Timothy Chandler ist für Eintracht Frankfurt unverzichtbar.
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Timothy Chandler (30) ist für Eintracht Frankfurt unverzichtbar.

Verteidiger mit Offensivdrang

Timothy Chandler: „Frankfurt ist mein Zuhause“

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Timothy Chandler erzielt für Eintracht in der vergangenen Saison Frankfurt wichtige Tore. Im Pressegespräch erläutert er seinen Bezug zur Stadt und die Ziele der neuen Saison.

  • Timothy Chandler ist für Eintracht Frankfurt unverzichtbar.
  • Der 30-jährige Außenverteidiger äußert sich im Pressegespräch über die Stadt Frankfurt und die Ziele der kommenen Saison.
  • Zuversichtlich zeigt er sich über die Qualität des SGE-Kaders.

Frankfurt – Bestens gelaunt tritt Timothy Chandler, Mister Eintracht, zum Pressegespräch an. Der Frankfurter Bub ist fast immer gut drauf, hat stets einen lockeren Spruch auf den Lippen. Der 30-Jährige gehört bei der Eintracht beinahe zum Inventar, hat schon in der Jugend am Riederwald gespielt.

Timothy Chandler: Wichtige Tore für Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison

In der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit drehte der 215-malige Bundesligaspieler auf, da erzielte Timothy Chandler fünf Tore, wichtige obendrein. In der neuen Saison könnte der Außenverteidiger mit Offensivdrang durch den Abschied einiger gestandener Spieler noch stärker in den Fokus rücken, das Wort des 29-fachen US-Nationalspielers hat schon jetzt Gewicht in der Kabine. Am Mittwoch (02.09.2020) nahm sich der gebürtige Frankfurter, dessen Vertrag bis 2022 läuft, für die Fragen der Journalisten Zeit und sprach über ...

... den Weggang der Führungsspieler und Integrationsfiguren wie Gelson Fernandes, Marco Russ oder Jonathan de Guzman: Generell ist es so, dass es schade ist, wenn gute Fußballer aufhören oder den Verein wechseln. Aber bei diesen Jungs ist es so, dass sie auch menschlich fehlen, das sind gute Typen, die unser Team verlassen haben, das ist sehr traurig. Wir haben aber genügend erfahrene Spieler, die die Lücke schließen können, dazu würde ich mich auch zählen. Aber menschlich entsteht ein großes Loch. Das ist schade.

... die große personelle Fluktuation bei den Bundesligisten: Es ist im Fußball so, dass viele Spieler den Verein wechseln. Wenn man dann länger hier ist, dann merkt man, dass jedes Jahr neue Gesichter kommen und dass von denen, die damals da waren, nur noch zwei hier sind (lacht). Aber das ist im Fußball so, wir kriegen auch immer wieder gute Jungs dazu, das ist das Geschäft, damit müssen wir leben.

Eintracht-Außenverteidiger Timothy Chandler über Frankfurt: „Ich komme von hier, bin hier groß geworden“

... seinen Bezug zur Eintracht und der Stadt: Ich komme von hier, bin hier groß geworden, meine Familie ist hier. Frankfurt ist mein Zuhause, ich kann mir vorstellen, hier bei der Eintracht auch aufzuhören.

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... das Pokalspiel am Samstag in einer Woche beim Drittligisten TSV 1860 München: Im Pokal geht es in der ersten Runde meistens gegen Kleine, da ist es immer schwer, da muss man alles reinhauen. Wir haben ja schon unsere Erfahrungen gemacht, sind ja auch mal in Ulm ausgeschieden. 1860 München ist ein großer Traditionsverein, das wird nicht leicht. Aber natürlich wollen wir im Pokal sehr weit kommen. Der Pokal ist der schnellste Weg zu einem Titel.

... die Ziele in der neuen Saison: Wir bereiten uns gut vor, sind alle sehr fit und haben die Qualität, wieder einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Dadurch, dass wir international nicht dabei sind, können wir viele Dinge einstudieren, können uns top vorbereiten. Wir hatten tolle Jahre in Europa, klar, aber jetzt sind wir nicht so viel unterwegs, können uns voll auf den Pokal und die Bundesliga konzentrieren und schauen, dass wir unsere Qualität zu 100 Prozent auf den Platz bringen. Für konkrete Ziele ist es aber zu früh. Wir müssen erst mal in die Saison reinstarten, schauen, wie es läuft, erst dann können wir eine Prognose abgeben. Aber, noch mal, ich denke schon, dass wir sehr, sehr viel Qualität im Kader haben.

Timothy Chandler von Eintracht Frankfurt: „Trainer weiß, dass ich da bin, wenn er mich braucht“

... sein persönliches Fazit der vergangenen Saison: Ich habe letzte Saison eine gute Rolle gespielt, sehr wichtige Tore geschossen. Das war wichtig für mich und auch für die Mannschaft zu dem Zeitpunkt. Der Trainer weiß, dass ich da bin, wenn er mich braucht. Egal, auf welcher Position.

... zum Gehaltsverzicht der Mannschaft, die auf 20 Prozent des Salärs verzichtet hat und auch erst einmal weiter verzichten soll: Wenn wir den Verein damit unterstützen können, machen wir das natürlich, das ist ganz klar. Wir sprechen in der Mannschaft darüber, jeder Spieler stimmt da zu. Wenn wir Eintracht Frankfurt damit ein kleines bisschen helfen können, werden wir das auf jeden Fall tun. (Aufgezeichnet von Ingo Durstewitz)

Der FC Brügge baggert an SGE-Stürmer Bas Dost. Aus Sicht von Eintracht Frankfurt würde ein Transfer des Niederländers durchaus Sinn ergeben. Der Kult-Verteidiger Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt verschwendet dagegen keinen Gedanken daran, den Klub zu verlassen – stattdessen will er noch torgefährlicher werden.

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