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Flyer im Stadion beim Spiel gegen Arsenal.

Eintracht Frankfurt

Wegen Möller: Ultras üben harsche Kritik an „Sonnenkönig“ Bobic

Die Personalie Andy Möller sorgt weiter für Unruhe bei der Eintracht. Jetzt nehmen die Ultras Sportchef Fredi Bobic ins Visier.

Update vom Sonntag, 29.09.2019, 16.29 Uhr: Wegen der geplanten Verpflichtung von Andreas Möller als Chef des Nachwuchs-Leistungszentrums haben die Ultra-Fans des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt heftige Kritik an Sportvorstand Fredi Bobic geübt. 

„Erfolg hin oder her: Mit welchem Recht maßt sich Fredi Bobic an, die Kritik an der Personalie Möller mit seinem persönlichen Schicksal zu verbinden?“, heißt es in einer Mitteilung der Fanvertretung „Nordwestkurve“ vom Sonntag. 

„Das klingt gleichzeitig nach Gutsherrenart eines Sonnenkönigs, aber auch wie ein beleidigtes, bockiges Kind. In jedem Fall aber zeigt sich eine seltsame Vorstellung von Demokratie in einem Fußballverein“.

Bobic hatte Möller, der beim Europa-League-Teilnehmer als Nachfolger des in eine andere Aufgabe nach Amerika wechselnden Nachwuchschefs Armin Kraaz im Gespräch ist, gegen die offene Kritik der Ultras verteidigt und klargestellt: "Wer gegen Möller ist, ist auch gegen mich." (dpa/tom)


Erstmeldung vom Freitag, 27.09.2019, 16.29 Uhr: Armin Kraaz leitete das NLZ von Eintracht Frankfurt neun Jahre lang und war zuvor bereits sieben Jahre als stellvertretender Leiter aktiv. Ab dem 1. Oktober 2019 wird Kraaz den Aufbau von "Fußballakademie- und Sportkooperationsprojekten in Nord- und Mittelamerika" übernehmen. Somit steht ein Wechsel vom Verein zur AG an - und ein Nachfolger wird gesucht.

Eintracht: Fans reiben sich an der Personale Möller

Der frühere Welt- und Europameister Möller ist bei Eintracht Frankfurt ein Kandidat für den vakanten Posten und könnte somit Nachfolger von Armin Kraaz werden. Das gefällt besonders den Ultras des Klubs nicht. Möller sei zwar in Frankfurt geboren und habe auch in der Jugend gespielt, doch danach, so die Ultras auf Flyern zum Heimspiel gegen Arsenal kürzlich, "fiel er eigentlich nur noch durch Lügen, gebrochene Absprachen und distanzierende Aussagen auf." 

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Die letzte öffentlich gemachte Äußerung soll Möller angeblich 2017 vor dem Pokalfinale der Eintracht gegen Borussia Dortmund gemacht haben: "Zur Eintracht habe ich keine Verbindung, mit Frankfurt habe ich nichts zu tun". 

Ganz allgemein wird die Kompetenz des ehemaligen Eintracht-Profis seitens der Ultras angezweifelt: "Nebenbei stellt sich noch die Frage, was einen Mann wie Möller fachlich als Leiter eines Jugendleistungszentrums befähigt und ob er ernsthaft als Vorbild für junge Spieler dienen soll. [...] Wer zur Eintracht keine Verbindung und mit Frankfurt nichts zu tun hat, der sollte dann auch keinen Posten bei uns bekommen."

Bobic verteidigt Möller

Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic hat nun Andreas Möller gegen die offene Kritik der Ultras Frankfurt verteidigt. "Ihre Meinung interessiert mich nicht", kommentierte Bobic im Rahmen eines Kongresses der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bobic stellte klar: "Wer gegen Möller ist, ist auch gegen mich."

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Damit hat Fredi Bobic eindeutig Stellung bezogen. Die Personalie Möller war bisher nämlich von offizieller Seite noch nicht kommentiert worden. In das, was Bobic als sein Kerngeschäft ansieht, scheint er sich nicht reinreden lassen zu wollen. (skr/dpa)  

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