Lucas Torro wechselte von Eintracht Frankfurt zu CA Osasuna.
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Lucas Torro wechselte von Eintracht Frankfurt zu CA Osasuna.

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Eintracht Frankfurt: So läuft es für die SGE-Abgänge bei ihren neuen Vereinen

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Eintracht Frankfurt gab einige Profis in der letzten Transferphase ab. Wie lief der Saisonstart für die Abgänge? Wir geben einen Überblick.

  • Mehrere Profis verließen Eintracht Frankfurt im Sommer.
  • Verliehenen Profis sollen bei neuen Klubs Spielpraxis sammeln.
  • Wie lief der Saisonstart der SGE-Abgänge?

Frankfurt - In der vergangenen Transferphase hatte Eintracht Frankfurt zahlreiche Abgänge zu verzeichnen. Manche Spieler gingen nicht dauerhaft, sondern verließen die SGE lediglich eine Saison auf Leihbasis, um Spielpraxis bei einem anderen Klub zu erhalten. Wir geben einen Überblick, wie der Saisonstart für die Abgänge der SGE lief.

Goncalo Paciencia (FC Schalke 04): Der FC Schalke 04 steckt tief in der Krise und nahm bereits einen Trainerwechsel in der laufenden Saison vor. Manuel Baum folgte auf David Wagner, der Klub hängt aber weiter im Tabellenkeller fest. Für Goncalo Paciencia läuft es zumindest in Sachen Spielpraxis derzeit besser als noch bei Eintracht Frankfurt. Der Stürmer kam in allen Bundesligaspielen zum Einsatz, seine ganze Leistungsfähigkeit konnte er aber noch nicht ausschöpfen. Ihm gelang ein Treffer und eine Vorlage in der laufenden Saison. Kritik gab es dafür, dass er in Zweikämpfen sehr leicht fällt. „Wir haben mit ihm darüber gesprochen. Das gefällt uns natürlich nicht, dass er in gewissen Situationen so früh runtergeht“, kritisierte sein Trainer die Fallsucht Paciencias „Wir sind da auch kein Freund von. Wenn man einen Ruf weg hat als Spieler, wird man den nicht mehr so schnell los. Dass man mit so wenig Einwirkung umfällt, soll aber nicht unsere Art und Weise sein“, sagte Baum weiter.

Eintracht Frankfurt: Rönnow ein Lichtblick beim FC Schalke 04

Frederik Rönnow (FC Schalke 04): Der Torhüter ist einer der wenigen Lichtblicke bei Schalke 04. Er strahlt Ruhe aus und konnte bereits einige Paraden zeigen. Oftmals wird er aber von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Vor dem Spiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg will Trainer Manuel Baum eine endgültige Entscheidung treffen, ob der Neuzugang von Eintracht Frankfurt oder Ralf Fährmann die Nummer eins in Gelsenkirchen sein wird.

Mijat Gacinovic (TSG Hoffenheim): Der Serbe wollte eine Luftveränderung und ging im Tausch für Steven Zuber in den Kraichgau. Bei der TSG Hoffenheim tritt er vor allem als Einwechselspieler in Erscheinung. Einen Stammplatz konnte sich Gacinovic noch nicht sichern. Seine Lage hat sich zu der bei Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison nicht groß verändert.

Lucas Torro (CA Osasuna): Der Spanier hatte bei Eintracht Frankfurt einfach kein Glück. Mehrere Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück und er konnte sein Potenzial nie ganz ausschöpfen. Für zwei Mio. Euro sicherte sich CA Osasuna Torro und holte ihn zurück in sein Heimatland. In Spanien kam er in sechs von acht möglichen Spielen in „La Liga“ zum Einsatz, über 90 Minuten absolvierte er aber nur eine Partie. Zwei Spiele fehlte er mit einer Muskelverletzung.

Eintracht Frankfurt: Wiedwald sichert sich Stammplatz in Emmen

Felix Wiedwald (FC Emmen): Bei Eintracht Frankfurt hatte er keine Perspektive mehr, in Emmen hingegen hat er sich den Platz im Tor erkämpft. In der niederländischen ersten Liga kassierte der Torhüter allerdings sechs Gegentore in zwei Spielen - zudem gingen beide Partien verloren. Für ihn und den FC Emmen wird es ein harter Kampf um den Klassenerhalt.

Simon Falette (Hannover 96): In Niedersachsen soll er mithelfen beim Projekt Aufstieg. Einen Stammplatz hatte sich der Franzose schnell gesichert. Er absolvierte alle vier Partien über die vollen 90 Minuten und ist bereits Abwehrchef von Hannover 96. Lediglich die Ergebnisse stimmen noch nicht beim Aufstiegsanwärter.

Dejan Joveljic (Wolfsberger AC): Der talentierte Stürmer verließ Eintracht Frankfurt für eine Saison, um Spielpraxis auf hohem Niveau zu erhalten. In Österreich kann sich seine Bilanz sehen lassen: Drei Treffer und eine Vorlage in zehn Einsätzen für den jungen Serben. Einen Stammplatz hat er zwar noch nicht, er arbeitet aber intensiv daran. Diese Leihe könnte sich für alle drei Parteien auszahlen.

Eintracht Frankfurt: Zalazar entwickelt sich sehr gut

Rodrigo Zalazar (FC St. Pauli): In der 2. Bundesliga hat sich der junge Mittelfeldspieler direkt zum Leistungsträger entwickelt. Zalazar stand in allen sieben Partien auf dem Platz und erzielte drei Treffer. Er übernahm sogar die Verantwortung bei Elfmetern und traf beide Strafstöße, zu denen er antrat. Im 21-Jährigen steckt eine Menge Potenzial und in Hamburg scheint er sich prächtig weiterzuentwickeln. Kommenden Sommer kehrt er dann zurück zu Eintracht Frankfurt.

Sahverdi Cetin (Ankaragücü): Der 20-Jährige versucht beim türkischen Erstligisten auf Spielzeit zu kommen und nach anfänglichen Hindernissen gelingt es ihm nun endlich. In zwei Partien stand er auf dem Platz, eine Torbeteiligung gelang ihm aber noch nicht. Mit seinem Verein steckt er aber tief im Tabellenkeller fest.

Nils Stendera (Lok Leipzig): Der jüngere Bruder von Marc Stendera verließ Eintracht Frankfurt für eine Saison auf Leihbasis und heuerte in der Regionalliga Nordost an. Er stand in allen sieben Ligaspielen auf dem Platz, ein Tor erzielte er noch nicht. Derzeit pausiert die Regionalliga Nordost aber und es ist unklar, wann die nächsten Einsätze für Stendera hinzukommen könnten. (smr)

Unterdessen nimmt sich Adi Hütter Zeit, als Zugmaschine des neuen Pilotprojekts namens Eintracht-TV-Meinungsbild mitzumachen - ein ungewöhnlicher Vorgang. Einige Frankfurter Fußballer waren in diesen Tagen für ihre Nationalteams gefordert und hatten durchaus Erfolg.

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