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Linksverteidiger Lenz – positiver Blick in die Zukunft

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Von: Daniel Schmitt

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Der häufig verletzte Frankfurter Linksverteidiger kämpft auch mit seinem Körper und blickt aller Sorgen zum Trotz positiv in die Zukunft.

Frankfurt – Das Zwischenergebnis lautet: 32:34. Im Duell zwischen Christopher Lenz und dessen Körper zieht der Fußballer seit seinem Wirken bei Eintracht Frankfurt den Kürzeren. In nur 32 Pflichtspielen stand der 28-Jährige für den hessischen Bundesligisten auf dem Rasen, 34 Partien verpasste er verletzt. Zahlen, die stetige Beobachter:innen der Frankfurter eher nicht überraschen dürften, aber doch noch einmal deutlich vor Augen führen, welch unangenehme Zeiten Christopher Lenz hinter sich hat. Und wohl alsbald wieder vor sich hat, zumindest dann, wenn er seine Verletzungsanfälligkeit gemeinsam mit dem medizinischen Personal nicht besser in den Griff bekommt.

Sie schienen ja auf einem guten Weg bei der Eintracht mit Lenz, 14 Begegnungen machte der gebürtige Berliner, der immer noch regelmäßig und gerne freie Tage in der Heimat verbringt, in dieser ersten Saisonhälfte für die Frankfurter. Nur 18 waren es in der kompletten Vorsaison. Im internen Duell um das Filip-Kostic-Erbe auf der linken Seite stach er den aus Italien dazugeholten Luca Pellegrini ein ums andere Mal aus.

Prima Schusshaltung: Christopher Lenz, häufig verletzt. Foto:Imago images
Prima Schusshaltung: Christopher Lenz, häufig verletzt. © IMAGO/HMB-Media

Der Eindruck drängte sich auf, Trainer Oliver Glasner favorisiere dann doch eher die Verlässlichkeit des Chris Lenz, statt den Wankelmut des Luca Pellegrini. Mitte Oktober erlebte der Linksfuß schließlich seine besten Wochen seit dem Transfer von Union Berlin zur Eintracht im Sommer 2021. Er stand mehrfach nacheinander in der Startelf, verteidigte kompromisslos und bereitete dazu zwei Tore vor - eines daheim gegen Leverkusen, eines in Gladbach. Überhaupt: Beim 5:1 gegen Bayer machte Lenz wohl sein bestes Spiel im Eintracht-Trikot. Die FR urteilte hinterher: „Mutig im Spiel nach vorne. Das hatte einen leichten Anflug von Filip Kostic.“

Eintracht: Christopher Lenz hatte schon mehrfach Verletzungen

Ja, Christopher Lenz war wirklich auf einem guten Weg, bis im Spiel gegen Olympique Marseille, seinem dritten Einsatz in der Champions League, beim Blocken einer Flanke erneut die Muskulatur streikte, diesmal im Oberschenkel. Das war’s dann mit der guten Form.

Es ist nicht so, dass der mit Schauspielerin Gizem Emre liierte Lenz nichts gegen sein Dilemma tun würde. Seit Jahren schon probiert er einiges aus. Er war mal Teilzeitveganer für ein halbes Jahr, nahm kleine, dafür aber viele Mahlzeiten am Tag zu sich, fünf bis sechs. Auch jetzt führt er ein Ernährungstagebuch, macht Yoga, lässt sich von den Physios pflegen, legt Extraschichten in der Muckibude ein. Selbst während seines vorweihnachtlichen New-York-Trips begann er die Tage im hoteleigenen Fitnessraum.

Christopher Lenz – So stehen die Karten für den Verteidiger der Eintracht

Längst hat Lenz bei der Eintracht die Rolle des Kraftraum-DJ übernommen, ist er doch immer vor allen anderen Kollegen dort am Werk - selbst vor seinem guten Kumpel Kevin Trapp. Er müsse nur einmal diesen vermaledeiten Teufelskreis durchbrechen, dann sei er sich sicher, dass alles gut werde. Einmal fit, immer fit. Es wäre ihm zu wünschen.

Vorerst aber sind die Karten des Linksverteidigers schlechter geworden. Er trainiert zwar wieder mit der Mannschaft, intern aber ist ihm neue Konkurrenz erwachsen. Ansgar Knauff, Senkrechtstarter auf der rechten Seite, kann’s auch auf links. Wenn auch Eric Dina Ebimbe seine Form hält, ist die Flügelzange Knauff/Ebimbe eine erfolgversprechende. Christopher Lenz aber bleibt positiv: „Wenn ich an die Form vor meiner Verletzung anknüpfe, habe ich einige Argumente für mich.“ Ja, wenn. (Daniel Schmitt)

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