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Hat die Grätsche angesetzt: Aymen Barkok. afp
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Hat die Grätsche angesetzt: Aymen Barkok. afp

Vor dem Heimspiel gegen Union Berlin

Die Überlegungen des Adi Hütter

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Wer hilft im Heimspiel gegen Union Berlin bei der Frankfurter Eintracht auf der rechten Außenbahn aus? Vieles spricht für Aymen Barkok. Aber auch Timothy Chandler käme infrage.

  • Eintracht Frankfurt trifft am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf Union Berlin.
  • SGE-Trainer Adi Hütter tüftelt noch an der Aufstellung.
  • Eventuell könnte die Wahl für die Position auf der rechten Außenbahn auf Timothy Chandler fallen.

Frankfurt - Die Frage nach Mister X, dem großen Unbekannten für die rechte Flanke also, beantwortete Adi Hütter mit dem Namen Timothy Chandler. Hmm. Dabei ist der Frankfurter Bub, auch schon fast 31, so ziemlich das Gegenteil von Mister X, er ist bekannt wie ein bunter Hund, hat im eigenen Stall am Riederwald das Fußwerk erlernt, nach einem Abstecher zum 1.FC Nürnberg trägt er seit 2014 wieder die Farben seines Heimatvereins. Und das soll die überraschende Variante für die Außenbahn im Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den sperrigen Kontrahenten Union Berlin sein?

In Wahrheit wollte der Eintracht-Trainer der Öffentlichkeit den – neben Makoto Hasebe – dienstältesten Frankfurter Profi mal wieder ins Bewusstsein rufen, so nach dem Motto: „Freunde, vergesst mir mal den Timmy nicht, der ist auch noch da.“ In der Fragestellung zu möglichen Ersatzleuten für den unpässlichen Erik Durm ist nämlich Aymen Barkok namentlich erwähnt worden und sogar Steven Zuber, aber nicht der gelernte Rechtsverteidiger Chandler.

Eintracht Frankfurt gegen Union Berlin: Bei Timothy Chandler läuft es nicht rund

Das liegt daran, dass es für das Eigengewächs in dieser Saison so gar nicht flüssig läuft, er ist weit ab vom Schuss. In diesem Jahr kommt der Frankfurter mit US-amerikanischen Wurzeln auf zwei Kurzeinsätze mit einer Spielzeit von 18 Minuten. Das ist dürftig und deprimierend.

Zumal Chandler in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit vielversprechend performte. Da avancierte er plötzlich zum wichtigen Stammspieler, machte fast schon unglaubliche fünf Tore. „Ich habe sehr gute Spiele gemacht und sehr wichtige Tore geschossen“, befand er unlängst im FR-Gespräch. „Ich konnte der Mannschaft helfen.“ Das Reservistendasein frustriert ihn. „Wenn man nicht mehr sauer ist, dass man nicht spielt, dann kann man gleich ganz aufhören“, sagte er, schränkte aber ein: „Mir fällt es schwer, böse zu sein.“

Chandlers Wert für das Gesamtgefüge steht außer Frage, er ist wichtig für die Hygiene in der Kabine, ist ein lustiger Vogel, ein Pfundskerl. Er wird wegen seiner Sozialkompetenz geachtet. Doch ob das für einen Einsatz genügt, zumal er bei seinen wenigen Spielen in der Hinserie nicht überzeugen konnte.

Offensive oder defensive Variante? SGE-Trainer Adi Hütter ist noch unsicher

Die Frage sei, ob er sich für die offensivere oder die defensivere Variante entscheide, sagte Hütter zur Besetzung der rechten Flanke. Die defensivere würde für Chandler sprechen, die offensivere für Aymen Barkok – obwohl der 22-Jährige auch nicht aus der besten Phase kommt.

Der Kreativspieler, vom FC Sevilla umworben, hat so ein bisschen den Anschluss verloren, nachdem er im alten Jahr auf dem Weg zum Stammspieler war und als Edeljoker glänzte. Doch zuletzt baute Trainer Hütter nicht mehr auf den unbekümmerten Techniker, es reichte nur zu drei Kurzeinsätzen in den letzten sechs Spielen.

Zu Beginn der Rückrunde habe ihn eine Gelbsperre und ein Hexenschuss „so ein bisschen aus der Bahn geworfen“, wie er der „Bild“ sagte. „In der Hinrunde lief es für mich deutlich besser.“ Aber er wolle positiv bleiben und auf seine Chance lauern, „ich werde in den letzten neun Spielen definitiv auf meine Einsatzminuten kommen.“

Im Heimspiel gegen Hertha BSC (3:1) vor einigen Wochen vertrat der Deutsch-Marokkaner schon einmal Stammkraft Durm als rechter Läufer, damals konnte er zwar nicht vollends zu überzeugen, aber seine Dribblings reichten, um das hochgehandelte Hertha-Talent Luca Netz in so viele unangenehme Zweikämpfe zu verwickeln, dass der Youngster zur Halbzeit ausgetauscht wurde. Barkoks Problem generell: Sein Spiel ist noch immer nicht stringent genug, man weiß nie, was am Ende herauskommt. Dennoch sollte er gegen Union in der Pole Position als Durm-Backup sein.

Eintracht Frankfurt: Um Steven Zuber ist es ruhig geworden

Weniger gute Chancen auf eine Startelfnominierung dürfte Steven Zuber haben, um den 29-Jährigen ist es ruhig geworden. Seit Januar kam er nur auf 32 Spielminuten, fünfmal wurde er kurz vor Schluss eingetauscht. Das hatte sich der Schweizer Nationalspieler etwas anders vorgestellt. Doch Zuber fehlt es an Dynamik und Tempo, zudem hat er, obzwar Rechtsfuß, Zeit seiner Karriere eigentlich links offensiv gespielt. Dass er jetzt auf der anderen Seite aushilft, ist nicht ausgeschlossen, aber doch unwahrscheinlich.

Keine Option ist zudem Jetro Willems, der nach einem schweren Kreuzbandriss wieder fit ist. Hütter lobte den Niederländer, der bisher fünfmal im Kader stand. Auf engem Raum sei er ein phänomenaler Spieler, einer der besten, die „ich jemals gesehen habe, das ist eine Augenweide.“ Das dicke Aber folgte auf den Fuß: „Die Laufarbeit gehört auch dazu, du musst das Volumen mitbringen, die Seite rauf und runter zu gehen.“ So wie Filip Kostic. An den reicht sowieso keiner heran, weder Jetro Willems noch Steven Zuber und die allermeisten anderen auch nicht. (Ingo Durstewitz)

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