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„Werden das Feuer entfachen“: Glasner schwört Eintracht auf Endspiel ein

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Von: Ingo Durstewitz

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Pressekonferenz mit Eintracht Frankfurt: Cheftrainer Oliver Glasner (l.) und Torwart Kevin Trapp.
Pressekonferenz mit Eintracht Frankfurt: Cheftrainer Oliver Glasner (l.) und Torwart Kevin Trapp. © dpa

Eintracht Frankfurt kommt verspätet in Lissabon an, fühlt sich aber für die Aufgabe gegen Sporting bereit. Trainer und Torwart verbreiten jedenfalls optimistisch.

Lissabon – So ganz optimal ist die unmittelbare Vorbereitung auf das alles entscheidende Champions-League-Gruppenspiel bei Sporting Lissabon für Eintracht Frankfurt nicht gelaufen. Mit reichlich Verspätung landete der Tross des hessischen Bundesligisten am Montagabend nämlich in der portugiesischen Kapitale, eineinhalb Stunden nach dem eigentlichen Zeitplan kam die Mannschaft erst an, auch die obligatorische Pressekonferenz startete Ortszeit erst nach 20 Uhr, angesetzt war sie für 18.30 Uhr. „Ich mag nichts Unvorhersehbares“, sagte Trainer Oliver Glasner zur amtlichen Verzögerung. „Aber es wird uns in keiner Weise negativ beeinflussen, wir sind voll fokussiert.“

Am Dienstagabend (21 Uhr/Dazn) gilt es für Eintracht Frankfurt, dann „wollen wir etwas unheimliche Schönes schaffen“, wie Torwart Kevin Trapp befand, der die Fragen der einheimischen Journalisten ganz weltmännisch und charmant in bestem Portugiesisch beantwortete. Wer kann, der kann; Trapp kann. Für den 32-Jährigen wäre der Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse erneut ein Highlight in seiner bewegten Karriere. „Es hat einen hohen Stellenwert, aber wir gehen es ohne Druck an.“

Eintracht Frankfurt gegen Sporting Lissabon: „Wir müssen unser Spiel gewinnen“

Coach Glasner wird die Mannschaft am Spieltag noch einmal zu einer eingehenden Besprechung bitten, und er wird deutlich machen, um was es geht, dass die Eintracht etwas schaffen kann, was seit fast drei Jahrzehnten kein Team gepackt hat: als Champions-League-Frischling in die K.o.-Runde einzuziehen. „Wenn das Feuer noch nicht entfacht ist, werden wir es entfachen“, bedeutete der Österreicher. Auch Keeper Trapp ist siegessicher, die Eintracht sei eine andere als noch vor zwei Monaten, als sie Sporting am Ende ins offene Messer lief und 0:3 unterging. „Wir sind besser geworden, haben uns extrem weiterentwickelt, wir haben uns an das Niveau der Champions League gewöhnt.“ Das Parallelspiel zwischen Marseille und Tottenham blendet Coach Glasner übrigens aus. „Das hat keine Relevanz, wir müssen unser Spiel gewinnen, deshalb lasse ich mich auch nicht über den Spielstand informieren.“

Begleitet wird die Eintracht von vielen Fans in Lissabon, die aber zum Großteil nicht ins Stadion kommen. Obwohl noch 20 000 Tickets zu vergeben sind, versucht Sporting alles, um ein zweites Barcelona zu verhindern. Trapp findet es schade, sagt aber: „Wir sind auch ohne den Support von 30 000 Fans in der Lage, unsere Leistung zu bringen.“ Gefeiert werden kann dann ja später. (Ingo Durstewitz)

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