Will wieder Druck machen: Eintracht-RieseBas Dost (links), der hier Hertha-Torwart Rune Jarstein attackiert. Bild: dpa
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Will wieder Druck machen: Eintracht-RieseBas Dost (links), der hier Hertha-Torwart Rune Jarstein attackiert.

Eintracht-Stürmer

Bas Dost: „Ich habe keine Ausrede mehr“

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Der Niederländer in Frankfurter Diensten ist endlich schmerzfrei und nimmt sich selbst in die Pflicht für die Rückrunde. Und einen Stürmerkollegen gleich mit dazu.

In der ersten Hälfte beim Testspiel am Mittwochabend in Saint Petersberg gegen Hertha BSC (1:2) verdaddelte Bas Dost zwar eine gute Gelegenheit, als er statt selbst abzuziehen lieber seinen Teamkollegen Goncalo Paciencia anspielen wollte, ansonsten aber machte der Stürmer von Eintracht Frankfurt wie schon die ganze Woche lang während des Trainingslagers des Bundesligisten in Florida einen guten Eindruck. Und selbstbewusst ist der hoch aufgeschossene Niederländer ja sowieso. „Ich habe meine Ziele und bin nicht zur Eintracht gekommen, um nur vier Bundesligatore zu schießen. Es geht jetzt für mich neu los, ich habe keine Ausrede mehr. Ich bin fit und werde jetzt liefern.“

Eintracht Frankfurt: Dost spielte eine Halbzeit

Wie die meisten seiner Mitspieler durfte Dost gegen Berlin nur 45 Minuten ran, nicht ganz ohne Grund. Denn das Trainingslager in den USA habe Energie gekostet, erzählte der 30-Jährige, der sich grundsätzlich nach der für ihn so nervigen, weil von Schmerzen geprägten Hinrunde auf einem guten Weg wähnt. „Ich finde, dass ich schon weit bin. Wir haben viel gearbeitet, und mein Körper reagiert gut darauf. Ich habe keine Schmerzen.“ Etwas, das die Eintracht-Bosse und Trainer Adi Hütter gerne hören werden, ist Dost doch ein Hoffnungsträger für eine bessere Rückrunde. „Es nervt, dass wir am Ende so viele Spiele verloren haben, wir brauchen natürlich wieder einen Sieg“, sagte Dost, wollte gerade die Testspielniederlage gegen Berlin aber nicht zu wichtig nehmen. Mit starrer Miene kommentierte er: „Ich finde es prima, dass wir verloren haben und dafür das Spiel in Hoffenheim gewinnen.“ Punkt, aus.

Eintracht Frankfurt: Hütter scheint System zu verändern

Um besser zu werden, scheint Trainer Hütter unter anderem das System zu verändern. Hin zu einer Viererkette, womöglich weg von zwei Spitzen. Für Dost, der am 18. Januar beim Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim vorne gesetzt sein wird, wäre Letzteres unerheblich. „Für mich ist das Wichtigste, dass die Bälle von Außen kommen und dann viel passiert im Sechzehner.“

Sturmkollege André Silva, der gegen Berlin wegen einer Verhärtung der Wadenmuskulatur fehlte und damit seine Verletzungsanfälligkeit der Hinrunde fortsetzte, nahm Dost – wie sich selbst – in die Pflicht. „André kann gut kombinieren, er ist vor dem Tor gut und einfach ein geiler Kicker. Er hat nicht umsonst beim AC Mailand gespielt. Dann kannst du schon was. Es wird aber auch für ihn Zeit zu zeigen, was er kann – und das wird er auch machen.“

Von Daniel Schmitt

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