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Eintracht Frankfurt siegt gegen VfB Stuttgart: Hrustic im Glück, Hasebe im Krankenhaus

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Von: Daniel Schmitt, Ingo Durstewitz

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Jubelnde Frankfurter feiern den Matchwinner Ajdin Hrustic.
Jubelnde Frankfurter feiern den Matchwinner Ajdin Hrustic. © dpa

Eintracht Frankfurt fährt beim VfB Stuttgart den ersten Sieg des Jahres ein - weil das Team gefährliche Ecken schlägt und Ajdin Hrustic eine starke Schusstechnik hat. Die Einzelkritik.

Stuttgart - Der erste Sieg des Jahres ist eingetütet: Eintracht Frankfurt setzte sich beim Tabellenvorletzten VfB Stuttgart letztlich verdient mit 3:2 (1:1) durch. Den Führungstreffer von Evan Ndicka (7.) konnte Waldemar Anton (42.) ausgleichen. Der eingewechselte Ajdin Hrustic (47.) sorgte kurz nach Wiederanpfiff für den zweiten Frankfurter Treffer, doch Sasa Kalajdzic (70.) glich wieder aus. Dann kam wieder der Mann des Tages: Ajdin Hrustic mit dem Treffer zum Sieg (77.).

Primus bei Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart: Ajdin Hrustic

Ajdin Hrustic: Schnellzünder und Matchwinner. Kam zur zweiten Hälfte für Rode, nach 23 Sekunden mit einer ersten Gelegenheit, nach 75 Sekunden mit dem 2:1. Volleyabnahme vom Sechzehner, mit links ins Eck, prima gemacht. Eine starke Schusstechnik hat er, das weiß man, ein Lob ist sie dennoch immer wert. Beim Siegtreffer mit Glück, aber das gehört ja bekanntlich den Tüchtigen. Abgefälschter Schuss ins Netz. Sein gescheiterter Winterwechsel brachte nun drei Punkte ein. Nette Geschichte irgendwie.

Ndicka „Gut dabei“ bei Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart

Evan Ndicka: Stürmender Verteidiger, bereits mit dem dritten Saisontreffer. Schubste die Kugel mit seinen Riesenlatschen nur leicht zum 1:0 ins lange Eck. Hinten meist gegen den schnellen Silas gefordert, ein schwieriger Job, den er zufriedenstellend erledigte. Die Flanke vorm 2:2 segelte über ihn hinweg, war aber auch einfach eine präzise und nahezu perfekte Hereingabe.

Christopher Lenz: Sofort im Spiel, der Kostic-Ersatz, schoss reihenweise Ecken in die Mitte, eine davon genau aufs Füßchen von Hrustic. Bissig, nahm das Duell mit Silas an, tauchte auch selbst vorne auf. Ein Makel bei seinem ansonsten starken Comeback: Ließ den Stuttgarter 1:1-Schützen Anton bei der Ecke laufen. Sei’s drum.

Tuta: Kompromisslos in den Zweikämpfen, quasi Dauersieger in den Duellen Mann gegen Mann. Am Ende von Krämpfen geplagt - verständlich, marschierte er doch auch ab und an mit nach vorne.

Vier Spieler „Ganz okay“ bei Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart

Kevin Trapp: Unsicherer Pass nach 45 Sekunden, ein Wachmacher - für ihn, für alle Frankfurter. Danach konzentriert, fehlerlos und chancenlos bei den Gegentoren. Knockte Altmeister Hasebe aus. Autsch!

Timothy Chandler: Hatte seinen Anteil am 1:0, weil er keinen Anteil hatte. Traf die flache Ecken mit der Hacke nicht, gut so. Denn Kollege Ndicka vollendete hinter ihm. Besser als zuletzt, brachte vorne Lindström mit schönem Zuspiel in Stellung (38.).

Jesper Lindström: Schoss die schwächste Eintracht-Ecke des Spiels, kaum über Grasnarben-Höhe flog sie hinein, machte aber nichts. Der Ball rutschte durch, Ndicka verwertete die Vorlage. Später mit guter Schusstechnik aus spitzem Winkel - Topparade von Stuttgarts Torwart Müller (38.). Viele Ideen, mitunter zu umständlich.

Djibril Sow: Im veränderten System diesmal mit mehr Offensivaufgaben, fiel da nicht sonderlich positiv auf. Dennoch wichtig als Balljäger, das kann er einfach, zählt zu seinen Stärken. Schon okay, seine Leistung, aber da geht sicher mehr.

So lala bei Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart

Kristijan Jakic: Bei vielen zweiten Bällen zur Stelle, vorbildlicher Vorkämpfer. Ein Kopfball aus kurzer Distanz neben den Kasten (5.), der kann auch mal rein. Holte die Ecke vor der Führung heraus.

Makoto Hasebe: Gegen den 20 Zentimeter größeren Kalajdzic gefordert, da sah er nicht immer gut aus. Dazu ein Fehlpass, der fast zum Gegentor führte (63.). Glück gehabt. Später eher weniger, da traf ihn Trapps Knie an der Brust. Mit Schmerzen an den Rippen sofort in eine Klinik gebracht - ob zur Genesung auch diesmal ein einfacher Hüpfer in die Badewanne genügt? Wäre ihm jedenfalls zu wünschen.

Rafael Borré: Schon erstaunlich, wie viel er flitzen kann. Gefühlt wieder direkt aus dem Flieger auf den Platz, merkte man ihm nicht an. Läuft und läuft und läuft und rennt. Auch sinnlos, aber gehört zu seinem Spiel. Tritt für einen Stürmer aber zu selten beim Abschluss in Erscheinung. In Stuttgart quasi gar nicht.

Sebastian Rode: Offensiver als gewohnt unterwegs, halbrechts als Achter. Ging knackig in die Zweikämpfe, ihm gelang aber eher wenig. Die allerletzte Offensivpower geht ihm einfach ab. Zur Pause raus, gut fürs Team an diesem Tage (siehe Hrustic).

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J.-P. Hauge , M. Hinteregger, A. Knauff, S. Ilsanker . dani/dur

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