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Stefan Ilsanker.

Eintracht Frankfurt

Stefan Ilsanker langweilt sich und findet Situation „zum Kotzen“

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Eintracht-Abräumer Stefan Ilsanker mit klarer Meinung zu Corona-Folgen: „Ist zum Kotzen“.

  • Stefan Ilsanker ist ein Kämpfer auf dem Platz
  • Aktuelle Situation findet er „zum Kotzen“
  • Rätsel für Mannschaftskollegen

Frankfurt - Stefan Ilsanker ist schon ein spezieller, emotional aufgeladener Typ, der in den wenigen Monaten seines Werkens in Frankfurt für das eine oder andere Glanzlicht besonderer Art gesorgt hat. Im Pokalspiel gegen den SV Werder Bremen Anfang März (2:0) ließ sich der Eintracht-Abräumer gefühlt 19-mal an der aufgeplatzten Augenbraue behandeln und nähen, nur um den packenden Fight mit zünftigen Grätschen im Dieter-Hoeneß-Gedächtnis-Turban erfolgreich zu beenden. „Sehr wahrscheinlich“, schrieb die FR, „hätte er auch mit einer gebrochenen Kniescheibe noch weitergespielt.“

Eintracht Frankfurt: Ilsanker ist ein Kämpfer auf dem Platz

Oder dies: Als er nach der Europapokalpartie in Salzburg von einem TV-Reporter gefragt wurde, ob die Begegnung, 2:2, ein harter Kampf gewesen sei, entgegnete der 30-Jährige entgeistert dreinblickend: „Ja, bist du deppert? Aber mal richtig.“ Bei Ilsanker ist immer eine hohe Dosis Adrenalin im Spiel. Auch nach dem Spiel.

Natürlich hält der Österreicher auch nicht mit seiner Meinung hinterm Berg, wenn jemand, in diesem Fall Lars Weingärtner von Eintracht-TV, von ihm wissen möchte, wie sich diese Corona-Zeit so anfühlt und was er von Training in kleinen Gruppen hält: „Ist zum Kotzen.“

Auch die Osterfeiertage seien „relativ langweilig“ gewesen, er habe in seiner Wohnung in Frankfurt gesessen, „einfach entspannt und ein bissel Bier getrunken“, erzählt er schmunzelnd und wohltuend ungefiltert. Ein Zusammenhang, siehe oben („Ist zum Kotzen“), ist explizit nicht herzustellen.

Eintracht Frankfurt: Ilsanker mit Rätseln für Teamkollegen

Ansonsten hat Tüftler „Ilse“ für seine Mannschaftskameraden ein paar Rätsel entworfen, gerade für Stürmer Bas Dost und Verteidiger Danny da Costa, der „sehr schnell“ beim Lösen war, wie Ilsanker bemerkt, „aber bei den schwereren hatte Danny auch seine Probleme“.

Die momentane Phase ist für einen unter Strom stehenden Spieler wie Ilsanker natürlich die Höchststrafe, im Training habe er sehr große „Lust, einen wegzugrätschen – leider dürfen wir das noch nicht“. Und wenn er nach den Einheiten mal einen Blick hinein ins Wohnzimmer, die leere Arena, wirft, ja, dann sei das kein gutes Gefühl: „Es ist schlimm, es tut weh.“ Vielleicht hilft ein bissel Bier, nur in Maßen, versteht sich.

Von Ingo Durstewitz

Unterdessen verzichten viele bei Eintracht Frankfurt auf Teile Gehalts und wollen so rund Millionen Euro einsparen helfen. Alex Meier muss sein Antritt als Repräsentant bei Eintracht Frankfurt wegen der Corona-Krise verschieben.

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