. Sechs, setzen.

Zu spät gekommen

G. Paciencia, E. Durm. (dur/kil)

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