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Ante Rebic.

Ante Rebic

Eintracht Frankfurt: Weiter Rätselraten um Rebic

Am morgigen Donnerstag tritt Eintracht Frankfurt zum Rückspiel in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League an. Die Schlagzeilen bestimmt jedoch ein Spieler.

Die Aufforderung von Adi Hütter war zuletzt stets dieselbe. „Da müssen Sie ihn selbst fragen“, sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Tagen immer wieder, wenn es um die Zukunft von Ante Rebic ging. Gute Idee – nur leider spricht der Kroate so gut wie nicht, und schon gar nicht über seine Pläne. Also gilt weiterhin die andere Floskel Hütters: „Stand jetzt ist Ante Spieler von Eintracht Frankfurt.“

Ob das tatsächlich so bleibt, scheint vor dem Rückspiel des Fußball-Bundesligisten in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag gegen den FC Vaduz (20.30 Uhr/Live-Ticker bei FR) niemand so recht zu wissen. Und wer Rebic beim Pokalspiel am vergangenen Sonntag beim Drittligisten Waldhof Mannheim (5:3) gesehen hat, der konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es der Vize-Weltmeister selbst noch nicht weiß.

Erik Durm ist begeistert von Ante Rebic

In der ersten Hälfte agierte der Offensivspieler derart lustlos, dass die Auswechslung zur Pause die einzig richtige Maßnahme gewesen wäre. Es schien fast so, als wollte Rebic per Streik seinen Abschied erzwingen. Doch im zweiten Durchgang drehte der 25-Jährige auf einmal mächtig auf und schoss die Hessen mit einem Hattrick innerhalb von zwölf Minuten in die nächste Runde. Diese Leistung wird am Donnerstag gar nicht gefragt sein, da der Europa-League-Halbfinalist der Vorsaison nach dem 5:0 im Hinspiel schon so gut wie sicher in den Play-offs steht.

Neuzugang Erik Durm war nach dem Spiel in Mannheim sichtlich beeindruckt von der Vorstellung des einzig in Frankfurt verbliebenen Teils des „magischen Dreiecks“ (Luka Jovic und Sebastien Haller sind bereits weg). „Man braucht nicht über seine Fähigkeiten zu reden“, sagte der Außenverteidiger: „Er ist ein Top-Spieler und hat ein super Standing im Team.“

Trainer Hütter klingt eher zurückhaltend

Ähnlich sieht es Marco Russ. „Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft“, äußerte der Verteidiger: „Man muss aber abwarten, wie er seine Entwicklung persönlich sieht.“ Die entscheidende Frage scheint die nach den Optionen für Rebic zu sein. „Wenn ein Spieler die Möglichkeit hat, zu einem Topverein zu gehen, dann wird es halt so sein, dass man ihn schwer halten kann“, sagte Hütter vielsagend.

Ob es tatsächlich Topklubs gibt, die um die 50 Millionen Euro für Rebic auf den Tisch legen, ist fraglich. Vieles erinnert an den vergangenen Sommer. Auch da gab es jede Menge Gerüchte um Rebic, der aber am Ende seinen Vertrag bis 2022 verlängerte. „Bislang ist kein einziger Klub auf uns zugekommen und hat ein schriftliches Angebot hinterlegt“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic der Tageszeitung Die Welt, fügte aber an: „Es ist noch Bewegung auf dem Markt und nicht abzusehen, was noch passiert.“

Spekuliert wird über das Interesse beider Mailänder Vereine. Ob es Rebic zu Inter oder dem AC zieht, scheint offen. Schließlich wurde er in der italienischen Serie A vor seinem Wechsel nach Frankfurt beim AC Florenz nicht glücklich. Dessen ist sich auch Bobic bewusst: „Ante weiß, was er an der Eintracht hat. Er weiß den Klub und die Fans sehr zu schätzen.“ (sid)

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