Die Fans von Eintracht Frankfurt.
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Eintracht Frankfurt: Zuschauer gegen Bielefeld zugelassen - doch Ultras verzichten auf Stadionbesuch

  • Sascha Mehr
    vonSascha Mehr
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Das Gesundheitsamt hat entschieden, dass beim Bundesligastart zwischen Eintracht Frankfurt und Bielefeld 6.500 Zuschauer in die Arena dürfen.

  • Eintracht Frankfurt spielt zum Auftakt der Bundesliga vor Fans.
  • SGE legt dem Gesundheitsamt Frankfurt ein wasserdichtes Hygienekonzept vor.
  • Das Gesundheitsamt genehmigt ein Spiel vor Zuschauern.

Update, 11. September 2020,16.25 Uhr: Die Frankfurter Ultras und weitere Teile der aktiven Fanszene werden sich nicht um Karten bewerben. „Es dürfte niemanden überraschen, dass wir Bundesligaspielen ohne Stehplätze, ohne Gästefans und mit genauer Erfassung der Besucherdaten nicht beiwohnen werden“, teilen die Ultras mit. Die Gruppe möchte das Konzept nicht bewerten, stellt aber fest: „Unser Fußball sieht anders aus.“ Gleichzeitig stellen die Ultras klar, es stehe jedem frei, Spiele zu besuchen. Sie selbst wollen aber erst wieder zu Spielen gehen, wenn ein Stadionbesuch wie vor Beginn der Pandemie möglich ist.

Update, 11. September 2020,14.33 Uhr: Die 6.500 zugelassenen Plätze werden ausgelost unter den 31.000 Personen, die eine Dauerkarte bei Eintracht Frankfurt besitzen. Die SGE kündigte bereits an, schnellstmöglich Kontakt mit den Besitzern der Dauerkarten Kontakt aufzunehmen, um diese über die Einzelheiten des Bestell-, Los- und Zuteilungsverfahrens ausführlich zu informieren.

Eintracht Frankfurt: 6.500 Zuschauer gegen Bielefeld zugelassen

Update, 11. September 2020, 12.08 Uhr: Das Gesundheitsamt Frankfurt hat entschieden: Zum Bundesligastart gegen Arminia Bielefeld dürfen 6.500 Zuschauer ins Stadion. Die Partie findet am Samstag, den 19. September um 15.30 Uhr, in der Frankfurter Arena statt. Trainer Adi Hütter freut sich über die Entscheidung: „Das ist eine tolle Nachricht, die wir vor zwei Wochen noch nicht für möglich gehalten hätten. Natürlich hat das noch nicht viel mit dem zu tun, was wir uns alle zurückwünschen und mit Fußball verbinden. Aber es ist ein Anfang, jeder kleine Schritt zurück zur Normalität zählt.“

Erstmeldung, 10. September 2020, 15.07 Uhr: Frankfurt - Der Start der Bundesligasaison 2020/21 ist nicht mehr weit entfernt. Eintracht Frankfurt trifft zum Auftakt der neuen Spielzeit auf Arminia Bielefeld, die den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse souverän schafften. Die SGE wird Favorit sein, erst recht in der heimischen Arena, auch wenn seit mehreren Monaten keine Fans ins Stadion kommen dürfen. Nun gibt es aber Hoffnung für alle Anhänger von Eintracht Frankfurt, denn der Verein hat beim Gesundheitsamt Frankfurt einen Sonderantrag gestellt. Ziel ist es, dass mehrere Tausend Fans das Spiel in der Arena verfolgen können - mit hohen Sicherheitsauflagen natürlich.

Eintracht Frakfurt legt Hygienekonzept vor

Eintracht Frankfurt hat ein wasserdichtes Hygienekonzept ausgearbeitet, mit dem 10.000 Zuschauer in der Arena das Spiel der SGE gegen Arminia Bielefeld verfolgen könnten. Die Verantwortlichen haben alle nötigen Unterlagen dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt und nun heißt es abwarten. Das Hygienekonzept wird geprüft und anschließend entschieden, ob Fans genehmigt werden am ersten Spieltag der Bundesliga in Frankfurt. Am Freitag (11.09.2020) könnte es bereits zu einer vorläufigen Entscheidung kommen.

In Hessen gibt es aktuell eine Obergrenze von 250 Menschen bei Veranstaltungen. Aus diesem Grund war ein Sonderantrag von Eintracht Frankfurt nötig. Die Behörde entscheidet nicht nur, ob überhaupt Zuschauer für die Partie in der Bundesliga zugelassen werden, sondern auch die Anzahl der Personen. Ob es dann wirklich 10.000 Fans sein werden, die in die Arena dürfen, ist nicht sicher. Möglich wäre auch eine Zustimmung des Antrags durch das Gesundheitsamt, aber mit weniger erlaubten Zuschauern. Zumindest besteht Hoffnung auf ein vorläufiges Ende der Geisterspiele. Abhängig ist das natürlich auch vom weiteren Infektionsgeschehen in Hessen.

Die Geisterspiele, die es seit dem Re-Start der Bundesliga gibt, bedrohen die Existenzen der Klubs und vieler Mitarbeiter. Eintracht Frankfurt und die anderen Bundesligisten können keine Tickets mehr verkaufen und auch die Einnahmen aus Getränken und Essen im Stadion fallen komplett weg. Zudem kürzen Sponsoren ihre Zahlungen, da die Werbung im Stadion nicht mehr gesehen werden kann ohne Fans. Nun besteht also zumindest in Frankfurt Hoffnung, dass der erste Schritt zurück zu Zuschauern im Stadion gemacht werden kann.

Eintracht Frankfurt: Dürfen Fans bald wieder ins Stadion?

In einigen anderen Städten in Deutschland und Europa wurden bereits Zuschauer in den Stadien erlaubt. In der Alten Försterei, Heimspielstätte von Bundesligist Union Berlin, dürfen 5.000 Fans die Partien ihrer Mannschaft verfolgen. Ebenfalls wieder vor Zuschauern spielen werden Ajax Amsterdam in den Niederlanden und der FC Metz in Frankreich. Weitere Vereine könnten in den nächsten Wochen noch folgen. In Deutschland muss immer das vor Ort zuständige Gesundheitsamt die Situation bewerten, das Hygienekonzept des Vereins prüfen und entscheidet anschließend, ob Zuschauer wieder zugelassen werden oder der Antrag des jeweiligen Vereins abgelehnt wird. (smr)

Unterdessen wartet Eintracht Frankfurt noch immer auf die fehlenden Millionen im Haller-Deal. Eine Einigung gibt es zwischen den beiden Klubs weiterhin nicht. Frederik Rönnow will nicht weiter der Ersatz von Kevin Trapp sein und treibt einen Wechsel voran. Bei Goncalo Paciencia zeigt sich Eintracht Frankfurt bei einem entsprechenden Angebot ebenfalls gesprächsbereit.

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